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Sonntag, 28. Oktober 2018

NBC GIGA (2001)




Samstag, 31. März 2018

Wappen bis der Arzt kommt (2001)


Was auch immer WAP ist oder war. WAP spielte eigentlich nie eine relevante Rolle, die wenigsten Menschen wussten, wie und wo man es verwendet. Umso dreister, dass WAP bis vor kurzem vom Schweizer Fernsehen als Vorwand genutzt wurde, um kostenpflichtige Gewinnspiele zu legitimieren. Diese mussten immer einen kostenlosen Teilnahmeweg bieten. Also gestaltete man den so schwierig wie möglich. Oder gleich so, dass die meisten Menschen überhaupt nicht wussten, wie es denn ginge, wenn man denn wollte.

Dienstag, 6. März 2018

Datenschutz-Tipp des Tages (2001)

Der heutige Datenschutz-Tipp wird präsentiert von BRAVO. Er ist auch heute noch anwendbar. Wenn Ihr also in diesem Internet einem «umfangreichen Online-Formular» über den Weg läuft, nehmt euch ruhig Zeit, es akribisch genau auszufüllen. Denn: It's all for the reibungslose Kommunikationn. Schuhnumer nicht vergessen!




Jetzt seid Ihr vermutlich 1A neugierig geworden, was es sich mit diesen «Messengern» auf sich hat, ja? Ne? Was? Gerne liefere ich den GANZEN Artikel über sie nach. Und er wir euch interessieren, denn: Messenger seien THE NEXT BIG THING. Oder noch krasser formuliert: Messenger sind die neuen E-Mails! DIE NEUEN E-MAILS!

So sah der gesamte Artikel aus – danach gehen wir nahtlos zum Text über (zwecks Lesbarkeit).


Ok, ich merke, zumindest am Desktop könnte man den wundervollen Text auch so bereits lesen. Zum Beispiel: «Auf Wunsch ertönt ein Christina Aguilera-Sample, sobald eine E-Mail im Postfach landet».

Hier aber nochmals den Text in XXL:




Und nun wünsche ich Euch viel Spaß und Erfolg mit dem Zauber-Tool Instant Messenger. ICQt mich doch mal an. Falls Ihr mir auf den Senkel geht, streiche ich Euch einfach aus dem Notizbuch (?) – so einfach geht das. Bei Fragen, Anregungen, Kritik, Lob, Petting: networld@bravo.de.

Donnerstag, 24. November 2016

Mister Web (2000)

In der Zeitschrift Connect, Ausgabe 13/2000, habe ich das vermutlich erste Internet-fähige Tablet gefunden. Mister Web stammte aus Deutschland, kostete schlappe 3000 Mark und wog knapp 3 Kilogramm. Ob es wirklich das erste Surfpad war, weiss ich nicht. Aber die von Connect werden es wohl gewusst haben.







Donnerstag, 29. September 2016

Die richtigen Zutaten für 'ne fetzige Fete (2004)

Wovon ich nie genug kriege: Wenn Werbung in einer vermeintlichen Jugendsprache Jugendliche ansprechen will, damit meilenweit daneben liegt und am Ende wohl sogar das Gegenteil erreicht. Mit Vorteil mit sexy Beamten-Absender. Hier: «Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft». Übrigens irre stark, mit welcher Leichtigkeit offenbar die Themen in Deutschland zu Ministerien zusammengewürftelt werden. «Bundesministerium für Wirtschaft, Liebschaft und Pavianärsche».

Kurz: ein besonders schönes Beispiel. Zustand: Miserabel. Inhalt: fetzig! TV-Moderator Marc Langebeck – wer kennt ihn nicht! – gab sich für einer im Kern sicherlich gute Sache hin. Die Aktion «Besser essen. Mehr bewegen. Kinderleicht.» setzte sich dafür ein, dass junge Menschen besser essen und sich mehr bewegen. Und so weniger krank werden. Und so das Gesundheitssystem weniger beanspruchen. Und so.



Weil das Bundesministerium für Vebraucherschutz, Ernährung und Pavianärsche nicht Jugend spricht, wurde wohl eine fetzige Werbeagentur beauftragt. Nicht die Beste. Vermutlich die hauseigene Kommunikationsabteilung, die sonst Flyer für Bauern gestaltet. Flyer, welche den Bauern erklären, wie viel von welchem Pflanzenschutzmittel sie auf eine genormte EU-Gurke kippen dürfen.


Jetzt nur noch kurz herausfinden, wie man die Jugend anspricht und erreicht. Hier eine kurze Anleitung:

  • Das Wort cool bei jeder sich bietenden Gelegenheit verwenden.
  • Englische Wörter und Sätze sind generell fetzig! Klotzen, nicht kleckern!
  • Die drei Hauptthemen der Jugend: Pickel, Beauty und Party.
  • Wenn man Jugendlichen sagt, dass Alkohol und Nikotin uncool seien, sind sie beeindruckt und lassen augenblicklich die Finger davon.
  • Erinnert Euch an Eure Jugend – was war damals angesagt? Das ist mit Sicherheit auch heute noch angesagt. Jugend bleibt Jugend, ne? Ja? Was?
  • Die Jungen trinken auf ihren Feten Bowlen. Auch 2004. Und: Bowlen mit Fruchtsäften und Mineralwasser werden cool, wenn man sie als «Coole Drinks» ankündigt.
  • wenn immer möglich 'ne, 'nen, 'nem einsetzen. Klaro?
  • Coole Wörter und Ausdrücke der zeitlosen Jugendsprache – nach Belieben verwenden, kombinieren, ausprobieren: Xmas, um die Wette funkeln, Party, absolut, fies, Teil, Beauty, Killer, Beautykiller, Gähn..., Kracher, knackig, Food, Power, abtanzen, ohne Ende, scharf, Action, Dance, Contest, lässig, doof.
  • Falls sich die Gelegenheit bietet: Das Wort «Latino-Schleicher» einsetzen.

Eat it!







Dienstag, 27. September 2016

Psycho-Test: SMS-Typ (2004)



Lauscher auf, Simser-Freunde! SMS-Test steht an! Um dem «Psycho-Test» noch etwas Würze zu verleihen, liess BRAVO 2004 auch Usher auf den Test los. Er hat ihn mit Sicherheit selbst absolviert; abends in seiner Villa bei einem guten Glas Wein. Besonders lange musste er wohl bei Frage 6 überlegen. Aber dann stand fest: IHDGDL ist Ushers allerwertvollstes SMS-Kürzel.

Tief blicken liess er dann auch bei Frage 9: «Weiss ich gar nicht». OK!

Bei Frage 2 vongestestelt es dann gewaltig: «Kommst du mit Deinen 160 Zeichen pro SMS aus oder musst Du immer überziehen?» Vermutlich ist «SMS überziehen» eines dieser Dinge, welches die Generationen in «wissend» und «unwissend» unterteilt. So wie z.B. die halbjungen Menschen heute das berühmte Bild mit der Kassette und dem Bleistift nicht verstehen. Oder ein Kollege hat mir kürzlich erzählt, ein Jugendlicher habe seine Wählscheibenhandbewegung nicht als Telefon interpretieren können. Und den Modem-Einwähl-Ton kennt man entweder – oder eben nicht.

True Story! So. Habt Ihr den Test ausgefüllt? Dann gingen wir nun zum gemütlichen Teil des Abends über: Der Auswertung. Wie im richtigen Leben gilt: Bei Gleichstand zählt Blatt vor Stern, Stern vor Herz, Herz vor Sonne. Macht Sinn. Ohne Gemüse keine Liebe, ohne Liebe keine Solar-Anlage.

Sehr gut gewählt die Prominenten, mit denen BRAVO die SMS-Typen verknüpfte. Zum Beispiel die Erklärung bei Jason Bourne... ähm ja. Oder wie K.I.Z einst sangen: «Weit hergeholt wie die Kinder von Madonna». Gut hingegen der anschliessende Ratschlag: «Wenn du weiterhin so sparsam mit Deinen SMS umgehst, bist du demnächst ziemlich out bei deinen Freunden. Also: Simse los!». Powered by T-Mobile. Und nun: auswerten!





Samstag, 30. Juli 2016

Verschaff dir Respekt (2003)


Obwohl Siemens bereits 1985 ins Mobilfunk-Geschäft einstieg, ist das Unternehmen heute nicht mehr in diesem Bereich tätig. Bzw. ging Konkurs. 2005 erschien das letzte Handy unter dem Namen Siemens, danach versuchte BenQ noch, das Steuer herumzureissen. Ein Jahr später war dann aber endgültig Feierabend. Gründe für das Scheitern waren laut Wikipedia das Verschlafen wichtiger Markttrends und mühsame Softwarefehler in den Produkten. Und offenbar unsäglich hässliche Handys, wenn man das hier gezeigte Modell M55 anschaut. Es gab doch mal eine Zeit, in der auch Stereoanlagen aussahen wie halbstarke Transformer-Figuren auf Crack. Zum Glück sind diese tempi passati.

Vielleicht hätte es der Marke auch nichts geschadet, etwas bessere Werbung zu haben. Beispielsweise solche, die man versteht. Wer verschafft sich hier Respekt und zeigt seine starke Seite? Die junge Dame vor dem Türsteher? Der Türsteher? Hat sich die junge Dame das Logo ihres Liebelings-Clubs auf die Schulter tätowieren lassen, um sich so Respekt zu verschaffen?  Oder will sie damit andeuten, dass sie in ihrer Tasche ein besonders hässliches Handy versteckt hat? Es gibt eine alte Regel: Wenn man Werbung nicht versteht, ist sie scheisse. Der Betrachter ist nie dumm – nur der Werber, der gemeint hat, man verstehe es.

Was zumindest klar wird: 2003 ist schon länger her, als uns allen lieb ist. 13 Jahre, um genau zu sein. Es gibt Menschen, die heute gar nicht mehr so klein sind – zum Beispiel die 13-Jährigen – die damals geboren wurden. Unglaublich! Verflixt und zugenäht, das geht wieder schnell hier. Apropos zugenäht: Man beachte auch die Hose der Dame. Be vielleicht doch nicht so inspired.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Pfui, Popcorn! (2002)




Sonntag, 7. Juni 2015

Browser Tuning (2000)

28k-Leitung? Zack, Problem gelöst.
Gute Nachrichten für alle, die hier gerne kommentierte Fotoromane lesen würden, aber nicht können, weil ihre Datenleitung zu lahm ist. Und wenn sie sich denn mal an den Download machen, kommt Vati ins Zimmer gestürzt, weil schon wieder seit Stunden die Leitung besetzt ist. Das alles gehört nun der Vergangenheit an, denn hier kommt das «BRAVO-Browser-Tuning 2000»! Gut festhalten, denn nun geht's «Mit Vollgas über den Daten-Highway». Browser bedeutete damals übrigens noch Internet Explorer. Microsoft hatte Hauptkonkurrent Netscape in den 90ern im sogenannten «Browserkrieg» (1995-1998) vom Markt verdrängt und breitete sich zur Jahrtausendwende genüsslich in der von Windows-PCs dominierten Computerwelt aus. Der Haken: Der Internet Explorer ist bekanntlich alles andere als das gelbe vom Ei und wurde in der Folge nur noch von Menschen verwendet, die nicht bemerkt hatten, dass es in der Zwischenzeit bessere, kostenlose Alternativen wie Firefox oder Opera gab. Also ungefähr so wie der japanische Soldat Onada Hiro, der sich bis 1974 auf einer Insel verschanzte, weil er nicht mitbekommen hatte, dass der Zweite Weltkrieg bereits 1945 zu Ende ging und sämtliche Hinweis als Propagandafalle der Amerikaner deutete.


Samstag, 10. September 2011

10 Jahre Nine Eleven: Die Schweizer Titelseiten (2001)

Wie wir alle mitbekommen haben, jähren sich morgen die Terroranschläge auf das World Trade Center zum zehnten Mal. Besonders die einschlägigen deutschen TV-Sender scheinen seit Wochen kein anderes Thema zu kennen - die Krönung gestern Nacht war der Film "World Trade Center" mit Nicolas Cages, der so amerikanisch war, dass ich unmittelbar nach dem Zusammenstürzen der Türme einschlief. Entziehen kann sich den Ereignissen niemand - sie haben sich nachhaltig in unsere Köpfe gebrannt. Sie stellen wohl den einzigen Zeitpunkt dar, an den sich jedes volljährige Mitglied unserer Gesellschaft relativ präzise erinnern kann. Alle wissen, was sie gerade machten, als sie davon erfuhren. Erst dachte ich, der Tod von Lady Di sei ein vergleichbarer Fall - bis mir in den Sinn kam, dass ich selbst vergessen habe, wo und wann ich von ihrer Karambolage hörte. Fail!
An den 11.September 2001 hingegen erinnere ich mich genau: Ich stellte für die Schweizer Armee Funkantennen aus dem kalten Krieg auf, damit man sich bei einer allfälligen Invasion sowjetischer Panzerverbände wenigstens darüber unterhalten konnte, wo die nächste Zwischenverpflegung ("Zwipf") stattfindet. Bald machte das Gerücht die Runde, der dritte Weltkrieg sei ausgebrochen und der Oberboss nutzte die Gelegenheit, in einer aufwühlenden Rede darauf hinzuweisen, der Sinn der ganzen sinnlosen Übungen sei jetzt wohl jedem klar geworden. Ab sofort waren sich alle bewusst: Antennen gegen die Taliban! Endlich das langersehnte Berdrohungsszenario! Die Technik funktionierte zwar nach wie vor selten, die Motivation hingegen stiess plötzlich in ungeahnte Sphären vor. Ah nein, doch nicht, aber wir gaben uns Mühe.
Das Beste am militärischen Alltag war - vom Bierautomaten im Esssahl einmal abgesehen - der Service, dass immer am Morgen sämtliche Tageszeitungen zur Mitnahme kostenlos bereit lagen. Im Bewusstsein darüber, dass sie mir zehn Jahre später einmal von Nutzen sein konnten, sammelte ich am darauffolgenden Tag ein paar Expemplare ein. Ha! Gut mitgedacht ist halb veröffentlicht.
Deshalb kommen wir nun in den Genuss verschiedener Schlagzeilen - zum Beispiel derjenigen des Blicks, der dank seinen (wie immer) zuverlässigen Quellen die Opferzahl zwei Tage danach auf "30'000 bis 50'000" schätzte. Als wären die knapp 3000 Tote nicht schlimm genug für eine publikumsattraktive Schlagzeile.



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