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Samstag, 12. Januar 2013

Schuhkatalog J. Kurth (Winter 1934/1935)

«Feines Chevreauleder, hübsches Modell»
Heute verschlägts uns wieder mal in ein Jahrzehnt, das nicht zu unrecht in den Top 10 «Düsterste Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts» auftaucht: Die 30er-Jahre. Aber keine Angst, alles friedlich: Neutrale Schweizer Winterschuhmode. Gutes Schuhwerk bildet das Fundament jeder gefestigten Neutralität. Die Rede ist vom Schuhversandkatalog J. Kurth mit verschiedenen Niederlassungen in der Westschweiz (und einer in Aarburg). Der Katalog deckte drei der vier Schweizer Landessprachen ab. Weniger vielfältig die Schuhmode von damals: Aus heutiger Sicht sah alles ähnlich aus. Kann allerdings auch an der monotonen braunen Darstellungsweise liegen. Damenabsätze bewegten sich im übersichtlichen 5cm-Gesundheitsbereich und  Männerschuhe waren so stabil konstruiert, dass sie auch noch die nächsten zwei, drei Weltkriege überlebten. «WICHTIG: Wegen Preiserhöhungen in Rohmaterialien Preise unverbindlich» (Seite 2) - das könnte man sich heute auch nicht mehr erlauben. Kein Wunder wurde die Firma Chaussures J. Kurth SA 1986 von Dosenbach geschluckt (oder so ähnlich). Ein nüchterner Beitrag zur zeitgenössischen Schuhforschung.















































Kommentare:

  1. Die Schuhe aus dieser Zeit sehen echt stylish aus.

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  2. Am besten gefällt mir die Kotbürste auf Seite 17

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  3. Seite drei: "Wichsleder, geschlossene Zunge"... Geil! Hahaha! Stark!

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  4. Ich muss ehrlich sagen, dass ich einige Modelle wirklich sehr schön finde.

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