Seit meinem Comeback damals im Oktober 2026 (man hat das Gefühl, es sei gestern gewesen) erreichen mich viele Fragen. Zwei sind besonders oft dabei. Erstens: Wird es je wieder einen kommentierten Fotoroman geben? Antwort: Jein. Mehr dazu später. Zweitens: Gibt es Geheimzeichen, die man verwenden kann, um im Internet Nachrichten zu versenden? Antwort: Ja! Ich habe in einem Micky-Maus-Magazin von 1999 eine praktische Übersicht gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will. Den Ausdruck der Smileys erkennt ihr, wenn ihr euren Dell-Monitor um 90 Grad nach rechts dreht. Dann wird klar: Euer Gen-Z-Kind meint mit :-x nicht etwa: «Die Lösung dieser herausfordernden, aber motivierenden Rechenaufgabe ist: -x, Herr Gevater!», sondern: «Maul halten, Millennial-Affe!»
Samstag, 24. Oktober 2026
Donnerstag, 15. Oktober 2026
Schon zurück!
Ich war nur kurz Zigaretten holen. Auf halbem Weg brach eine Pandemie aus. Danach gründete ich die eine oder andere Familie, wechselte den einen oder anderen Job und baute das eine oder andere Haus (mit den EIGENEN HÄNDEN!).
Ich habe euch aber nie vergessen, versprochen. Und es tat mir leid, dass einige dachten, ich sei ums Leben gekommen oder noch schlimmer, ich hätte einfach keine Lust mehr, den Blog zu betreiben. Eigentlich hatte ich in der Anfangsphase des Zigarettenholens lediglich keine Zeit mehr. So richtig keine Zeit mehr.
Später war ich dann frustriert, dass ich es nicht schaffte, das uralte vongestern-Template zumindest mal responsive zu machen (das bedeutet, dass ihr den Blog auch auf eurem Nokia 3310 lesen könnt). Danach wollte ich den Blog zu Wordpress umziehen und scheiterte an der immensen Masse an Daten und Anzahl Dateien. Und dann war ich frustriert, dass ich so viele unbeantwortete Nachrichten einfach unbeantwortet liess. Das war alles plötzlich so weit weg und in Relation unwichtig. Es kamen immer mehr Nachrichten und ich mochte gar nicht mehr hinsehen.
Vielleicht musste wirklich erst eine Technologie entwickelt werden, die die Menschheit in den Abgrund reisst, auf dem Weg dahin aber noch für lau mein Web-Design-Problemchen lösen kann. Irgendwo zwischen Kinderbetreuung und Mittagessenkochen spuckte mir Claude gestern innert Sekunden einen Code aus, der schon beim ersten Versuch funktionierte. Kann man alles noch optimieren, ausbauen und schöner machen. Verschnörkeln und liebevoll verzieren. Wandtattoos mit «But First Coffee» oder «Carpe Diem» anbringen. Aber der Anfang ist geschafft.
Geht's jetzt weiter? Ich schaue mal. Ich war auch schon unmotivierter. Die Vorstellung, den Labrador kraulend, mit der anderen Hand Beiträge schreibend, im World Wide Web (www) eine KI-freie, kleine Insel zu betreiben, ist gross. Oder habt ihr schon mal einen Fotoroman-kommentierenden Roboter gesehen? Da, nimm, Roboter-Depp! Beim letzten Beitrag, 2019, war die Welt noch eine andere. Ich fühle mich wie ein Zeitreisender, der aus der Vergangenheit kommt und in einer Gaga-Epoche landet. Seven Years in Tibet. Aber jetzt wird alles gut. Vielleicht.
PS: Ich, m, Nichtraucher, war gar nicht Zigaretten holen. Aber der Rest stimmt.
PS2: Ich habe erst jetzt gesehen, dass das Kommentarsystem während meiner Abwesenheit geändert hat und über 400 Kommentare – kein einziger Spam darunter – auf Freischaltung warten. Ich schalte alle frei. Danke. Scheinbar kommen manche Leute regelmässig hier vorbei, um zu schauen, ob sich was tut. Hoffentlich tun sie es weiterhin. Kussi.
Dienstag, 21. Mai 2019
Das wurde auch Zeit: Der COMPUTER für alle! (1983)
Hannover, Düsseldorf, Stuttgart – Zentrale: Aachen. ENDLICH! Der Computer für alle. Vobis macht's möglich. Das Beste: Daten und Programme können auf normalen Kassettenrecordern gespreichert werden.
Da die meisten jungen Leute gar nicht mehr wissen, was ein Kassettenrecorder ist, ist eigentlich auch diese Information nur noch halb so lustig.
Sonntag, 19. Mai 2019
Quix (1997)
Quix Nicole, was du denkst! Mit Quix kann sie deine Message unterwegs im Quizx-Netz empfangen ohne Monatsgebühren zu zahlen. Und so quixt du: 01653/2 977941 anrufen, Statement abgeben, und bei Nicole beept's. Und dann? Dann kommt's. (mehr über Quix: http://www.quix.de)
Quix war ein von 1995 bis 2000 betriebener deutscher Pagerdienst. Rückblickend war der Pager eigentlich eine recht nutzlose Erfindung. Für Notärzte und Drogendealer mag das Gerät ja noch einen gewissen Sinn gemacht haben, für Otto Normalverbraucher hingegen war ausser Spesen nicht viel gewesen. Hohe Monatsgebühren, unzuverlässige Technik. Befand sich der Empfänger gerade in einem der zahlreichen Funklöcher, erhielt er die Nachricht nicht zugestellt – und auch nicht nachgesendet. WELTKLASSE hingegen die Werbung. Die fancy 90er-Jahre halt.
Mittwoch, 1. Mai 2019
Wein gehört in jeden Haushalt (1964)
Unser aller Wein! Sind wir dankbar, dass es ihn gibt. Neuerdings auch werktags, denn er ist ja kein Luxus mehr. Der Slogan «Wein aus deutschen Landen» wurde ab den Fünzigern auf Weinkisten gedruckt, die scheinbar in Deutschland Klassiker waren und sind (und entsprechend an jeder Ecke im Internet gebraucht oder als Neuanfertigung zu Dekozwecken gehandelt werden).
Also nicht vergessen beim nächsten Shopping-Ausflug: Weinkauf – leichter Einkauf!
Sonntag, 28. April 2019
Hitparade mit Frank Elstner (1975)
Frank Elstner ist aktuell wieder in aller Munde. Weil er über seine Parkinson-Krankheit gesprochen und gleichzeitig seine «Abschieds-Tournee» gestartet hat. Dabei führt er Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten und veröffentlicht sie auf Youtube. Erste Folge: Jan Böhmermann (Link: HIER). Na ja. Stern.de hat danach geschrieben, das Gespräch hätte die Zuschauer zu Tränen gerührt und Elstner Böhmermann «viel entlockt». «Wetten das war’s» nennt der Erfinder von «Wetten, dass?» sein neues Format.
1975 war Elstner einer der Shooting-Stars beim deutschsprachigen Programm von Radio Luxemburg, aus dem später unser allseits geliebter TV-Sender RTL hervorging. Nicht zu verwechseln mit dem Sender RTL2, der später aus dem allseits geliebten TV-Sender RTL hervorging. Apropos RTL2: Da habe ich vor wenigen Tagen eine irre starke Sendung gesehen. «Armes Deutschland» war der doppeldeutige Titel. Wunderschöne Szenen, die den Zuschauer ebenfalls beinahe zu Tränen gerührt hätten. Eine junge, schwangere Frau erklärte dem Kamera-Team, im siebten Monat würde sie dann wirklich mit dem Rauchen aufhören (aktueller Stand: fünfter Monat). Ihr Mann – eine besonders helle Kerze – antwortete darauf mit zwei denkwürdigen Statements. Erstens: Wenn er es wollte, müsste und würde seine Frau sofort mit dem Rauchen aufhören. Da er selber rauche und wisse, wie schwierig der Verzicht sei, dürfe sie weiterrauchen. Zweitens: Die Raucherei seiner schwangeren Partnerin habe auch was Gutes: Das Kind käme so schon etwas erwachsener zur Welt. Weil das Kind schon im Mutterbauch geraucht hat und rauchen macht bekanntlich erwachsen. Juti.
Zurück zu Frank Elstner: Wer die Sendung schauen (und womöglich zu Tränen gerührt werden) möchte: hier.
Samstag, 27. April 2019
Gruppe berufstätiger lesbischer Frauen sucht Gleichgesinnte ab 30 (1977)
Juti. Nichtsdestotrotz haben mich die vielen Nachfragen via Social Media, ob mit mir alles okay sei, gefreut und um ehrlich zu sein auch etwas gerührt. Danke dafür und Kussi!
In der Zwischenzeit habe ich zum Beispiel meine unfassbar große Zeitschriftensammlung auf den Dachboden verfrachtet, schön sortiert, nummeriert – unfassbar. Gott sei Dank habe ich einen großen Dachboden. Irre stark!
Mehr dazu später. Ich habe gestern von einem netten Leser den beim-Aufräumen-eine-alte-Emma-Ausgabe-von-1977-gefunden-Beitrag zuschgeschickt erhalten – zusammen mit dem Ratschlag: «Bezüglich Fotoroman: Lass dir Zeit! Besser ein zweites Chinese Democracy als etwas wie Indiana Jones 4!»
Ich will eigentlich kein zweites Chinese Democracy, aber – Message angekommen. Immerhin war Chinese Democracy eigentlich gar nicht so übel, im Gegensatz zu Indiana Jones 4. Ich arbeite dran.
Hier also die Konaktanzeigen aus einer 1977er-Ausgabe der Frauenzeitschrift Emma. Eine Frau (21) möchte beispielsweise gerne an der Produktion von Filmen mit Frauen und über Frauen mitarbeiten. Ich eigentlich auch.
Sonntag, 18. November 2018
Schärfer fernsehen mit Sony (1975)
Dienstag, 30. Oktober 2018
An die Nadeln, Genossinnen: Strick-Inspirationen aus der Sowjetunion (1989)
Privet, liebe Sportsfreunde! Heute wieder einmal eine Rarität, die einem nicht jeden Tag über den Weg läuft. Das Magazin «Stricken 89» zeigt, was vor 30 Jahren hinter dem eisernen Vorhang gestrickt und getragen wurde. Die Qualität der Fotos lässt teilweise etwas zu wünschen übrig, aber wir wollen uns ja nicht beschweren. Die nächste Strick-Saison steht nicht nur vor der Tür, sie hat soeben begonnen.
Sonntag, 28. Oktober 2018
Übrigens:










