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Freitag, 11. April 2014

Sex, Drugs & Pferdemist (1/2) (1998)

Yeah, ich mich auch, endlich fertig!
Seit dem letzten Fotoroman ist unfassbar viel Zeit vergangen. Endlich geht es weiter. Es hat aus gutem Grund gedauert: Der neue Roman ist so lang, wie noch keiner zuvor war. Allein das Scannen dauerte mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre. Von den extrem geistreichen Kommentaren wollen wir gar nicht erst sprechen. Die schreiben sich nicht von selbst. Wobei – tun sie eigentlich schon, aber nur wenn man in der richtigen Stimmung ist. Mit anderen Worten: Bis man 400 Bilder erklärt hat, vergeht Zeit. Man wird älter. Als ich begann, war ich ein pubertärer Teenager, mittlerweile habe ich die ersten grauen Haare gekriegt. Habe ich nicht, aber könnte sein. Kurz: Wir sprechen hier vom Chinese Democracy der Fotoromane. Hoffentlich ist das Resultat besser. Besonders der zweite Teil hat es in sich, aber nur, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Die Story ist derart komplex, dass Lücken nicht drinliegen. Durchhalten bitte.

Leider ist die Datenmenge auch diesmal wieder exorbitant gross. Falls Ihr also ein Datenabo mit 100 MB Traffic pro Monat habt, solltet Ihr euch überlegen, ob Ihr das Guthaben für diese empfehlenswerte Geschichte verbraten wollt. Aber die Generation Flatrate kennt solche Probleme ja ohnehin nicht. Viel Spass!


Achtung: Teil 2 ist unten bereits veröffentlicht!


«Power of Love» - der kommende Fotoroman teilt den Titel mit dem berühmten Lied der Band Frankie goes to Hollywood, ist aber viel länger und bietet entsprechend mehr. Den Text oben könnt Ihr euch sparen – das Logo sollt Ihr aber betrachten. Nicht umsonst werden die die 90er Jahre als das «Jahrzehnt der Grafik» bezeichnet.

Meet Anna (15). Sie ist ein klassisches Landei, aber durchaus liebenswürdig. Leider ist ihre Mutter bereits verstorben und ihr Vater – Klassiker – ein ziemlicher Halbaffe. Ein Klischee-Bauer, wie er im Buche steht: Jähzornig, brutal, gefühlskalt.

Wieso an dieser Stelle die Protagonisten bereits vorgestellt wird, steht in den BRAVO-Sternen. Sassy (15) ist Annas beste Freundin. Sie sind wie Pech und Schwefel, wie Hanni und Nanni, wie Susi und Strolch. Ausserdem ist Saskia für Bauerntochter Anna der einzige Kontakt zur Zivilisation. Ansonsten kennt sie nur Kuh- und Pferdemist.

Anna muss unten durch und anpacken, bis sich die Balken bieten. Im Hintergrund übrigens das Kalb, das im Laufe der Geschichte noch die Rolle eines Neugeborenen spielt. Kurz vor dem grossen Auftritt geht in Ruhe nochmals den Text durch.

Mit ihrer nervenden Fragerei macht Sassy die Situation für Anna nicht einfacher. Mehrere Kilos Kuhkot warten darauf, von A nach B geschaufelt zu werden.

Am Abend steigt in der Dorfdisco ein Rave! Klasse! Annas Vater weiss zwar noch nichts von seinem Glück, aber er wird sicher begeistert sein, dass seine Tochter zum Techno um die Ecke will. Anna bittet Sassy, ihr beim Vorhaben zu helfen.

Wie es sich für eine gute Freundin gehört, geht Sassy nicht auf die Bitte ein, sondern schwärmt von ihrem Rave-Fummel, den sie gekauft hat. Apropos kaufen: Anna darf sich nichts kaufen. Muss sie auch nicht, sie hat ja alles, was man auf dem Lande braucht: Arbeitshose, Kopftuch, Mistgabel, Wollpullover und stramme Arme.

Aber Sassy hat auch eine andere Seite: In der Not bietet sie ihrer besten Freundin einen Fummel zur Ausleihe an.

Anna verwendet gerne Redewendungen mit «Acker». Sie kann ihren landwirtschaftlichen Hintergrund nicht verleugnen. Pogen, bis der Acker wackelt. Anscheindend verwendete man das Wort «pogen» damals auch im Rave-Jargon.

Annas Vater schaut nach den Rechten und schickt Sassy weg. Er weiss: Die Arbeit macht sich nicht von selbst. Und: Mit Worten wurde noch kein Kind erzogen.

Ein guter Zeitpunkt, den Vater um einen Gefallen zu bitten. Logische Antwort: Kommt nicht in Frage.

Vati geizt nicht mit Komplimenten und vergleicht Sassy mit einem Papagei.

Harte Linie, klare Worte: Vater Anna lässt sich nicht für dumm verkaufen von den 15-jährigen Gören.

Kopf hoch, Anna, die nächste Fete kommt bestimmt!

Hoppla, da stolpert ein verdammt schnuckeliger Ausseridirscher auf den Hof! Sicher ein Stadt-Affe.

Tommy sucht die angesagte Disco «Silver Star». Er wird doch nicht etwa...

...doch, na claro, er ist DJ! Hätte man auch gleich merken können, sein irre abgefahrener Rave-Fummel hat eigentlich zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen lassen. Ein  echter DJ zum ANFASSEN! Nicht nur beim Mantel und bei der Brille hat sich Tommy nicht lumpen lassen – auch sein Name versprüht weltmännischen Charme: DJ Cool T.

Sassy und Anny sind hin und weg: Ein echter Star-DJ hat sich in ihr Bauernkaff verirrt!

Cool T's Boots don't stand on hiking, Mädels!

Anna chauffiert den Star-DJ mit ihrem Bayern-Truck in die nahegelegene Dorfdisco.

Ja, ein Kopftuch. Aber hallo!

Wie im Bilderbuch: Landei Anna parkt ihren Traktor direkt vor der Disse. Damit man den Landgasthof auch als In-Disco «Silver Star» erkennt, hat BRAVO ein entsprechendes Plakat an die Tür gehängt.

Wie ein wahrer Star spricht DJ Cool T. in der dritten Person von sich. Anna spürt bereits etwas den Frühling, die güldene Hose zeigt erste Wirkung. In ihrem Lumpen-Outfit dürfte sie es allerdings schwer haben, dem Star-DJ zu imponieren.

Bitte lasst das Plakat etwas auf Euch wirken. BRAVO hat wirklich keine Kosten und Mühen gescheut. ULTIMATIVER RAVE... versteht Ihr?? ULTIMATIV! Der Rave, claro, geht zwei mal hintereinander ab wie ein Zäpfchen.

Sassy – solidarisch wie immer – sagt umgehend zu. Die arme Anna muss sich in Real Time eine Ausrede einfallen lassen. «Noch...äh, was zu erledigen», das überzeugende Resultat. Noch besser wäre nur noch gewesen: «Ich muss noch das eine oder andere Pfund Kuhdung von A nach B schaufeln, Cool T.!»

Cool T. – sein Name ist Programm – gibt sich mit der Ausrede nicht zufrieden. Das Landschnuppelchen verspricht Besserung. Aber versprechen kann sie es nicht!

Der Superstar schindet zum Abschied noch etwas Eindruck auf das Landei.

Anna ist hin und weg und pufft aus lauter Freude eine Extra-Portion Feinstaub durch den nichtvorhandenen Russpartikelfilter.

Leider weiss die angehende Bäuerin auch: Mit Vater ist nicht zu spassen, Freunde.

Gute Idee, Freunde. Annas Kopftuch steht ihr übrigens äusserst gut!
Super Ausrede wieder, Anna: «Ich musste dringend was holen!» Mit dem Traktor. Wahrscheinlich die Schularbeiten. Puff pfuff, ratter ratter.

Blablabla. Sie habe ihre Sportsachen in der Schule vergessen... und musste sie nun mit dem Traktor holen gehen. Jajaja. Der Brutalo-Bauer lenkt ein und verweist Anna an den Gruber-Knecht, der auf einen Ersatz-Traktor wartet.

Grosse Überraschung: Der Gruber-Knecht ist ein Jeans-Lümmel mit Halbschuhen.

Theorie-Jon stellt sich an wie der letzte Volltrottel.

Kunhdung-Anna teilt gnadenlos aus und disst den Nichtsnutz.

Man merkt sofort: Wir haben es hier mit einem ausgemachten Schleimer zu tun. Wer bereits jetzt kotzen möchte, darf das jetzt tun. Kurze Pause.

Mannomann! Die Tucke tuckert vom Hof, Anna ist noch skeptisch. Noch ist etwas Zeit, um sich zu verlieben.

Action, Freund, let's fetz! Sich heimlich aus dem Fenster stehlen – ein alter Klassiker vergangener Jahrzehnte.

Was die Ärmste nicht wissen kann: So scharf ist das Teil gar nicht. Und noch wichtiger: So wie sie in den Spiegel schaut, sieht sie die Hose gar nicht. Falls sie ihr BH meint: Der gehört ihr ja bereits. Grosse Verwirrung hier. Hoffentlich können wir der weiteren Geschichte inhaltlich trotzdem folgen.

Anna zimmert sich auf, wie es sich für einen rechten Rave gehört. Gut Rave will Weile (und Schminke) haben!

Mit ihren klobigen Rave-Hufen kommt es, wie es kommen muss: Bereits der erstmögliche Stolperstein – die Leiter, die unauffälligerweise schon den ganzen Abend am Haus gestanden haben muss – wird zum unüberwindbaren Hindernis.

Zum Glück befindet sich unmittelbar vor der Haustür ein Misthaufen. Ohgottohgott. Zumindest findet sie die passenden Worte: «Scheisse!».Wärst du lieber auf Beton gelandet, Anna? Na also.

Das wars wohl mit der Raverei, Madame! Jetzt tut sie einem schon fast ein wenig Leid, ein erstes Mal. Kommt aber noch härter, Taschentücher bereithalten. Im Gegensatz zu anderen Fotoroman-Heldinnen ist Anna ein echter Darling. Man möchte sie hie und da knuddeln.

Anna weint sich ein erstes Mal in den Schlaf. Weitere Weinschläfe werden folgen. In Gedanken nimmt sie schon mal Abschied von DJ Big Tommy Cool T., den sie NIE wieder sehen wird (bis auf die dreihundert mal in den nächsten vierhundert Bildern).

Morgenstund hat Gold im Mund – und Tommy im Bett. An dieser Stelle ein grosses Lob an den Drehbuch-Schreiber, von dieser Wendung konnte jetzt wirklich nicht ausgegangen werden!

Zu recht sorgt sich Anna um Cool T's Gesundheit. Wer ihren Vater kennt, weiss: Mit dem jähzornigen Bauern ist nicht zu spassen.

Goldhose Tommy beschwert sich. Der feine Herr habe noch nicht ausgeschlafen, die Dame möge sich doch noch etwas auf den Mund setzen.

Landengel Anna ist nicht zu Spässen aufgelegt. Sie weiss: Wenn ihr Vater – nennen wir ihr ihn «DJ Angry B.» – DJ Cool T. erwischt, gibts Hackfleisch und gedünstete Goldhose zum Frühstück.

Beachten: Das Poster im Hintergrund. Grosses 90er-Jahre-Kino! Mistgabel zwischen die Rippen hin oder her.

Noch einmal scheint alles gut gegangen zu sein. Vielleicht sollte Anna nächstes Mal einfach erwachen, wenn sich ein unangemeldeter Gast in ihr Bett legt. Zumal sie ja komplett nüchtern eingeschlafen ist.

Die Leiter hat Tommy T. als Einladung verstanden. Um alle Spuren der nächtlichen Geschehnisse zu vertuschen, hat sie Anna gleich stehen lassen, nachdem sie vollgemistet wieder durchs Fenster gekletter ist.

Immer zu Scherzen aufgelegt: Forrest Gump aka DJ Cool Mistgabel.

Tommy mutet sich viel zu: Er will den mürrischen Bauern zur Vernunft quatschen mit seinem Rave-Vokabular. Dieser Plan MUSS einfach funktionieren, Freunde! Ein Selbstläufer! Anna bleibt trotzdem skeptisch. Ihr kann man es einfach nicht recht machen.

Ab in den Schrank mit DJ Goldhose! Noch nicht mal richtig drin und schon beschwert er sich. Darfs vielleicht noch ein Kissen und eine Gurkenmaske sein, der Herr?

Angry B. aka Forrest G. aka Cool Mister Mistgabel motiviert seine Tochter, ihm bei der Arbeit zu helfen. Schliesslich ist sie bereits 15 und gilt als vollwertige Arbeitskraft.

Ansage: Dieser Fummel is' nich' hier! Der alte Tyrann gönnt ihr auch gar nichts. Damit die Situation endlich eskalieren kann, stellt sich Anna möglichst auffällig vor den Schrank des Schreckens.

Dumm ist er nicht, der Bauer! Instinktiv vermutet – wenn auch nicht ganz ernst gemeint – er ihr Gschpusi im Schrank. Damit die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt, bietet der Vater an, Anna die Arbeitshose aus dem Schrank zu holen. Wie nett, das hätte sie natürlich nicht alleine gekonnt.

Mädchenschänder Cool T. geniesst von Beginn weg nicht allzu viel Kredit bei Angry B. Anna entgegnet, er könne nichts dafür. Sie irrt: Nur DJ Tommy T. ist Schuld am Schlamassel...

...und fängt sich konsequenterweise eine. Die Sprache des Bauern ist unmissverständlich: Meine Tochter ist künftig Sperrzone, Mädchenschänder!

Anna kommt im Vergleich mit einer milden Strafe davon: Hausarrest auf Lebenszeit.

Saufutter will Vati aus Cool T. machen. Ob die Schweine damit einverstanden wären? Die mit Raverschweiss vollgesogene Nylon-Hose wirkt nicht sonderlich appetitilich. Sie müsste im Falle eines Falles mit Sicherheit separat entsorgt werden (Sondermüll).

Schon wieder wird sie ihn nie wieder sehen. Die Leiter lässt sie vorsorglich am Fenster stehen. Man weiss ja nie, der nächste Rave kommt bestimmt.

Oha, Cool T. hat seine CD-Sammlung im Bauernhaus vergessen.

The Return of Jeans-Jon.

Fazit: Big Cool T. scheint die Disko gerockt zu haben, als gäbe es kein Morgen. Es gab dann aber trotzdem ein Morgen und die arme Anna musste sich erzählen lassen, wie cool alles gewesen sei. Selbst Jeans-Heini Jon war da.

Können diese traurigen Augen lügen? Spielt jetzt keine Rolle. Wichtig: Beide finden Annas Abwesenheit bedauernswert. Anna jedoch macht nicht den Anschein, als wäre sie wegen Jon gerne da gewesen.

Schleimer und Möchtegern-Frauenversteher Lil' Jon versucht ein weiteres Mal, bei Anna zu punkten. Wie man an ihrer Reaktion merkt: funktioniert einen freuchten Furz.

Interessant, dass Long Jon die Stellung auf dem Hof halten muss, obwohl Bauer Gruber über Wochenende weggefahren ist. Anna sieht hier ziemlich klein aus – liegt aber an der Perspektive. It's all about Perspektive, Freunde.

Das ist Tessa. Tessa wird zwar mit Gänsefüsschen geschrieben, ist aber eigentlich ein ganz normales Pferd. Gummistiefel-Paul hält nichts vom Hufeisen-Gaul. Er vermisst bei Anna die Freude an der Arbeit.

Harte Worte: Noch einmal Stadtfratze, dann Wurtschtfabrik! Tessa schaut betrübt: Eine Karriere als Lasagne war eigentlich nicht geplant.

Interessant: Tessa ist eigentlich ein weibliches Pferd (aka Pferd). Hinweise: a) Der Name; b) das fehlende männliche Geschlechtsteil (siehe 2 Bilder weiter oben). Trotzdem wird die Pferdedame mit «mein Süsser» angesprochen. Kein Wunder, blickt die Stute so niedergeschlagen. Nicht mal ein Mindestmass an Weiblichkeit gönnt man ihr.

Interessant 2: Für Vater liegt ein Mittagsschläfchen drin – von seiner Tochter hingegen verlangt er rund um die Uhr 100% Arbeitseinsatz. Egal, «Anna» versteckt DJ Cool T.s CD-Sammlung im Stroh. Gut abdecken, es fällt sonst alles zurück auf den Gaul.

Plötzlich... oh nein... das wird doch nicht etwa... Anna macht sich fast in die Hosen! Bevor der Akt vollzogen ist, bemerkt sie erleichter, dass es..

In zwei Säzten fasst Anna den bisherigen Verlauf zusammen: Tommy im Schrank entdeckt, jetzt Plattenkoffer versteckt. Mach dich locker, Alte, sie ist nicht dein Alter!

Asi-Sassy verhält sich wieder vollkommen scheisse. Sie hat zwar eine wunderbare Frisur, kann den Ernst der Lage aufgrund ihrer fehlenden Empathie-Fähigkeiten nicht einschätzen.

Keine Schanze, Asi-Sassy! Ausserdem hat sie bis an ihr Lebensende Hausarrest (bei guter Führung vorzeitige Entlassung in 37 Jahren). Da schauste, (S)assy!

DER HIT hier! Für einmal kann Anna die unauffällige Leiter in der Scheune lassen. Sassys Eltern sind alles andere als asi: Sie laden sogar lokales Bauernpack ein, um die Kirche im Dorf zu lassen. So muss Networking!

Vati sieht in seiner Tracht beinahe so lächerlich aus wie der Typ auf Annas Poster. Wie ein Pfingstochs', unter uns gesagt. Gestapo-Vati droht vorsorglich mit Vergeltung. Da er den lebenslangen Hausarrest bereits ausgesprochen hat, muss es sich bei den möglichen Konsequenzen um körperliche Züchtigung handeln. Ja, grins du nur, Poster-Kopf.

Wie kriegt man eine dreckige Hose nur sauber? Omas Geheimrezept: Verzweifelt schauen, Drama machen, sich fragen, wie man das nur sauber kriegen soll.

Anna bürstet den Mist-Geruch aus der Rave-Hose. Mühsam, aber effizient.

Der Veranstalter hat sich auf einen schönen Abend eingestellt und sogar seinen schönsten Norwegen-Pulli aus dem Kleiderschrank geholt. Aber Star-DJ Goldhose T. zickt rum – er vermisst seine Scheiben.

Ey, was machste hier für nen Abgehetzten, Alter? Ey, Asi, mach ma' gelbe Anziehe hier! - Selten wurde die Ankunft eines Asis so gefeiert.

Locker ab, Goldjunge, Miss Asi hat die Lage unter Kontrolle. Der erleichterte DJ Cool T. revanchiert sich und verspricht Sassy im Gegenzug einen kleinen Geschlechtsverkehr.

Überraschung, Überraschung, Stinkehose schleppt die Hardtrance-Hymnen an! Der Laden ist rappelvoll und wartet nur noch drauf, von einem gülden-hösenen Plattengott zur Ekstase getrieben zu werden.

Tommy T. (Cool) (DJ) kann seine Euphorie nur mit Mühe unter Kontrolle halten. «Rettungsengel» nennt er Miss Mist – damals, back in the days, war das noch ein Kompliment. Heute hat der ADAC diesen Ausdruck von oben bis unten in die Biotonne geworfen. Apropos Biotonne: Annas Gesichtsausdruck versprüht noch nicht die pure Leidenschaft. Aber beinahe!

Jetzt wird wieder gepogt, Leute! Come on! Leute! Stark!

Malcom in the Middle betet zu Anna: Sie ist die einzigststste, die ihm jetzt noch helfen kann!!!

Goldpfosten-Tommy geizt nicht mit Austeile: Das soll wohl der neue Raver-Look sein!

Interessant: Der Tierarzt hat keine Zeit, obwohl es um Leben und Tod geht. Die Kuh hat trotzdem echte Probleme, denn mit ihrem abweisenden Verhalten legt sie eine asoziale Ader an den Tag, die sogar ihren Vater vor Stolz erröten liesse.

Brillen-Tarzan stellt ein Ultimatum: Entweder die Kuh oder ich! Anna ist sich unschlüssig: Kuh vs. Star DJ.

Schnitt! Anna ging trotz Rave-Tommy mit. Wenig später amtet sie bereits als Geburtshelferin. Und rein die Pfoten. Ziel: Die Beine des glücklichen Kalbes.

Schmalzlocken-Jon hat noch nicht mal für ein Meerschweinchen Hebamme gespielt. Flutschi, flutschi.

Obwohl Flutsch-Jon beide Hände in der Kuh wähnt, staucht ihn Anna zusammen: Anfassen, Stadtbengel! Malcom in the Kuhmiddle gesteht ein: «Du hast recht, wenn du mich für einen Volltrottel hältst».

Anna hat immer noch beide Hände voll zu tun. Flutschi, flutschi.

Dem Kälbchen gehts gut, du Horst, her mit dem Strick! Strick ist schick.

Long-Jon macht ein Geheimnis aus seiner Vorgeschichte. Anna beisst auf Granit und hält das ältere Kälbchen, das die BRAVO-Redaktion mit Stroh bedeckt hat, im Arm. Neugeboren my Ass.

Nein er hat nichts zu verbergen, er tut nur so. Kraul, kraul.

Das Kalb hat langsam genug vom ganzen Zirkus und macht einen Abgang.

Foto des Jahres.

Anna schreckt auf: Vati Stresskopf könnte schon zuhause sein. Von die Feia.

Jon bietet seine nutzlose Hilfe an. Anna lehnt dankend ab, dieser Lackaffe hat ihr gerade noch gefehlt.

Leider pennt er noch nicht. Wie ein Gespenst in Pantoffeln, das im Nebenjob als Türsteher in einer Gespenster-Disco jobt, macht er sich zum Horst.

Mit Worten wurde noch kein Kind erzogen. Hier haste ne Erziehungsschelle. Zack. Auuu.

Ok, nun übertreibt's der alte Stressfreak langsam ein wenig. Ist ja mal gut, Alta, ja? Sein Nachthemd ist jedoch kult. Darunter trägt er nichts, nur eine vollgefurzte Unterhose.

Klamotten, Klamotten... sagt Nachthemd-Paule. Nein, der Typ nervt langsam.
Anna weint sich in den Schlaf. Ihre Wangen sind gezeichnet von Vatis Schelte. Wer nicht hören will, muss fühlen.

Die schleimende Windjacke nähert sich dem Gestüt. 27 Rosen sollen die Wogen glätten.

«Darf ich kurz stören? Ich würde gerne kurz Ihre Nerven strapazieren, gnä' Herr...» «Mach dich vom Acker hier, Kruzifix, sonst trete ich dir meine Gummistiefel in den Allerwertesten, als gäbe es kein Morgen!!»

Saububerl, Kruzifix!

Der rassige Schweinebauer Karl bietet Long Jon seine Hilfe an. Übrigens: Jon präsentiert hier einen Jackenschnitt, den wir damals getragen haben und hoffentlich nie wieder tragen werden. Nennen wir ihn «Entenarsch» (den Schnitt, nicht Jon Wayne).

Schubkarren-Anna kommt angebraust.

Ohne Anna wäre die Kuh und das Kalb gestorben. Und der Stier. Und sein Onkel. Wie regelte die Natur das Geburts-Business bloss, bevor Hebammen-Anna die Bühne betrat? Mistgabel gefällig?

Long-Jon fühlt sich von MC Häckselmaschine bedroht und ordnet den geordneten Rückzug an.

I wanna lay you down in a bed of roses. :-* :-* :-*

Long Jon dreht sich noch einmal um... und sagt, dass es ihm leid tut. Die 27 Mark für die 27 Rosen hätte er sich jedoch sparen können.

Anna schaut, als würde sie nächstens ein Ei legen.

Man beachte das tolle Poster im Hintergrund: Zwei Männer, die sich in den Sonnenuntergang küssen. Kussi Kussi, Schmatzi Schmatzi. Auch nicht schlecht: Das Paintbrush-Poster rechts.

Ja hab' ich denn kein Recht auf ein bisschen Zuneigung, Freunde? Anna stellt die Frage aller Fragen. Sehnsüchtig presst sie das Tagebuch an ihre Brust und schaut aus der Wäsche, als würde sie nächstens erneut ein Ei legen.

Asi-Sassy muntert Mistgabel-Anna am nächsten Morgen auf: Hey siehst du wieder scheisse aus! Wesentlich interessanter: Im Hintergrund ein Abstimmungsplakat. 3 x Ja, liebe Freunde der Demokratie. Damals konnte der Bürger in Deutschland noch über Sachthemen bestimmen. Worum es hier genau ging, steht in den Sternen. Der zweite Punkt hiess definitiv «Ja (x): Sex!». Und der Dritte etwas mit Landtags... Landtagssex?

Empahtie-Sassy schwärmt vom verpassten Abend. Mann! Tommy! Jon!

Na toll, jetzt weint sie wieder, haste ja toll hingekriegt, Sassy!
Sassy deutet an: Die Situation ist noch nicht aussichtslos, sie hat noch einen Pfeil im gelben Köcher. Diese Taschen waren damals schwer in Mode, da DJ darin Platten transportierten und DJs waren mal cool.
Wird auch Zeit, dass du den Zettel überreichst, Blondie! Aber erst etwas weinen lassen, die beste Freundin.
Wahnsinn, einfach Wahnsinn: Es tut ihm leid und man solle ihn doch bitte anrufen.
Ein Freund der grossen Worte scheint er nicht zu sein, unser Tommy DJ Super T! Es tut mir leid STOP Ich liebe Dich STOP Bitte ruf mich an STOP Heute könnte er seine Liebesbriefe problemlos twittern: @gummistiefel_anna HDL ruf an <3 #CoolT #romantic
Anna schwebt auf Wolke Sieben zur Schule. Ein Jammer, hat sie bis ans Lebensende Hausarrest, aber vielleicht kann Tommy T. ja mal auf einen Schwatz vorbeischauen?
Flüster, flüster.
Was ist orange-gelb und erinnert an diese Werbung? http://www.vongestern.com/2014/02/ratsel-des-tages-was-ist-weiss-und.html
Schockmoment: Der Vater Tod hat den Schwindel bemerkt und greift ein. Erst mal das Telefonat beenden, dann ein klärendes Gespräch. So geht der rüstige Schweinebauer mit pädagogischer Grundausbildung vor.
Mit viel Einfühlungsvermögen sucht der Vater das Gespräch, tastet sich langsam an das Problem heran. MC Schädel indahouse.
Vielleicht keine dumme Idee: Weg hier, aber schnell! Zur Sicherheit legt Anna noch kurz ein Ei.
Zum Glück steht die Leiter wieder bereit: Der Vater bemerkt zwar jedes Telefongespräch innert Sekundenfrist, den hölzernen Fluchtweg übersieht er aber grosszügig.
Tschüssikowski, geliebter Gaul. DJ Tessa zeigt Verständnis für die verzwickte Lage.
Im Hintergrund legt ein Huhn ein Ei.
DJ Cool T. war gerade dabei, sich die Augen zu schminken, als es klingelte.
Hier bin ich, hier bleibe ich. Den Hausrat hat sie gleich mitgebracht.
Tommy sitzt die Angst vor Vatis Mistgabel noch in den Knochen.
So lange ist die Geschichte dann doch wieder nicht.
Oh nein, jetzt weint sie wieder... dabei ist Sassy nicht mal in der Nähe!?
So, die Geschichte könnte langsam aber sicher mal etwas Fahrt aufnehmen. Dranbleiben jetzt! Nicht aufgeben! Alles wird gut!
Nein, er liebt dich nicht wirklich, er hats nur 1 x auf  einen Zettel geschrieben und 1 x am Telefon erzählt. Jetzt schwört er noch kurz auf den Tod seines Meerschweinchens. Eventuell ist sogar was dran an der Sülze. Aber was wird aus Long Jon?? Wenn das gut kommt...
Grosses Feuerwerk der Gefühle jetzt! Erfahrungsgemäss wird sich die Küsserei über mehrere Bilder hinziehen und in Petting münden.
Gähn...
Voilà! Das B.-Wort ist gefallen. Jetzt haben wir den Salat! Falls jemand fragt: Diese Szene hat nie stattgefunden!
Im dümmsten Moment – Geheimcode «Busen» – klingelt das Telefon. Cool T vermutet «was Geschäftliches» und bricht die Übung kurzerhand ab. Ein Plattenhändler, der ihm mitteilt, dass sich das neue Sash!-Release verspätet?
Vermutlich gehts doch nicht um Sash!, sondern um einen schmutzigen Typen.
Bärenhunger-Tommy schlägt vor, frühstücken zu gehen. Armenhäusler-Anna hat leider kein Geld.
Prinzessin, du kannst dich als eingeladen betrachten. Die Bezahlung wird er sich später in Form von körperlicher Zuneigung zurückholen – mit Zinseszins. Geheimcode: «Busen».
Ob dieser Quadratmeter Aufschnitt reichen wird für zwei Personen? Die Schlachtplatte Deluxe hat T. geordert, da ihm für seine neuste Eroberung nur das Beste gut genug ist. Der Begriff «Gourmet» wird hier neu definiert.
Lachs-ie nicht aus, dafür hat sie in ihrem Leben schon sechs Tonnen Schweinebraten und ein halbes Pferd gegessen.
Tommy Dee scheint noch eine andere Einnahmequelle haben. Damit Anna nicht weiter nachfragt, präsentiert er ihr sein schleimigstes Lächeln.
Erst Lachs, dann Champagner (aka «Mit Alkohol angereichertes Trauben-Erzeugnis, kann Spuren von Kohlensäure enthalten») – Unsere Anna hat wirklich das grosse Los gezogen!
Auf immer und ewig – nicht kürzer, nicht länger. Auch bei den Schwüren wird mit der grossen Kelle angerichtet. Nur etwas trübt den perfekten Augenblick: Die Gläser könnten richtig gefüllt sein, wenn sie schon so klein sind.
Typ A gesellt sich zu den beiden Turteltauben und schwadroniert etwas von CDs. DJ Typ B wiederholt, Typ C sei nicht sauber. Jetzt heisst es: Überblick wahren. Anna scheint jedenfalls mächtig beeindruckt vom Typ As Auftritt.
Typ A scheint Trance-Produzent zu sein. Die ganze Nacht hat er durchgearbeitet, um Cool Ts DJ-Koffer mit neuen Techno-Perlen zu füllen – und wie dankts ihm dieser Lümmel? Genau, er frühstückt sich mit seiner Miss Mistgabel in den süssen Tag hinein. Dolce far niente ist hier nicht, Freundchen!
Nach DJ Kotzbrockens Abgang wirft Tommy Cool T. den Köder aus. Geschickt bagatellisiert er Annas bevorstehender Auftrag.
Die Ärmste hat keinen Schimmer, auf was sie sich einlässt und bietet – naiv wie sie ist – ihre bedingungslose Mithilfe an. Sie freut sich sogar, wenn sie ihrem T-Bone die Füsse küssen darf.
«Recht schnell überreden» lässt sich Tommy. Komisch. Die paar ganz seltenen CDs zu Typ C bringen – nichts leichter als das. Das wird sie packen, unsere Anna, drücken wir ihr die Daumen! Toi toi toi! Hals- und Beinbruch. Petri heil!
Asi-Sassy besucht Asi-Papi, der sich – wie es sich um diese Uhrzeit gehört – den Nachmittag schöntrinkt. Sassy hat vermutlich geklingelt und ist dann selbständig ins Haus gegangen. Denn der Vater hat ihr bestimmt nicht die Türe geöffnet und Anna ist ja nicht da. Ganz schön abgebrüht!
MC Schädelspalter braucht jetzt eine Schulter zum Anlehnen. Sassy ist zur Stelle. Schädi beichtet: Ich habe Schulden! Sein kühner Plan: Annas Gaul an die lokale Pferdemetzgerei verkaufen. Gibt 500 Mark Fuffzig, Problem gelöst.
Der Stamm fällt nicht weit vom Apfel: Jetzt weint auch noch Cool Bauer V. Seinen grössten und letzten Schatz (=Anna) hat er nun auch noch verloren. Dabei hat er doch sein Ein-und-Alles gehegt und gepflegt wie ein Gärtner seine Pflänzchen. Manchmal ist das Leben einfach unfair. Alle haben sich gegen ihn verschworen, nur Sassy hält noch zu ihm (und der Gruber-Bauer).
Anna wird von hinten angesprochen. Bäng. Typ C kommt ins Spiel. Er sieht noch schlimmer aus, als ihn Tommy Cool T. beschrieben hat. Seine Hose war damals angesagt, als gäbe es kein Morgen. Diese Seitentaschen... wir 90er hatten den Stil im festen Griff.
Der geheimnisvolle Unbekannte scheint ziemlich scharf zu sein auf die CDs. Dringend will er sich die neusten Hardtrance-Hits geben. So war das früher: Die angesagten Tonträger wurden den Händlern regelrecht aus den Händen gerissen. DJs stritten sich in Plattenläden, wer die neusten Meisterwerke kaufen durfte.
Der Trance-Süchtige bezahlt gut: Ein Bündel Hunderter muss für neun CDs schon drinliegen. Kunst kostet. Musiker müssen schliesslich auch von was leben, ihre Rechnungen bezahlen. Musiker sind auch nur Menschen. Mal lachen sie, mal weinen sie, mal scheint die Sonne, mal regnet es. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf. Wer bis hierher durchgehalten hat: Es zahlt sich allmählich aus.
Was fragt sie so blöd? Darunter sind Scheiben wie Dream Dance 18, D-Trance 4 und Futurescope 7 (Classic!), die kosten eben! Gut Musik will Mark Fuffzig haben!
Landei Anna bleibt zurück wie ein begossener Königspudel. Interessant: Das «Bündel Hunderter» stellte man sich irgendwie bündeliger vor. Aber Banknoten gehören auch eher zu den teureren Requisiten. Gut Requisit will ebenfalls Mark Fuffzig haben. Die nahe Zukunft zeigt: Das Geld wurde für andere Requisiten ausgeben. Aber DIE hatten es in sich. Lasst euch überraschen. Die Geschichte dauert noch unfassbar lange. Wer nochmals zur Toilette muss, sollte das JETZT erledigen.
Die flotte Raver-Braut Sassy befingert nun Long Jon, der gerade mit dem Aufrollen eines langen Schlauches beschäftigt ist.
Sassy tut so, als läge ihr Tessas Schicksal am Herzen. In Wahrheit heckt sie lediglich den nächsten Plan aus, wie sie Anna zum Weinen bringen kann. Wie es unter besten Freundinnen halt so üblich ist.
Malcom ist entsetzt: Bitte nicht zu diesem Tommy T. Cool DJ.org. Zu allen, aber nicht zu dem.
Mit gutem Grund hat Anna Cool Tommys Adresse immer verschwiegen. Sie weiss zumindest, dass er Tommy heisst. Das war bisher niemandem klar (ausser allen). Und: Er kommt aus München. Now we're talking.
Anna fragt nicht weiter nach. Wieso auch? Ist ja nur alles sehr suspekt, also kein Grund zur Aufregung. Big Tommy L schlägt vor, für Anna einen Fummel kaufen zu gehen. Als Münchner weiss er: Landei-Style is' nich'. Ein paar Rave-Klamotten wären angesagt.
Anna sieht ein, dass sie mit ihrer Bauerntrampel-Kluft nicht mal einen kaputten Blumenttopf gewinnen kann.
Schon besser! Aufgedonnert wie eine Rave-Granate macht sie eine Falle, die sich gewaschen hat.
Hoppla! Trotzdem: Eine kluge Umkleidekabinen-Konstruktion. Jeder Tölpel kann beim Vorbeigehen einen Blick erhaschen. Und diesmal hat sich der Blick gelohnt: Anna steht an der Schwelle zu nackig, lediglich ein H&M-BH trennt Tommys Augen noch von seinem vollkommenen Glück (Stichwort: «Busen»).
Das ist es!!!! Wenn man lange auf Annas Top starrt, sieht man das Empire State Building in 3D! Endlich ist sie salonfähig. Ihr Vater wäre stolz auf sie.
Tommy hängt den Macker raus und gibt 7 Mark und 10 Reichspfennige Trinkgeld. Die Verkäuferin muss sich vor Schreck am Nadeldrucker festhalten. Wahnsinn! Als CD-Zwischenhändler lebt Cool T. auf der Sonnenseite des Lebens.
Anna bedankt sich für die tollen Geschenke mit einem spontanen Petting.
Nun darf auch Anna mit ins «Outspace» – mit ihren neuen Klamotten spielt sie in einer neuen Liga.
Tommy und Anna verabschieden sich. Er geht ins Bad, sie beeilt sich. Später wollen sie sich wieder treffen. Das könnte spannend werden! Dranbleiben jetzt!
Oha! Bitte nicht... (Apropos: Hier die Verantwortlichen für diese tolle Foto Love Story, extra gross hervorgehoben. Kurz ihner Arbeit gedenken, danke).
...also doch: Drogen! «Ecstasys»! Zu Hülf. Vermutung: Hier haben die Macher irgendwelche Bonbons mit Wasserfarbe angemalt. Da noch ein paar Herzen, hier noch ein Smiley... fertig die gute Laune. Oder vielleicht war im Pillenwerk in Holland auch einfach die Presse defekt, deshalb wurde das Herz mal so, mal so.
Hoppla! Falscher Zeitpunkt, falscher Ort!
Verzweifelt versucht Cool T, seine cool Es zu verstecken. Aber Anna ist ihm dicht auf den Fersen.
Mach das NIE WIEDER! Tommy rüht die Werbetrommel für ein mögliches späteres Zusammenleben. Kommt die Alte einfach so ins Badezimmer, als er gerade das Booklet der «Trance Mission 14» studieren wollte.
Och... jetzt tut sie einem schon fast wieder leid... sie hat es schliesslich auch nicht einfach mit Schädelspalter MC unter einem Dach... och... Im nächsten BRAVO: Findet sie heraus, dass er sich gelegentlich bunte Pillen gibt und falls ja: Was sagt sie dazu??? Wartet eine Woche, oder lest jetzt weiter.
Die extra-coolen Jungs heissen den Star-DJ in der Dorf-Disse willkommen. Dieses Bild ist die eine Hälfte des Bild unten. Ich musste es teilen, da sonst der Text nicht mehr lesbar gewesen wäre. Ihr müsst jetzt alle stark sein.
Tommy stellt seine neue Flamme vor. Das «Outspace» wirkt auf den ersten Blick eher wie ein Jugendtreff. Die blonde Statistin zickt: «Cool T. und Miss Mistgabel... kann das gutgehen???» Ihr Kollege mit der Glanz-Frisur stichelt zurück und hofft, sie des späteren Abends noch Richtung Falle locken zu können.
Er ist bekant wie ein bunter Hund – zur Sicherheit schiebt er mal die Regler eines Mischpultes herum, die garantiert nichts mit DJ zu tun haben. Vielleicht ist es das Licht oder das Garagentor des Diskothekten-Besitzers.
So schön. Dieses Bild könnte man getrost für ein Filmplakat verwenden. «Power of Love – Der Film». Ich würde das Drehbuch schreiben und Lars von Trier könnte es verfilmen.


So ungefähr.

Tommy will Klette Anna loswerden, damit er die Übergänge sauber hinkriegt. Für die künstlerische Freiheit lässt er einen Gratis-Drink springen (Fanta-Korn, 4 Mark Fuffzig).
Zeiten ändern sich, Anna. Biste mal da, biste wenig später schon dort. Vom Kuhstall zur Skyline (und zurück?).
Ein Schleimbeutel der übleren Sorte nimmt unsere Kuhstall-Prinzessin ins Visier.
Schleimbeutel MC schleimt sich zur Begrüssung ein: Er sei Tommys Buisnesspartner und habe alles gar nicht so gemeint. Schon okay. Völlig zurecht will Anna wissen: Welche Geschäfte, wie wo was?
Dirty R. redet sich gekonnt aus dem brenzligen Verhör: Jobs hier, Jobs da, so sind wir in der Szene. Anna gefällt das. Das urbane Miteinander behagt ihr. Ihre Gesichtsmimik verrät: Das nächste Ei kommt bestimmt.
Der Schleimbeutel versucht mit billigen Tricks, das Vertrauen der schönen Bauernstocher zu erschleichen. Er heuchelt Interesse. Sein Markenzeichen: Seine tollen Haare. Besonders die unterhalb der Ohren: Eine Pracht!
Anna vertraut sich dem dümmsten Schleimscheisser des Lokals an und zeigt ihm sogar ein Bild ihrer so gut wie verkauften Tessa. Den Schleimscheisser interessiert eher, wieso sich ein Mädchen ihres Alters ein eigenes Pferd leisten kann. Was er nicht weiss: Sie hat einen tollen Vater, der ihr jeden Wunsch von den Lippen abliest.
Tommy stösst dazu. Er hat gerade etwas Zeit. Wieso auch immer. Vermutlich hat er einen Extra Club Premium Deluxe Mix aufgelegt, die andere DJs für den WC-Gang verwenden. Es bleiben: 9:15.
Im Jugendtreff ist die Hölle los! Aus den Boxen dröhnt «You And I» von Griffin. Und Anna
Tommy und Anna leiten ein Petting ein.
Schleimscheisser Ricky beschliesst, Anna mit selbstgebastelten Wunderpillen gefügig zu machen. Interessant: Bei der Szene im Badezimmer stand «ein Ectasy». Ich wollte es schon lobend erwähnen, denn das klingt erfrischen schweizerisch. Aber hier sind wir back in business... eine Ecstasy... die BRAVO... die SMS... sprachlich werden wir wohl niemals einer Meinung sein, und wenns sichs nur ums Wetter dreht. Fragt mich nicht warum, ich mag euch trotzdem.
Anna kann es kaum erwarten, die aufgelöste Pille aufzusaugen. Schleimscheisser Ricky zieht Leine. Interessant: Wo stehen die? Hinter der Bar? Oder sind in dieser Dorfdisco die Getränke auf dem Dancefloor augestellt?
Anna – ihr Drink verleiht bereits erste Flügel – fand MC Schleimspur eigentlich ganz nett. Tommy T. kennt ihn besser und ist folglich misstrauisch wie ein geprügelter Hund.
Zur gleichen Zeit – die Rave-Fete findet ja um 18 Uhr statt – verhandelt MC Schädel mit einem lokalen Pferdehändler, der Tessa eine erfolgreiche Zukunft im Verwurstungs-Business voraussagt. «Ich bring dich ganz gross raus!», so seine Worte.
Na ja, 600 Mark müssten für das Lieblingspferd der Tochter schon drinliegen, ja? Ja? Ne? Na? Wenn schon Herzen brechen, dann zu einem ordentlichen Tarif.
In der Zwischenzeit lässt Anna die Tanzfläche explodieren. Gegen die aufgedonnerte Raver-Braut sieht das Mauerblümchen mit Brille ganz schön blass aus. So bauchfrei wie unsere Anna ist an diesem Abend nur unsere Anna.
Anna geniesst die Situation in vollen Zügen – dieser Moment wird Ihnen präsentiert von MDMA.
Tommy T. Cool traut seinen Augen nicht: Seine Trance-Hits sind ja schön und gut, aber deswegen derart ausflippen? Ob da wohl etwas anderes dahinter steckt? Z.B. ein Drögelchen?
Tommy legt wieder einen Extended Club Mix auf und hat so alle Zeit der Welt,  auf dem Dancefloor seine rüstige Schweinebäuerin Anna aufzufangen. Mittlerweile ist ihr kotzübel.
Apropos kotzübel: Wenig später vomitiert sie sich auf der Toilette den Frust aus der Seele. Gut Drog will negative Folg haben. Oder in gutem, alten Volksdeutsch: Wer Pillen schmeissen kann, kann auch kotzen.
Hier ist nicht ganz klar, ob sie meint: Die Welt dreht sich nur um mich – oder: meine Sinne befinden sich auf der berühmten Karusselfahrt. Ihr Gesichtsausdruck verrät: Eher Variante B mit Option auf ein Ei legen.
Wie für unter Star DJs üblich, lässt Tommy T den Job vorzeitig sausen. Ein vorgefertigter Mix auf Endlosschlaufe – diese Dorftrottel mekens ohnehin nicht.
Hoch und Tief geben sich im Minutentakt die Klinke in die Hand. Momentan befindet sich unsere rüstige Schweinebäuerin wieder in einem Regenbogen der Glücksgefühle. Das könnte jetzt auch interessant für unseren Trance-Gott werden. Codewort: «Petting».
T. legt «Up & Down» von den Vengaboys auf, um Anna zu beruhigen. Der tiefgründige Text ist Balsam für ihre Seele.
Verfehlt, die Wirkung! Als sich Mouse T. umdreht, ist unsere Ecstasy-Prinzessin bereits damit beschäftigt, sich die Kleider vom Leib zu reissen.
Beflügelt von den Wunderpillen weiss das Stall-Luder ihre Reize geschickt einzusetzen. Hemmungslos flirtet sie ihren Platten-Papst an und signalisiert: Hier läuft noch mehr, Bürschchen, hier und jetzt, das volle Programm!
Wie eine Sexarbeiterin im Schaufenster präsentiert Anna ihre flotte Unterhose. Dem aufmerksamen Leser und der aufmerksamen Leserin ist nicht entgangen: Tommy T. 2000 ist womöglich weniger arschlochig, als man nach den ersten Bildern gedacht hat (als er lackaffig auf den Hof kam, der alte Affenkopf).
Verantwortungsvoll wie er ist, erzählt Tommy seiner Drogenkönigin noch eine Gutenachtgeschite (Wolf, bös'; Ziegenfamilie, nett) und entlässt sie dann in die wunderbare Welt der Ecstasyträume.
Ja, das haben wir nun auch gemerkt – aber danke, dass Du es nochmals laut denkst. Du bist voll in Ordnung, Cool T.. Harter Trance, weiche Schale. Nur: Was wird eigentlich aus Long Jon? Der war doch auch ganz in Ordnung? Egal, Anna soll sich morgen (früh) entscheiden.
Good Morning Sunshine, wie war die Nacht? Ricky ist schon da und was überziehen wäre vielleicht auch ein Thema für die nahe Zukunft.
Was tun? Genau, Sassy anrufen.
Nach Kater und Ricky komplettiert nun Sassy das Trio Infernale. Eine alte Regel besagt: Wenn du gut drauf bist, halte dich von Sassy fern.
Ah da haben wirs schon: Keine 15 Sekunden und das Glück verabschiedet sich. Tränen, Wut, Trauer. Ganz die alte, unsere Sassy.
Beste Adresse für Probleme aller Art: Tommy und sein schmieriger Lackaffen-Kumpel Ricky.
Huch, Drogen, bloss weg hier!
«Nur unter Freunden» – einer zum sich hinter die Ohren schreiben, liebe Dealerfreunde!
Doch, es geht ihr super – die tollen Neuigkeiten, die du ihr heute morgen übermittelt hast, machens möglich.
Leider geht es Anna noch nicht schlecht genug, also legt Sassy noch eine Schippe drauf: Ein lokaler Pferdemetzger zeigt sich bereit, Tessa zu essa.
Es wird immer schlimmer... unsere Anna ist wirklich nicht zu beneiden! Eben noch im siebten Himmel, wenig später in der ersten Hölle! Hölle, Hölle, Hölle!
Verzweifelt blickt Anna in die Ferne. Immer noch denkt sie den Namen ihres Pferdes im Gänsefüsschen-Modus. Als wäre der arme Gaul nicht schon genug gestraft mit seiner schrecklich netten Familie im Brennpunkt.
Das wäre nun der zweite Teil des Bildes. Hoffentlich seid Ihr nicht überfordert, die Erklärung gehört eigentlich auch zum Bild oben. Versteht Ihr? Braucht Ihr eine Zeichnung? Ja? Ne? Ja? Ne!
Tolle Aufmunterung: Vergiss das geschlachtete Lieblingspferd, mach dich hübsch, wir gehen auf eine Party mit LAUTER WICHTIGEN LEUTEN!!!!! Hört Ihr? WICHTIGE Leute! Da ist selbst der wichtigste Gaul in Sekundenschnell vergessen.
Anna handelt in dieser Situation richtig: Sie schmeisst eine Gute-Laune-Pille. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragt sie bei der nächsten Gelegenheit ihren Arzt oder Apotheker.
Hey cool it – darf ich vorstellen: Die wichtigen Leute. In Zahlen: Der schmierige Lackaffe Ricky, sein schmieriger Kollege, den wir in Bälde kennenlernen – plus ein paar Menschen, die schon rein äusserlich aussehen, als wären sie extrem wichtig. Bitte Abstand halten. V-I-P!
Die zwei Schleimscheisser besprechen die Situation. Die Braut ist bereits reserviert.
Der Typ links – nennen wir ihn Pit – bietet seinem Kollegen unappetitlichen Fäkal-Sex gegen ein Treffen mit der schönen Anna.
Dieses Angebot kann Schleimscheisser Ricky nicht ausschlagen – umgehendst macht er sich auf den Weg Richtung Tommy Cool T. Seine schleimige Anmache kommt bei T. Cool DJ schelcht an.
Ricky erzählt Tommy von der Chance, an einen Braunen von Pit zu kommen. Tommy zeigt wenig Verständnis.
Ricky droht Tommy mit einem Penis-Griff aus der traditionellen asiatischen Kampfkunst.
Pit startet die totale Offensive und hört sich geduldig Annas Gejammer über «Tessa» an. Er hört aber nicht nur zu, sondern liefert auch Lösungsansätze. Lasst uns seinen Weg aus den Schulden anhören, liebe Freunde! Geben wir ihm eine Chance. Schaut ihn euch an... könnnen diese Augen lügen? Kann die Farbe dieses Poloshirts lügen? Kann seine Locke lügen?
Gute Ausgangslage: Sie würde fast alles tun, um ihren Ackergaul zu retten. Da kennt Pit zufällig einen Kollegen mit einem Schuppen für Pferderettung und andere Angelegenheiten.


Wie es weitergeht, lest Ihr in Teil 2 (HIER KLICKEN). Etwas sei verraten: Es wird nur noch besser. PS: Kommentare und anderes Feedback jederzeit willkommen!

Kommentare:

  1. Noch mehr Poster-Kunst in Bild 28 links:
    kopulierende Koalas

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  2. Vielen Dank! Bringt mich immer wieder zum lachen!

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  3. Danke, sitze allein vor dem Bildschirm und lache Tränen wie ein Hohler :D

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  4. Ha! Vielen herzlichen Dank, das ist wieder köstlich. In freudiger Erwartung klicke ich auf Teil 2.

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  5. Bin mal gespannt was Jon noch so zu bieten hat .

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  6. Da lag ich gerade krank tausende Kilometer von Deutschland entfernt und dachte mir, jetzt so ein Bravo-Roman wäre nicht schlecht (Nostalgie lässt grüßen), und stolperte in einem Forum über den Link hierher. Danke, der Blog hat mir den Abend sehr versüßt :) Nach etwa 1,5 Stunden bin ich mit Teil 1 durch, mal sehen wie lange ich für Teil 2 brauchen werde...

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  7. Wuhuhu! Endlich wieder ein neuer (kommentierter!) Fotoroman! Schade, dass ich jetzt ins Bett muss, aber morgen lese ich dann (heimlich) den zweiten Teil. :-)

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  8. "@gummistiefel_anna HDL ruf an <3 #CoolT #romantic"

    Ich hab mich weggeschmissen :D

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  9. Geil! Die gestreifte Hose oben auf Bild 38 hatte ich auch! Mann, war ich hip :D

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  10. Hahaha, danke für die Bild-Kommentare! Wirklich großes Kino :D

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  11. Also als Neuzigerspezialist sollte man "Postergesicht"schon erkennen als Leonardo DiCaprio. Das Poster hatte ich damals bestimmt auch. Hach.
    Vielen Dank für die fantastische Prokrastinationsvorlage!

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  12. Du bist echt genial! Muss die ganze Zeit lachen :'D

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