Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Sonntag, 7. Juni 2015

Browser Tuning (2000)

28k-Leitung? Zack, Problem gelöst.
Gute Nachrichten für alle, die hier gerne kommentierte Fotoromane lesen würden, aber nicht können, weil ihre Datenleitung zu lahm ist. Und wenn sie sich denn mal an den Download machen, kommt Vati ins Zimmer gestürzt, weil schon wieder seit Stunden die Leitung besetzt ist. Das alles gehört nun der Vergangenheit an, denn hier kommt das «BRAVO-Browser-Tuning 2000»! Gut festhalten, denn nun geht's «Mit Vollgas über den Daten-Highway». Browser bedeutete damals übrigens noch Internet Explorer. Microsoft hatte Hauptkonkurrent Netscape in den 90ern im sogenannten «Browserkrieg» (1995-1998) vom Markt verdrängt und breitete sich zur Jahrtausendwende genüsslich in der von Windows-PCs dominierten Computerwelt aus. Der Haken: Der Internet Explorer ist bekanntlich alles andere als das gelbe vom Ei und wurde in der Folge nur noch von Menschen verwendet, die nicht bemerkt hatten, dass es in der Zwischenzeit bessere, kostenlose Alternativen wie Firefox oder Opera gab. Also ungefähr so wie der japanische Soldat Onada Hiro, der sich bis 1974 auf einer Insel verschanzte, weil er nicht mitbekommen hatte, dass der Zweite Weltkrieg bereits 1945 zu Ende ging und sämtliche Hinweis als Propagandafalle der Amerikaner deutete.

Rund 40 Jahre später hat dann auch Microsoft erfahren, dass der (Browser-) Krieg zu Ende ist und so wurde der Internet Explorer im März 2015 endgültig eingestampft. Endlich! In unseren Herzen lebt er aber weiter, denn irgendwie ist er auch kult. Wie alles, was Microsoft über die Jahre verbrochen hat (z.B. lustige Fehlermeldungen, fehlende Treiber oder 1000 Problemhinweise, die aufpoppten, wenn man Windows 2000 hochfuhr). Der Nachfolger heisst übrigens Edge und ist vermutlich besser, als man im ersten Moment denkt – wie alle neuen Microsoft-Produkte, mit denen sich das Unternehmen gerade neu erfindet. Lange Rede, kurzer Sinn, hier der nützliche Artikel darüber, wie ihr das Allerletzte aus eurem Browser herauskitzelt und eure Mitsurfer auf der linken Spur des Daten-Highways überholt. Weil wieder mal alles viel zu klein wäre, um es mit unseren altersschwachen Augen lesen zu können – wir sind schliesslich auch nicht mehr die Allerjüngsten – sind die einzelnen Passagen wieder feinsäuberlich zurechtgeschnitten.

Das ist der Titel. Er wäre zwar auf dem Bild unten auch sichtbar, aber ohne den Ausdruck «Daten-Highway».

«Weltweite Warterei» – das muss nicht sein. Erfahreren Surfer meiden beispielsweise die WWW-Rushour um die Mittagszeit, wenn alle Hausfrauen das Rezept für Omas Hackbraten altavisteln.


Das macht Sinn: Soundwiedergabe deaktiveren, wenn man gar keine Boxen hat!

 
Dieses Fenster gehört ebenfalls zu den Microsoft-Kult-Errungenschaften der Internet-Geschichte. Da konnte man nicht nur die «Temporären Internetdateien» in die Wüste schicken, sondern auch den Verlauf und somit die eigene Geschichte löschen. Aus, Ende, vorbei. Finito! Da NSA, Google und die deutsche Regierung noch nicht alles sicherheitshalber mitschnitten und -speicherten, konnte man Ausflüge auf dem Daten-Highway per Mausklick ungeschehen machen. Selbst wenn man mal zu schnell fuhr oder falsch abbog. Das stellte man sich damals zumindest so vor.


Öffne dein Herz, deinen Geist und deine Kanäle! Nur so machst Du das Internet auch ohne Telefonleitung verfügbar. Oder du kaufst das Magazin «Online Praxis» mit 1000 Internetseiten auf CD (Link).

Auf der gegenüberliegenden Seite übrigens noch diese frohe Botschaft: die PS2 kommt!





Kommentare:

  1. 128-bit-prozessor! Das sollte mal jemand Intel sagen!

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  2. Irgendwie witzig, wie jede Konsolengeneration quasi das gleiche verspricht...

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  3. Altavisteln. Brüller!
    Wobei ich damals durchaus ab und an mal firegeballt habe.

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