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Samstag, 30. April 2011

Die Frau und das Auto, 60er Jahre.

Die Frau und das Auto - man kann sich auch lieben, ohne sich zu verstehen. Geschlechterspezifische Autodiskussionen sind mittlerweile etwas in die Jahre gekommen und haben ihre letzten Rückzugsräume an Stammtischen oder in "ich-so-sie-so"-Abendfüllern von Mario Barth und Michael Mittermeier gefunden. Das schöne Geschlecht parkt heute sogar seitwärts ein (und sei es mit Hilfe des Einparkassistenten). Einfach toll!
Die Entwicklung von der lächelnden Beifahrerin zur selbstbewussten Lenkerin vollzog sich jedoch nicht über Nacht. In den 60er Jahren waren die Rollen noch klar verteilt: Das Auto war Chefsache und Chef der Mann. Ein bequemer Beifahrersitz und ein beleuchteter Schminkspiegel in der Sonnenblende - im Rahmen der Möglichkeiten wurde der Frau jedes nur erdenkliche Zugeständnis gemacht. Der Rahmen: Möglichst Hände weg von Lenkrad und Gaspedal. Dieses liebevolle Verhältnis wird nicht zuletzt deutlich, wenn man Werbung für Autozubehör aus jener Zeit betrachtet und das machen wir jetzt.


Freitag, 22. April 2011

Bademode '87: Klemmbikini & Co.

Die 80er Jahre verstehen lernen beginnt bei den formschönen Autos und endet bei Bademodetrends, die sich nur bedingt durchzusetzen vermochten. Aus diesem Anlass heute der Klemmbikini. Die Bezeichnung an sich strahlt schon den Charme eines defekten Kühlschranks aus - verbindet man doch "klemmen" mit unangenehmen Vorgängen, die man, bzw. frau sicherlich nicht mit Tätigkeiten unweit geschlechtsrelevanter Zonen assoziieren möchte. Auch wenn an dieser Stelle bemerkt werden muss, dass man, bzw. frau zu jener Zeit noch vieles wollte, was heute unverständlich scheint - z.B. schöne lange Haare in toupierte Vogelnester verwandeln, aber dazu später mehr.


Freitag, 15. April 2011

50 x Brieffreunde gesucht! ('84 - '86)

Es gab eine Zeit vor Social Media und Like-Buttons (so altklug könnten in den nächsten Jahren geschätzte 2000 Postings auf vongestern.com eröffnet werden). Wer damals fremde Leute aus der grossen weiten Welt kennen lernen wollte, nutzte einen Service, den beinahe jede Zeitschrift anbot: Die Brieffreundschafts-Börse. Die Möglichkeit, per Briefpost mit unbekannten Menschen in Kontakt zu treten - spätere Heirat nicht ausgeschlossen - ist heute ungefähr so ausgestorben wie der Dodo. Auf wenigen Zeilen kriegte jeder die Möglichkeit, sich im Rahmen des eigenen Wortschatzes von der Schokoladenseite zu präsentieren. Eröffnet wurde der Social-Köder 1.0 nicht selten mit eisbrechenden Floskeln à la "Mein Briefkasten verhungert" oder "Wer hat Lust mit mir in den Federkrieg zu treten?". Anschliessend die Hobbys aufgezählt, mit denen eine Differenzierung zur Konkurrenz erreicht werden sollte: Disco, tanzen, Modern Talking. Schreiben, lesen, faulenzen. Abgerundet wurde der Zauber mit der Veröffentlichung der eigenen Adresse - eine Offenheit, die in Zeiten von stalkenden Datenschützern eher undenkbar wäre. So waren sie, die 80er Jahre: Freizügig, Disco, lesen. Ah ja, nicht zu vergessen das Bild, welches im Fahndungsfoto-Stil jeder Annonce das nötige Gesicht verlieh.
Grund genug, um wieder mal ein paar verstaubte Anzeigen hervor zu holen. Wer jemandem schreiben möchte, darf sich hier per Chiffre melden. Wobei - lieber doch nicht.



Donnerstag, 14. April 2011

Mode 1986: Guter Lack und gute Laune!

Heute kurz aber heftig: Mode von 1986. Die BRAVO-Mode-Tipps haben den Vorteil, dass sie den echten Zeitgeist abbilden. Sie zeigen, was das Volk zu tragen hat, wenn es modisch auf der Höhe der Zeit sein will. Je hochklassiger, teurer und unerschwinglicher, desto zeitloser...(und dadurch später weniger "spektakulär" anzuschauen). Wage ich mal zu behaupten. Gilt nicht nur für Mode (vgl. z.B. die Beldona-Bademode von 1983), sondern auch für Autos, Häuser, Möbel und Unterhaltungselektronik (ich liebe pauschalisierende Aussagen und aus der Luft gegriffene Theorien). Darum zurück zu den BRAVO-Mode-Tipps: Lackstoff. Dieser sei für diesen Herbst "wieder absolut top" und mit einem Baumwollfutter zwar etwas teurer, aber angenehmer zu tragen. Hauptvorteil laut BRAVO: "Flecken lassen sich mit einem feuchten Tuch einfach abwischen". Weiter unten dann die GLM (Gute Laune Mode), inkl. zwei neuer Steghosen!



Mittwoch, 6. April 2011

vongestern Blog auf Sparflamme - eine Zwischenbilanz

Eternit-Asbest-Werbung, 1964
Liebe vongestern-Blog-Lesenden

da ich gerade eine etwas gar intensive universitäre Phase zu bewältigen habe, fehlt mir momentan die Zeit, so regelmässig zu posten, wie man es sich aus den vergangenen Monaten gewohnt war. Spätestens im Mai werde ich aber wieder voller Tatendrang zurück sein. Es gibt nämlich noch viel zu sagen. Das ist der Vorteil, wenn man ein zukunftsträchtiges Projekt verfolgt: Vergangenheit wird es voraussichtlich auch morgen noch geben - das Pulver ist noch lange nicht verschossen.
An dieser Stelle noch einen Dank an alle, die hier lesen. Die monatlichen Seitenaufrufe sind von September 2010 bis März 2011 um 1000% gestiegen, alleine hätte ich das nicht geschaft (besonders in Anbetracht der Tatsache, dass meine eigenen Testaufrufe nicht mal gezählt werden). Selbst die Facebook-Möger sind mittlerweile auf 54 Stück angestiegen - das sind mehr, als ich erwarten konnte. Da ich als Privatperson kein Konto besitze, beschränkt sich diese Anzahl im Grossen und Ganzen auf mir unbekannte Personen, die rein zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren (nämlich hier). Gründe genug, das Projekt weiter zu verfolgen und wo immer möglich zu perfektionieren.
Der häufigste auf vongestern.com verweisende Suchbegriff ist übrigens immer noch "Steghose", dicht gefolgt von "Steghosen 80er". Ich wusste bis vor ein paar Monaten nicht einmal, was Steghosen sind, mittlerweile bin ich so etwas wie der Steghosen-König, der Godfather of Steghose.  So lernen wir hier alle etwas dazu - und sei es nur die Tatsache, dass vor ein paar Jahrzehnten noch Geld ausgegeben wurde, um auf den hohen Asbestgehalt im eigenen Zement hinzuweisen.
Dies alles nur mal als Vorwarnung: Falls in den nächstne Wochen nicht regelmässig neue Beiträge erscheinen, hat dies gar nichts zu bedeuten.

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