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Donnerstag, 3. Februar 2011

Auch das noch: Pac-Man für die Hosentasche, '85

Lucky Pucky / Horten AG / Pac-Man spielen: Pac-Man erblickte 1980 das Licht der Welt und machte sich sogleich auf, die Welt mit einem imposanten Siegeszug zu beglücken. Der Name verdankt der liebenswerte gelbe  Punktefresser übrigens unter anderem der japanischen Lautmalerei "Paku Paku" für "wiederholt den Mund auf- und zumachen". Ursprünglich hiess er "Puck Man" (Englisch für "Kobold"), wurde bei der Lancierung in den USA (1981) aber in "Pac-Man" umbenannt, weil man befürchtete, böse Raufbolde könnten die Automaten mit gezielten Kritz-Attacken in "Fuck Man"-Maschinen verwandeln. Eine ungeheuerliche Vorstellung! So will es Wikipedia - und Wikipedia hat bekanntlich immer recht, zumindest ab und zu.
Pac-Man feierte letztes Jahr seinen 30. Geburtstag, herzlichen Glückwunsch im Nachhinein nochmals.
1985 - also auch ein rundes Jubiläumsjahr - erschien der "Lucky Pucky", ein portables Pac-Man-Spiel. Richtig lizenziert scheint das Gerät nicht gewesen zu sein, auch wenn "Pac-Man" in der Werbung erwähnt wurde. So lehnte man sich lieber wieder an die "Puck-Man"-Variante an - fern jeglicher Angst, Kinder im Flegelalter könnten den Namen in "Lucky Fucky" abändern.


Horten:

Horten war übrigens nicht der Hersteller, sondern eine deutsche Warenhaus-Kette mit geschichtsträchtiger Vergangenheit. Die Geschichte beginnt damit, wie Helmut Horten in den 30er Jahren wie durch Zauberhand acht Warenhaus-Fillialen übernehmen konnte, da diese plötzlich keine Besitzer mehr hatten. Sie handelt von grosser Expanison in den folgenden Jahrzehnten. Sie beschreibt, wie der Architekt Egon Eiermann alle Horten-Kaufhäuser mit sogenannen "Hortenkacheln" (Bild links) einpflasterte und diese teilweise heute unter Denkmalschutz stehen. Sie erzählt, wie in Deutschland das Steuergesetz abgeändert wurde, nachdem Helmut Horten 1968 mit seiner Frau ins Tessin (Schweiz) zog, um dort seine Horten-Aktien steuerfrei verkaufen zu können. Und sie endet damit, wie 2004 die letzten Horten-Fillialen ihre Pforten schlossen. Im Tessin befindet sich übrigens noch heute der Sitz der Helmut Horten-Stiftung, welche sich löblicherweise der Unterstützung medizinischer Forschungsstätten verschrieben hat.

Und was lernen wir daraus? Dass es Zeit ist, eine Runde Pac-Man zu spielen, genau. Online und kostenlos. Vielleicht erreicht ja jemand Level 255 - Glückwunsch. Obwohl das Spiel nämlich gegen oben offen geplant wurde, ist bei diesem Level Schluss. Grund: Level 256 ist aufgrund eines technischen Umstandes unlösbar. Der Pac-Man-Rekordhalter (255 Level ohne ein einziges Mal gefressen zu werden) setzte 1999 sogar ein Preisgeld über 100'000 Dollar aus für das Meistern von Level 256 - ohne Erfolg.




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