Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Samstag, 1. Dezember 2012

Deutsch-Rap Geheimtipp! (1992)

Fantastisch! Besonders Michi Becks Frisur!
1992 berichtete BRAVO über eine seltsame Band, die noch im selben Jahr den Echo Nachwuchspreis gewann. Rein gefühlsmässig der erste grössere Artikel über die Fantastischen Vier in unser aller Lieblinszeitschrift. Und für die breite Öffentlichkeit der erste Kontakt mit deutschsprachigem Hip Hop. Torch rappte zwar schon ein gefühltes halbes Jahrhundert auf deutsch, aber so richtig mehrheitsfähig waren seine sozialkritischen und ernsten Texte nie. Besser kamen da die lyrischen Ergüsse der vier lustigen Stuttgarter an: «Wir sind die Fantastischen Vier, wir sind hier, mit jeder Menge Bier». Über 20 Jahre später sind sie immer noch da - und im Gegensatz zum Grossteil ihrer nachfolgenden Konkurrenz wurden sie je länger, je besser. Heute geben sie Unplugged-Konzerte in Tropfsteinhöhlen und treten auf Festivals als Headliner auf. Und sie prägten einen Musikstil, zu dem sie eigentlich nie so richtig dazugehören durften, nachhaltig. Wahrscheinlich, weil es ihnen immer demonstrativ gleichgültig schien, was die «Szene» von ihnen hielt. Wohl im Wissen darum, dass besagte Kreise wenig später ohnehin wieder von der breiten Bildfläche verschwanden und neue Köpfe vorgaben, wer gerade dazugehört und wer nicht. Da sie ohnehin nie den Anspruch stellten, Teil der aktuellen Szene zu sein, boten sie auch nie eine dankbare Angriffsfläche (wie wenig später z.B. Fettes Brot). Viele spätere Aggressoren waren ohnehin mit «Jetzt geht's ab» und «Vier gewinnt» aufgewachsen und mochten nicht auf ihren eigenen Wurzeln herumhacken.

Im selben Jahr, also 1992, wurde übrigens «Die da!?» veröffentlicht und der Durchbruch im deutschsprachigen Raum war vollbracht. Zwei Jahre nach der Produktion des Songs «Golf GTI» für den Soundtrack des Kultfilms «Manta - Der Film». Dieser Titel ist mir allerdings noch nie aufgefallen - die nächste Ausstrahlung auf Kabel 1 oder Super RTL wird Klarheit schaffen.


Sonntag, 11. November 2012

Sonntag, 28. Oktober 2012

700 Briefe und eine Baccara-Rose später

Feten und lange Briefe: Christoph (17)
Der letzte Beitrag über die Brieffreundschafts-Anzeigen stiess auf reges Interesse. Sehr gut! Wie versprochen nun ein Beispiel, wie sich aus den Inseraten eine tolle Liebesgeschichte zum Mitmachen entwickeln konnte. Praktischerweise stammt der BRAVO-Report aus dem selben Jahr wie besagte Anzeigen im noch besagteren Beitrag: 1993. Nebst Romantik im Überfluss bietet die Lovestory auch ein paar interessante Fakten. Zum Beispiel, dass die man mit hunderten von Briefen rechnen konnte, je nach Visage. Nebensache: Beide Turteltäubchen befanden sich zum Zeitpunkt der Anzeige in einer Beziehung. Wieso sich Christoph (17) trotzdem vorsorglich nach Alternativen umschaute, bleibt sein süsses Geheimnis. Er hatte damals übrigens bunte Haare und trug Springerstiefel, verschwieg dies aber grosszügig in seiner Beschreibung. In der Realität sah er dann zwar nicht mehr aus wie der junge, humorlose Manuel Neuer, aber zumindest die 90er-Jahre-Palmenfrisur konnte er bieten. Natalie (16) musste um neun Uhr wieder zuhause sein. «Ausser bei Feten, da lassen mich meine Eltern schon mal länger weg, so bis zehn Uhr.» Aber lest die Story selbst.


Mittwoch, 24. Oktober 2012

30 Brieffreundschafts-Anzeigen '92/'93 (Teil 1)

Ey! Ich bin der Siggi! Alles klar?
Wer noch Brieffreundschaften sucht, ist hier wie immer richtig: Es verschlägt uns in die Jahre 1992/1993. Natürlich habe ich wieder Nachnamen und Adressen unkenntlich gemacht. Falls sich trotzdem jemand erkennen sollte und dies bedingt lustig findet: Einfach melden, dann lösche ich die Anzeige. Allerdings muss die Person damit rechnen, dass ich ihr ein paar Fragen stelle. Ich suche nämlich schon lange Leute, die mal eine BRAVO-Kontaktanzeige aufgegeben haben, da es mich interessiert, wie die «Geschichte» weiterging. Ok, gesucht habe ich bisher noch nicht aktiv - aber zumindest ein paar mal daran gedacht, dass dies eine gute Story abgeben könnte. Apropos Story: In den «behandelten» BRAVOs dieser Zeit fand ich einen Artikel über ein Paar, das sich auf diesem Weg gefunden hat. Ich werde euch die Geschichte natürlich nicht vorenthalten und in den nächsten Tagen präsentieren. Trotzdem: Nur wiederkäuen ist langweilig.

Übrigens: «Teil 1», da ich ungefähr 90 Anzeigen gescannt habe - hier sind mal 30. Der Rest folgt vielleicht noch, je nach Lust und Laune.



Dienstag, 23. Oktober 2012

Werbung des Tages: Christian Dior Lunettes (1982)

Sie wirkt nicht so, als wäre mit ihr gut Kirschen essen. Fragen Sie ihren Augenoptiker, der weiss mehr.



Sonntag, 21. Oktober 2012

Das wird ein herrlicher Mode-Herbst (1982)

Züchtig, züchtig, tralalala - der Herbst ist da.
Vor ziemlich genau 30 Jahren war auch Herbst. Die Zeitschrift «Burda Moden» titelte auf dem Cover selbstbewusst «Schön zum Habenwollen: Die neue Herbst-Mode». So schön war sie dann doch wieder nicht: Streng, bieder und hochgeknöpft. Manchmal wähnt man sich eher in einer Dokumentation über amerikanische Sekten, denn in einem Modemagazin. Aber scheinbar lag frau damit 1982 im Trend: «Das wird ein herrlicher Mode-Herbst», klar? Setzen!
Die Zeitschrift richtete sich aber - so scheint es - auch nicht an experimentierfreudige Teenager, sondern an deren züchtige Eltern. So gesehen wurde es sicherlich trotzdem noch ein herrlicher Mode-Herbst 1982.


Montag, 15. Oktober 2012

Mode-Tipp: Hip Hop (1993)

Wir schreiben das Jahr 1993. Gerade hat die Hip Hop-Bewegung aus Amerika den europäischen Mainstrem erreicht. Jenseits des grossen Teichs war der musikalische Zenit beinahe schon erreicht - in jenem Jahr erschien beispielsweise das epochale Meisterwerk «Doggy Style» von Snoop Dogg (damals Snoop Doggy Dogg) oder 93 Til Infinity von den Souls of Mischief. Und nur ein Jahr später «Illmatic» von Nas, das vielleicht beste Rap-Album der Geschichte. Weitere Beispiele liessen sich in fast beängstigender Anzahl anfügen. In Europa hingegen steckte die Bewegung noch in den Kinderschuhen. Die breite Masse war zwar fasziniert von jugendkultivierten Coolness, aber so richtig verstanden hatten die Meisten noch nicht, worum es ging. Das zeigt sich beispielsweise beim heutigen BRAVO-Modetipp, in welchem Bands wie East 17, Take That und (immerhin) die Fantastischen Vier als Beispiele für die langsam überschwappende Hip Hop-Kultur herhalten mussten. Aber lustig sind die stilistischen Verirrungen heute trotzdem anzusehen...und deshalb machen wir das an dieser Stelle.


Sonntag, 14. Oktober 2012

Montag, 24. September 2012

Pour l'homme - Französische Werbung (1974)

Heute blicken wir mal in den Westen. Das tut man viel zu selten - immerhin wohnen im Westen die  Franzosen. DIE FRANZOSEN! 23 Werbungen, Zielgruppe: Der Mann. Wer möchte, kann bei der Gelegenheit seine eingerosteten Französisch-Kenntnisse etwas auffrischen. Immerhin eine Landessprache der Schweiz - das sollte eigentlich Argument genug sein. Die Werbungen stammen übrigens aus dem französischen Männermagazin Lui - le magazine de l'homme moderne.
Das war jetzt eine ziemlich inhaltsarme Einleitung. Auch wenn bei gewissen Beiträgen die Bilder sprechen, muss trotzdem irgendwas neben dem Teaserbild stehen. La prochaine fois gibts vielleicht einen Schnecken-Witz. Oder etwas aus der Froschschenkel-Schublade. Man darf gespannt sein.


Sonntag, 23. September 2012

Der Mercedes der Zukunft (1979)

Der Bundesministerium für Forschung und Technologie (BFT) initiierte und förderte 1979 ein Projekt, welches in die automobile Zukunft blicken sollte. Zukunft, das bedeutete 1979 das Jahr 2000. 110 Millionen Mark wurden bereitgestellt und an verschiedene Hersteller vergeben. VW und BMW entschieden sich für die kleinste Klasse, Audi und Porsche (!) nahmen sich der Mittelklasse an. Die Daimler-Benz-Forscher hingegen beschäftigten sich mit der Oberklasse und zeigten das Resultat in der Zeitschrift «Auto Motor und Sport» (Nr. 17, August '79). Besonders schön war die Zukunftsvision nicht und mit Gasturbine liefen Autos 20 Jahre später ebenfalls selten. Bemerkenswert hingegen beispielsweise, dass schon 1979 von Benzinmotoren mit abschaltbaren Zylindern die Rede war. Und von einem «Routenrechner», der «als elektronischer Atlas das Auffinden der kürzesten Verbindung zwischen Star- und Zielort» ermöglicht. Dr. Bernd Strackerjan, Leiter des Damiler-Benz-Projekts «Forschungswagen», warnte aber vor zuviel Elektronik im Auto: «Wir wollen dabei keinen Bordcomputer, wie er aus Amerika bekannt ist. Das würde doch nur dem Spieltrieb nützen und den Fahrer von seiner eigentlichen Aufgabe ablenken.»


Dienstag, 18. September 2012

Dienstag, 4. September 2012

Blonde Nena verschenkt 11 Hunde (1987)

Verhütung und Familienplanung war bei Hunden in den 80ern noch kein Thema. Das musste auch Nena eines Morgens feststellen: Ihr Hund Jago (GER) fand Gefallen an Neuzugang Debby (ITA) und machte sie über Nacht zur 11-fachen Mutter (Debby, nicht Nena). Was tun? BRAVO anrufen, Aufruf starten, genau. Dass der Andrang gross war, versteht sich von selbst. 1000 Einsendungen gingen bei BRAVO ein, jeder wollte einen der Nena-Hunde (und diesen erst noch persönlich bei ihr zuhause abholen «müssen»).

Die Fortsetzung der Nena-Hunde-Story war leider weit weniger  lustig: Die Welpen fanden zwar neue Besitzer, die Eltern Jago und Debby wurden aber wenige Monate später von der Polizei erschossen, wie gemäss Nenafan.de in BRAVO Nr. 42/1987 zu lesen war: «In Nenas Abwesenheit reissen sich die Hunde los und ängstigen Anwohner durch ihr aggressives Verhalten. Als sie von der Polizei aufgespürt werden, verhalten sich beide Hunde angeblich so aggressiv, dass der Gebrauch der Schusswaffe die einzige Möglichkeit war, sich der Hunde zu erwehren. Jago und Debby starben an Ort und Stelle.» Das war gemäss dieser dubiosen Quelle einer der Gründe, wieso sie das Haus verkaufte und nicht an besagtem Ort gebären wollte. Eigentlich wirklich eine höchst tragische Geschichte. Deshalb an dieser Stelle noch folgende Anmerkung: Nena wurde nicht vom 11-fachen Hundesegen überrascht, sondern liess Debby bewusst einmal Welpen kriegen, bevor sie sterilisert wurde. Das steht im Text, lest selbst.


Sonntag, 2. September 2012

Raiders Super-Sound-Kiste (1987)

In den 80er Jahren gehörte es für angesagte Firmen zum guten Ton, unhandliche Hifi-Konstrukte zu verlosen. Wir erinnern uns beispielweise ans Coca Cola Magic Music Sound Cockpit (1987) oder ans Maggi Radio (1984). Heute wird die Liste um ein weiteres Kuriosum erweitert: Die «Super-Sound-Kiste» von Raider. Raider - das Stichwort für 80er-Nostalgiker, um feuchte Augen zu bekommen. Gerne verbreitet besagte Generation die Verschwörungstheorie, Twix habe unter diesem Namen besser geschmeckt. Hat es nicht, spielt aber in diesem Zusammenhang keine Rolle. Weiter unten findet ihr übrigens noch einen TV-Spot von 1991 (direkt ab dem vongestern-Youtube-Kanal), der auf die Namensänderung aufmerksam machte.
Das Objekt der Begierde war ein aufgeschnittener Autoscooter mit integrierter Philips-Stereoanlage. Das als unauffälliges Deko-Objekt denkbar ungeeignete Monster-Möbel verloste Raider 1987 monatlich. Ob die Wettbewerbsgewinne noch irgendwo existieren, enzieht sich meiner Kenntnis. Wahrscheinlich sind es heute begehrte Sammler-Objekte - wie alles, was selten und alt ist.


Freitag, 31. August 2012

Heute vor 15 Jahren: Die Welt weint (1997)

Titelseite Blick, 1. September 1997
Heute vor exakt 15 Jahren starb Lady Di in Paris bei einem tragischen Autounfall. Von Fotografen gejagt, steuerte der alkoholisierte Chauffeur seinen Mercedes in einen Brückenpfeiler. Da die Mutter der Prinzen Harry und William eine der beliebtesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts war, hatte die wütende Weltgesellschaft bald einmal die Schuldigen ausgemacht: Die aus dem Ruder gelaufenen Boulevard-Medien, welche mit ihrer unersättlichen Gier nach exklusiven Bildern ihre Paparazzi zu grenzüberschreitendem Verhalten anstachelten. Die ausgelöste Diskussion dauerte lange, «Paparazzo» wurde zum Schimpfwort. Die übliche Doppelmoral der Gesellschaft, wenn Schuldige gefunden werden müssen. Alle waren sich einig, wer jahrelang für expolodierende Auflagezahlen gesorgt hatte, wenn das zerrüttete Privatleben der verzweifelten Prinzessin ausgeschlachtet wurde: Die Anderen.

Zumindest wurden damals die Fotos der sterbenden Diana nicht veröffentlicht, daran wollte sich nicht mal die Regenbogenpresse die Hände schmutzig machen. Das zertrümmerte Auto musste für die Titelseite reichen. Erst 2004 tauchten die Bilder im Internet auf - vier Jahre bevor die englische Geschworenen nach mehrjährigem Ermittlungen die Fotografen und den Fahrer zu den offiziellen Schuldigen erklärten. Und somit die Verschwörungstheorien eines Mordkomplotts als falsch deklarierten.

Aus diesem Anlass die 11 Extra-Seiten, welche die Schweizer Zeitung Blick am 1. September 1997 dem tragischen Unglück widmete. Wenns irgendwo eine Sensation gibt - vongestern.com ist dabei!


Mittwoch, 29. August 2012

Montag, 27. August 2012

Werbung des Tages: Garnier Cristal Summer-Hair (1987)


Wer ein Déjà Vu hat: Ja, diese Frisur wurde bereits gezeigt. Allerdings in einem anderen Inserat, nämlich hier. Garnier fasste damals alle Frisuren der aktuellen Kampagne zusammen und liess die Kunden abstimmen, welche die Tollste Tolle war. Die Frage ist in diesem Fall: Auf welcher Anzeige sieht das Modell gut aus und auf welcher etwas weniger? Findet es selbst raus. Tipp: Am aktuellen Bild gibt es nichts auszusetzen.

Samstag, 25. August 2012

Hansi und Kurti! Wo seid ihr? (1983 - 1987)

Hansi und Kurti...wo seid ihr?
Premiere heute: Eine (erste) Sammlung von BRAVO-Suchanzeigen der 80er Jahre. Irgendwie faszinierend, da sie kleine Geschichten aus dem echten Leben erzählen - heruntergebrochen auf ein paar lausig gedruckte Zeilen. Echte Zeitzeugen, ungewisser Ausgang. Ob sich irgendwann irgendwelche Personen auf diesem Weg gefunden haben, steht in den Sternen. Dass sich diese Dramatik für eine neue Vongestern-Rubrik eignet, scheint allerdings unbestritten und notariell beglaubigt. Hier also die ersten 28 Anzeigen, streng chronologisch geordnet und mit Herzschmerz-Garantie...

Nachtrag: Ich habe gerade bemerkt, dass es keine vongestern-Premiere ist - bereits 2010 habe ich schon mal Suchanzeigen veröffentlicht... und zwar hier.


Freitag, 24. August 2012

Sonntag, 19. August 2012

Sowjet, so gut: Der westliche Kleiderschrank entdeckt den Osten (1987)

From Russia with Mode-Ideen: 1987 holten sich gemäss BRAVO immer mehr westliche Modemacher ihre Inspiration in der Sowjetunion. Denn dort war dank Gorbatschow neuerdings «Entspannung angesagt». Dabei geizten die Designer nicht mit Klischees: Uniformen, Soldatenmäntel, Parteisymbole, Militär. Ein Bond-Film für die Garderobe.
In Schwung gebracht hatte die Begeisterung für den Sowjet-Chic zuvor in BRAVO und Tempo erschienene Inserate des damals - wie auch heute - unbekannten Hamburger Modehauses mit dem überschaubar originellen Namen «Marks & Mao», wie ein Spiegel-Artikel von 1987 weiss.
Der besagte Artikel stellt sich auch die Frage, woher die plötzliche Faszination der westlichen Jugend für den einst gefürchteten grossen Unbekannten kommt: 
Warum jetzt ausgerechnet Symbole des real existierenden Sozialismus einen neuen Boom auslösen, können sich auch die Händler kaum erklären. Ingo Freytag, 36, vom «Outline»-Versand bedauert, daß der rote Trend eine «rein modische Geschichte» geworden ist, und auch Anja Jäger, 23, von der Hamburger Boutique «Futura» sieht darin «kein politisches Geschäft». Mancher Kunde betont gar vorsorglich, daß er, so ein Manuel aus Kirchberg, «kein Freund der Sowjet-Union» sei.


Donnerstag, 16. August 2012

Komplette Foto-Love-Story: Auf der Spur der Giftmüll-Mafia (1992)

Nach dem legendären David Hasselhoff-Fotoroman endlich eine weitere komplette Foto-Love-Story aus den frühen 90er Jahren.
«Liebe und Umwelt - wie passt das zusammen? Ein spannender Öko-Krimi! Zugleich eine zärtliche Kuschelromanze. Happy-End mit Greenpeace! Lasst euch überraschen!»
Der damaligen Ankündigung ist nichts hinzuzufügen. Film ab, Kamera läuft, viel Spass.


Montag, 13. August 2012

Hartes Brot: Christine Maier muss Mode der frühen 90er Jahre zeigen (1993)

Es gab dankbarere Jahrzehnte.
Anfangs der 90er Jahre war es kein Zuckerschlecken, berühmt zu sein. Es konnte nämlich passieren, dass man oder frau zeitgenössische Mode zeigen musste. Das klingt alles noch relativ harmlos. Man sollte allerdings bedenken: Damals litt die Welt an einer kollektiven Geschmacksverstauchung.
Ok, eigentlich interessiere ich mich gar nicht sonderlich für Mode und Kleider. Aber ich finde spannend, wie und weshalb sich die gesellschaftliche Auffassung von Ästhetik und Normalität wandelt. Amen. Ah ja, und ich schaue gerne alte, lustige Bilder an.
So viel zu dem. Jetzt zu Christine Maier. Sie war die erste Schweizerin, die als TV-Moderatorin in Deutschland Fuss fassen konnte. Alleine 1993 präsentierte sie im ZDF und im BR 18 Sendungen (u.a. «Liebesbarometer» und «Quando, Quando»). In der Schweiz wurde ab 1987 als TV-Ansagerin zum «Schätzchen der Nation». Trotz imposanter Frisur, wie sich der Tages Anzeiger erinnert. Ihren Job als Diskussionsleiterin der Talkshow Club (Schweizer Fernsehen) kippte sie letztes Jahr und übernahm die Moderation der Schweizer Nachrichtensendung 10vor10, welche übrigens auch täglich auf 3Sat zu sehen ist - irgendwann nach Mitternacht. In der Schweiz erfolgt die Ausstrahlung - Achtung Überraschung - um 10 vor 10. Sehr interessant, ich weiss.
Also, zurück ins Jahr 1993. Für den Fummel, den die damals 27-Jährige für die Schweizer Illustrierte anziehen musste, konnte sie nichts. Aussehen tut sie heute noch mindestens genau so gut. Der Vorteil, wenn man damals jung war und heute nur 20 Jahre älter.



Donnerstag, 9. August 2012

L'été c'est moi - Sommermode in Farbe (1967)

Der Sommer mag sich heuer nicht so recht entscheiden, ob er seine Anwesenheit weiterhin auf ein paar Gastauftritte beschränken oder richtig durchstarten soll. Zumindest scheint momentan die Sonne - ein Anfang. Damit hätten wir auch wieder mal übers Wetter gesprochen. Einfach ein super Thema. Aus diesem Anlass gibts heute Sommermode aus dem Jahre 1967. Quelle: Das französische Männermagazin "Lui". Die europäische Antwort auf den Playboy erscheint in Frankreich seit 1963 monatlich. 1977 bis 1992 gab es das Heft übrigens auch in deutscher Sprache zu kaufen. 



Dienstag, 7. August 2012

Donnerstag, 2. August 2012

Werbung des Tages: Hertie (1981)




Mittwoch, 1. August 2012

Schweizer Werbung zum Nationalfeiertag (1982)

Wie wir alle wissen, feiert die Schweiz heute Geburtstag. Wissen wir, oder? Die Schweizer Gründungsväter haben damals ihren Rütli-Schwur freundlicherweise auf ein Datum gelegt, das man sich merken kann (im Bundesbrief steht wörtlich, die Fete sei "Anfang des Monats August" abzuhalten - da liessen wir uns nicht zweimal bitten). Andere Länder machen es einem da weit weniger einfach. Deutschland zum Beispiel feiert am 3. Oktober - gings noch komplizierter? Israel wählte den 5. Ijjar - alles klar. Benin zelebriert die Abhängigkeit von Frankreich übrigens ebenfalls am 1. August. Guttenberg hätte das Datum nicht exakter kopieren können.
Da die Schweiz heute feiert und Feuerwerk im Wert von Benins Bruttosozialprodukt in den Himmel schiesst, präsentiere ich an dieser Stelle 40 Schweizer Werbungen, die exakt 30 Jahre alt sind. Also ungefähr so wie ich, aber nur ungefähr.
Das neue Design ist übrigens alles andere als definitiv, sondern provisorisch. Das Definitive wird schön und ein würdiger Nachfolger des beliebten Pacmans. Versprochen.


Dienstag, 31. Juli 2012

Der König von Gestern: Jürgen Drews in Amerika (1979)

So, die Sommerpause ist durch, sie nervte langsam. Die Flaute war gar nicht geplant, sie hat sich spontan ergeben (sonst hätte ich sie womöglich gross angekündigt). Nun müssen wir den sanften Einstieg wieder finden und schauen uns hierzu ein paar Bilder des jungen Jürgen Drews an. Man soll es ja bekanntlich nicht gleich übertreiben. Nur nichts überstürzen hier, das Jahr ist noch lang.


Dienstag, 17. Juli 2012

Happy Birthday, David! Homestory 1987

Turbo Boost: Der King wird heute 60! Wie könnte man seinen Geburtstag vergessen? Ok, mir wäre es beinahe passiert... was mich die nächsten 60 Jahre geärgert hätte. Peinlich, denn der Vater aller sprechenden Autos und Erfinder des roten Silikon-Badeanzugs hatte auch auf diesem Blog - wie sonst überall - mindestens einen legendären Auftritt: Als souveräner Darsteller des Fotoromans "Der Fan - Verliebt in einen Star" (1992). Ebenfalls auf stetiges Interesse stösst das BRAVO-Staralbum von 1986. Zu Recht, wie mir scheint. Natürlich habe ich nicht alles Hasselhoff-Pulver im Voraus verschossen: Heute eine Homestory von 1987 (plus Miniposter). BRAVO besuchte den Serienstar in Kalifornien, um ihm goldenen TV-Otto 1986 zu überreichen. Er schien damals nicht nur ein grosses Herz für kleine Kläffer zu haben, sondern interessierte sich für Tiere aller Art: "Die ganze LP besteht aus Lovesongs», erzählt uns David, als wir es uns in seinem Afrika-Zimmer bequem machen. Zebrafelle, Elchgeweihe, Elefantenbeine als Hocker und ein Fell mit Löwenkopf auf dem Boden versetzen einen in Safari-Stimmung." Love is in the Air!


Dienstag, 10. Juli 2012

Datenhighway to Hell: BRAVO-Hits 11 (1995)

Die Bravo-Hits-Serie war in den 90ern eine Institution. Die erste und einzige Adresse, wenn es darum ging, ausnahmslos alle Hits einer Zeitspanne auf eine sündhaft teure Doppel-CD zu pressen. Dafür kriegte man wirklich alles, was irgendwie, irgendwo, irgendwann an einer Hitparade schnupperte. So auch Ausgabe Nr. 11, die 1995 erschien und nebst unvergesslichen Sternstunden der Musikgeschichte («Eine Insel mit zwei Bergen», «I Wanna Be A Hippy», «Shut Up (And Sleep With Me)» etc.) auch eine nützliche Anleitung enthielt, wie man ins damals noch mysteriöse Internet gelangen konnte.
Das möchte ich euch wirklich nicht vorenthalten - Telefonleitung frei, es geht los.


Montag, 9. Juli 2012

Ein E30 für Andrea Engel (Playboy, 1983)

Hoch die Beine! Sinnvolle Preise der 80er Jahre.
Die Leser des Playboys wählten die Österreicherin Andrea Engel zum Playmate des Jahres 1982. Deshalb wurde sie im Juni 1983 mit Geschenken überhäuft. Der Hauptpreis lässt BMW-Youngtimer-Freunden und E30-Fahrern warm um Herz werden: Ein schnörkelloser 323i mit Anstrich von Lackdesigner Walter Maurer, Recaro-Ledersitzen und BBS-Felgen (leider nur 14" - dafür abschliessbare, wenn ich mich nicht irre). Gefällt mir. Wieso in den 80er Jahren alle auf den sensiblen E30-Hauben herumturnen mussten, bleibt mir allerdings ein Rätsel.
Was Frau Engel sonst noch gewann und warum, zeigt der heutige vongestern-Beitrag. In gewohnt familien- und googlefreundlicher Zensurmanier.



Sonntag, 24. Juni 2012

Montag, 18. Juni 2012

Werbung des Tages: Poly 17 (1970)

Poly 17 - 1970: "Hellblonde werden aufregend". Hellblonde können auch ohne Poly 17 aufregend sein, aber wir wollen ja nicht gleich alle Karten auf den Tisch legen in der Werbewirtschaft.



Donnerstag, 14. Juni 2012

Evelyn, pack deine Schminke ein! BRAVO 1971

Ich habe eine neue BRAVO-Rubrik vergangener Tage entdeckt. Sie hiess "Du bist schöner als du glaubst" und stammt aus dem Jahre 1971. Lustigerweise dachte Evelyn gar nicht, sie sei hässlich, sondern wurde von der Zeitschrift darauf hingewiesen ("lächerlich"). Falsch geschminkt ist halb versaut. Und ihre Figur sei für Minikleider zu ungeeignet (?), lernte sie ebenfalls. Auf dem Bild links soll Evelyn laut Beschrieb "knallrote Lippen" haben. Die muss man sich wohl selber hinzu denken, denn schlussendlich sehen die Lippen genau gleich aus wie vorher. Nur der schwarze Balken unter den Augen ist weg. Und ein Lächeln zauberte die "BRAVO-Kosmetikerin" der Sechzehnjährigen aufs Gesicht. Keine Hexerei. Mach ma' ab, lach ma', gut is'. Wir schauens trotzdem an (damit man die Texte gut lesen kann, habe ich die sie unten noch vergrössert. Das "Du bist schöner als du glaubst"-Logo kann man ausdrucken und sich an den Kühlschrank hängen).



Mittwoch, 13. Juni 2012

Werbung des Tages: Bier hat Wumm (1970)

Heute eine weitere Anzeige meiner Lieblingskampagne "Bier hat Wumm!", Anfang der 70er Jahre (Deutscher Brauer-Bund). Letztes Mal ging es ja darum, dass Bier nicht dick macht, sondern gesund ist.  Das war vielleicht etwas weit hergeholt, denn bekanntlich kann Bier - so gut es ist - dick und dumm machen. In grossen und regelmässigen Mengen genossen. Erstens ist es eine ausgemachte Kalorienbombe, zweitens löst es Hunger auf möglichst fettige Speisen aus. Zu allem Übel meint der Körper nach deren Konsum, Fettreserven anlegen zu müssen, als stünde der dritte Weltkrieg bevor. Das zumindest hat mir ein Kollege während eines feuchtfröhlichen Wumm-Abends mal erzählt (die Erklärung kann ich deshalb nicht bis ins kleinste Detail liefern, aber es hatte irgendwas mit Enzymen oder so zu tun. Enzyme sind sowieso überbewertet).
Kurz: Mit obiger Werbestrategie hatte es sich wohl bald einmal ausgeworben. Ein Jahr später versuchte man es mit der ungeschönten Wahrheit: Alkohol macht lustig. Ohne Bier verkomme jede Party zur Trauerfeier - das würde ich zwar so nicht allzu herzhaft dementieren, aber ob die Jugendzeitschrift BRAVO wirklich der ideale Werbeträger dafür war? Prost!






Sonntag, 10. Juni 2012

"Wenn sie dann noch wenigstens gute Hausfrauen wären!" Deutsche Mädchen-Debatte 1967

Die "Neue Jllustrierte Revue" war bekannt für ihren qualitativ hochstehenden Journalismus. Die RTL II-Printausgabe der Sechziger Jahre sozusagen. In der Nummer 30 1967 entdeckte ich eine repräsentative Debatte um das "Deutsche Mädchen". Scheinbar hatte das Käseblatt in einer früheren Ausgabe bereits feinsäuberlich recherchiert, dass "Deutsche Männer" bei Ausländerinnen nicht allzu hoch im Kurs zu stehen schienen. Als Reaktion auf die vielen erbosten Briefe drehte die Wochenzeitschrift den Spiess auf eine merkwürdige Art und Weise "um": Nun durften sich auch noch "Ausländer" zu Wort melden und aus allen Rohren gegen das Deutsche weibliche Geschlecht schiessen. Die vier Männer von Welt gingen dabei derart hart mit den armen Teutoninnen ins Gericht, dass man den Verdacht nicht loswird, die Texte seien komplett von der Revue-Redaktion erfunden worden.
Aber lest doch selbst:



Samstag, 9. Juni 2012

Grosse Weltliteratur: Schuhgergei (1988)

Wer kennts noch? Schuhgergei (nicht zu verwechseln mit der Sugarhill Gang) von Sara Ball durfte einst in keinem Kinderzimmer fehlen. Als es mir gestern beim Aufräumen über den Weg lief (bzw. lag), wurde mir klar: Zu Recht! Mit Erstaunen stellte ich jedoch fest, dass man es heute scheinbar nicht mehr neu kaufen kann. Schade, denn wenn ein Buch das Prädikat "pädagogisch wertvoll" verdient, dann das 1988 erschienene Klappbuch (Ars Edition, München). Durch Kombination der drei Tierkörper-Bereiche liessen sich insgesamt 1320 Fantasieviecher erschaffen, deren Namen jeweils auf der linken Seite angezeigt wurde. Ich bin allerdings nicht ganz sicher, ob das Buch nicht älter ist - irgendwo steht auch 1980. Vielleicht erschien die grosse Version (die ich selbstverständlich auch mein Eigen nannte) früher. Wer es irgendwo auf dem Flohmarkt sieht, soll es kaufen und es später den eigenen Kindern unter die Nase reiben. Hier ein paar Beispiele:



Donnerstag, 7. Juni 2012

Nach Strick und Faden: So schön wollig waren die 60er Jahre.

Steghose ahoi: Das Jahrzehnt der Eleganz.
Es darf wieder guten Gewissens an der Nadel gehangen werden: Strickvorschläge aus den goldenen Sechzigern. Genaue Jahrzahl unbekannt - es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie man eine Publikation veröffentlichen kann, ohne auch nur eine einzige Angabe über das Erscheinungsdatum zu vermerken. Wäre wohl zuviel verlangt, ja? Die Zeitschrift heisst "BWT - Schweizer Strickmode (No 21) - ein Ratgeber für schönes Stricken". Veröffentlicht schätzungsweise Mitte der 60er Jahre. Spielt auch keine so grosse Rolle, Hauptsache die Bilder sind schön. Und grösstenteils farbig. Wer nachstricken will: einfach melden (vongesternblog(at)gmail.com), wie immer. Erfreulicherweise schreiben mir immer wieder Leute, die sich an die anspruchsvollen Anleitungen wagen wollen - hoffentlich mit Erfolg.
Wer es lernen will, findet z.B. hier eine Anleitung (wer männlich ist und sich mit dem Titel "gofeminin" nicht identifzieren kann und will, findet hier eine Legitimation).
...und wer einfach nur die schönen alten Bilder anschauen will, ist HIIIIIER richtig! Weil HIIIIIIIIIER ist man sowieso immer richtig.


Mittwoch, 6. Juni 2012

Schön in nur zweieinhalb Stunden - Schritt für Schritt erklärt (1969)

Ja, warum bloss? Wie macht sie das? vongestern.com lüftet die letzten grossen Geheimnisse dieses Planeten. Ist in diesem Fall auch nicht so schwierig, denn die Anleitung steht der "Freundin"-Ausgabe vom 14. Oktober 1969. Ich musste sie nur noch mühsam einscannen, aber das machte ich doch gerne - damit die Welt etwas friedlicher und vor allem schöner wird.
Sehr gut - und jetzt aufgepasst (beim 16.14 Uhr-Bild ist leider die Ecke rausgerissen. Irgendwas mit Gesicht waschen und Milch) :



Dienstag, 5. Juni 2012

Haart an der Grenze: Frisuren-Reportage (1985)

"Die Frisur wird immer wichtiger" wusste BRAVO 1985 und brachte eine Reportage aus dem angesagten Münchner Haartempel "Mad Max" (gibt es immer noch - ob immer noch angesagt, enzieht sich meiner Kenntnis. Ein Besuch auf der Webseite lohnt sich jedenfalls... smells like 80's Spirit!).
Ob Frisuren in den 80ern wirklich wichtiger waren als in anderen Jahrzehnten bleibt offen - dass sie jedoch die Geschmacksnerven stärker beanspruchten als in anderen Dekaden ist empirisch belegt (von mir). Frisuren-Report ab, Kamera läuft:



Montag, 4. Juni 2012

Schweizer Werbung 1936, Teil 2: Nestlé, Ovomaltine, Thomy, Abszessin

Es war lange ruhig hier - ungewöhnlich! Gründe: Technik, Zeit. Vielleicht geht beides wieder etwas besser jetzt. Jedenfalls wie versprochen der zweite Teil (2/3) der 1936er-Serie "Schweizer Werbung". Die Anzeigen sind gewohnt vongestern-exklusiv und befinden sich meines Wissens sonst nirgends im Internet. Reinschauen lohnt sich also - wegschauen ist auch keine Lösung.
Marken heute: Ovomaltine, Nestlé, Thomy Senf (damals: Thomy's Senf). Und Abszessin. Genau, kennen wir nicht. Ein Mittel gegen Entzündungen, das mit dem Gespenst des Krieges warb. Kampf dem Eiter! Schliesslich war der letzte Weltkrieg nicht mal 10 Jahre her und der nächste stand bereits vor der Tür. Aber keine Sorge, die Schweiz war auch beim Zweiten nur mitten drin, statt wirklich dabei. Damit die kämpferische Grundeinstellung gegenüber eitrigen Abszessen doch etwas zur Geltung kam, verwendete die Firma ein besonders schnittiges Doppel-S, das die Welt bis anhin noch nie gesehen hatte (zumindest bis zur Gründung der SS 1925). Antikriegswerbung vom Feinsten!




Freitag, 18. Mai 2012

CD-Cover des Tages: Cyndi Lauper - You don't know (Junior Vasquez Remix Edit, 1996)


Obwohl diese CD "For Promotion only - not for Sale" war, legte sich der zuständige Grafiker mächtig ins Zeug und kreierte ein Cover, das in die Geschichtesbücher des Desings gehört...hätte - wäre es nicht so misslungen. Wer die ebenfalls sehr hässliche Rückseite anschauen möchte, klickt auf "weiterlesen".


Donnerstag, 17. Mai 2012

Sutter Alain zuhause (1987)

Weisse Socken: Gruss von den 80er Jahren.
Kennt ihr den noch? Für Schweizerinnen und Schweizer eine rhetorische Frage. Für Deutsche weniger. Auch wenn Alain Sutter bei seinen Bundesliga-Auftritten einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben dürfte. Von 1993 bis 1997 machte der damals langhaarige Ausnahmekünstler Nürnberg, München und Freiburg unsicher. Richtig glücklich wurde einer der talentiertesten Schweizer Fussballer aller Zeiten nirgends. Ausser vielleicht in Freiburg und mit der besten Nationalmannschaft - wenn wir schon bei den nostalgischen Superlativen sind - welche die Eidgenossenschaft je stellte und für die 1994 an der WM definitiv mehr möglich gewesen wäre. Wäre, hätte, würde. Heuer boykottiert die Schweiz bekanntlich die EM, schaut sich die Spiele am TV an, gedenkt den Strassenhunden und drückt mittlerweile mehrheitlich den Deutschen die Daumen (was man in den 90er Jahren definitiv nicht behaupten konnte).
Bayern München holte Sutter damals nicht aus Zufall. Er war gut. Richtig gut passte der sensible Quer- und Eigendenker jedoch nicht ins straffe Konzept des Wurstfabrikanten Hoeness. Am Oktoberfest weigerte er sich partout, sich mit Bier ablichten zu lassen - da er kein Bier mochte. Auch seine alternativen Vorstellungen von Heilungsprozessen deckten sich nicht immer mit der Fitspritzerei der einsatzorientierten Bayern-Maschinerie. Vieles davon waren aber reine Gerüchte und Legenden: Sutter war weder Esotheriker noch Vegetarier. Definitiv kein Gerücht: Seine Wahl zum schönsten Spieler der Bundesliga.



Montag, 14. Mai 2012

Kochen, waschen, jung bleiben: Die Schweizer Hausfrau 1936

Heute ein Jahrzehnt, das hier noch nicht viel Beachtung fand: Die 30er Jahre. Der erste Teil der 1936er-Reihe "Schweizer Werbung von vorgestern" befasst sich mit dem schönen Geschlecht. Rollenverteilung: Hart, aber fair. Fairness war ja sonst nicht nicht die grosse Stärke dieses Jahrzehnts. Aber gute Werbung.



Freitag, 11. Mai 2012

Auch eine Möglichkeit: Shoe Coloring (1965)

Früher (als bekanntlich alles besser war) kaufte die Dame von Welt nicht dauernd neue Schuhe, sondern lackierte ihr Paar um, wenn es nicht zum Kleid passte. Wie Fingernägel, nur Schuhe. Das zumindest will uns die unten gezeigte Werbung für das "Lady Esquire - Instant Shoe Coloring" weismachen. Ob wirklich jemals eine Frau davon Gebrauch gemacht hat, steht in den Sternen. Ebenfalls interessant wäre die Information, wie oft sich Schuhe umlackieren liessen. Wurde die neue Farbe einfach drübergepinselt oder musste das Objekt der Begierde erst gesandstrahlt werden? Zog die Dame auf dem Bild auch mal ein grünes Kleid an und wenn ja, bereute sie dann ihre bunten Sünden vergangener Tage?




Dienstag, 8. Mai 2012

Österreicherin (15) sucht süssen Boy von überall: Brieffreundschafts-Anzeigen (1974)

Brieffreundschafts-Anzeigen sind keine Erfindung der 80er-Jahre. BRAVO hatte sie schon in den 70ern im Programm. Moment, ich zeigs euch.  Jahr: 1974. Ausgabe: 22. Mai. Stopp.




Montag, 7. Mai 2012

Sonntag, 6. Mai 2012

Wetten, dass es jemand weiss? Gottschalk & Adidas (1981)


Nein, ein Riese scheint der Gesuchte nicht zu sein. Ansonsten: Tolle Hinweise!

Mittwoch, 2. Mai 2012

(Der gefährliche) Töffli-Plausch 1982

Liebe Deutsche: Zu Beginn einige klärende Worte. In der (Deutsch-) Schweiz nennt man ein Mofa "Töffli". Was genau der Unterschied zwischen Mofa und Moped ist, entzieht sich meiner Kenntnisse. Scheinbar hat es irgendwas mit der Höchstgeschwindigkeit zu tun (30 vs. 40 km/h). Ein Motorrad nennen wir "Töff" - und nein, die Sprach-Ästhetik haben wir ausnahmsweise nicht erfunden. Im Gegensatz zum Ricola und zur Steuerhinterziehung (Steuern hinterzieht man, wenn man ein guter Mensch ist - Steuerbetrug begehen hingegen nur böse Menschen. Der Unterschied liegt doch auf der Hand - auch wenn die restliche Welt sich weigert, ihn zu verstehen). Also Töff --> Töffli.
Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit schaffen. Dann wären wir nämlich bereits beim heutigen Thema: Töffli! Der nationale Töffli-Boom veranlasste die Schweizer Illustrierte 1982 einen kritischen Artikel inkl. Titelstory zu veröffentlichen. Damals fuhren mehr als 10% der Schweizerinnen und Schweizer ein Fahrrad für Faule (heute E-Bike genannt). Viele Unfälle, viele Tote, viel Ärger. Artikel lesen, es besser machen.


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