Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Sonntag, 9. März 2014

Mottengesindel (1958)

«Retten Sie den häuslichen Frieden»: Wie eine Kriegserklärung klingt diese Paral Werbung von 1958. «Paral-Puder und Maral-Mottenfluid mit dem bekannten DDT-Wirkstoff machen radikal Schluss mit dem Mottengesindel.» Bekanntlich machte DDT nicht nur Schluss mit dem Mottengesindel, sondern setzte auch der restlichen Umwelt zu. Weil DDT chemisch stabil ist, baut es sich schlecht ab und lagert sich bei den Freunden am Ende der Nahrungskette ab. Beim Menschen steht der Wirktstoff nicht nur in Verdacht, krebserregend, sondern neuerdings auch z.B. «förderlich» für die Krankheit Alzheimer zu sein. Greifvögelbestände gingen beinahe ein, weil sie plötzlich zu dünne Eier legten – DDT machte es möglich. In den 70ern kam zumindest der Westen auf die glorreiche Idee, das Insektizid zu verbieten. Heute wird es nur noch in überschaubar aufgeklärten Ländern wie Indien oder Nordkorea verwendet. Und auf dem afrikanischen Kontinent, wenn es Malaria-Mücken an den Kragen geht.

Kommentare:

  1. Hat zwar nix mit den Motten-Ex zu tun:

    Super Blog, hat mich in den letzten Tagen einiges an Zeit gekostet!
    Weiter so!

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  2. sehr schön, wie lediglich 16% der (wieviel befragten? 20? 30? repräsentativ wird die umfrage nicht gewesen sein...) die "anhaltende wirkung" als argument für den einsatz dieses mittels angeben. nachhaltigkeit war wohl nicht en vogue damals...

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