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Sonntag, 7. April 2013

Modeknüller der 90er Jahre (1997)

Solange die 90er Jahre noch richtig geschmacksverstaucht sind, sollte man sie geniessen. Die 80er schüttelten ihr Image als Jahrzehnt der Hässlichkeit nämlich vor Jahren ab und gelten heute als kultig, trendsetzend, vorbildlich undsoweiter. Viele sind sich noch nicht bewusst, dass die 90er die neuen 80er Jahre sind (darum betone ich es gerne ab und zu wieder). Und man darf sich sicher sein: Selbst einige der hier gezeigten, sich nahe an der Schmerzgrenze bewegenden Modelle werden wir eines Tages wieder in der Öffentlichkeit antreffen. Bis es soweit ist, schauen wir uns an, wie sich die Jugend vor 15 Jahren kleidete. Damals dachte man, das sei schön - heute mutet das Meiste etwas seltsam an.


Der Kehrichtsack unter den Röcken - atmungsaktiv und vorteilhaft (not). Galaktisch!

So fröhlich war man damals: Sehr fröhlich! Und das zeigte man auch gerne mit Farben und Mustern, die möglichst nicht zusammen passten.

Es ging bei diesem Artikel übrigens nicht darum, wie man sich an Karneval verkleidet.

Strähnchenkamm... abgefahren! War das wirklich ein Kamm mit Farbaufsatz? Dinge erfährt man hier wieder! Hoffentlich sind diese Teufelsdinger ausgestorben!

Unter «absolut scharf» verstand man früher etwas anderes. Absolut daneben hingegen das Modell rechts: Für diesen Fummel mussten zwei Duschvorleger ihr Leben lassen. Zumindest ist etwas Schönes dabei herausgekommen (muss man tragen können).

«T-Shirtkleid» (ein klassisches Unwort!) im «chinesischen Design». Sehr chinesisch, tatsächlich. Damals beschränkte sich die chinesischen Ansprüche in unseren Breitengraden noch auf den Betrieb von Take Aways.

In den 90er Jahren nahmen die 70er Jahre eine prägende Rolle ein. Der ganze 70's-Hype gipfelte in der schlimmsten Sünde des Jahrzehnts: Den Buffalos. Dazu später mehr. 

Kesse Sohle! Aber nicht ganz billig.

Der Knüller seien diese Ringe einst gewesen. Ob es die Marke Home-Boy noch gibt - keine Ahnung.

So schön!

So schön!

Kleiner würde ich die Schuhe nicht kaufen. Vom wilden Westen hatte man in den Neunzigern auch eine etwas seltsame Vorstellung.

Buffalo-Alarm!

CK be von Calvin Klein - kultig?

Dieser Beitrag gab Ratschläge, wie sich eher kleine und eher grosse Frauen kleiden und stylen können. Die kleine Tanja...

...und die grosse Luciana.

Rave on! Eine Bluse in 3D-Optik ist übrigens eine gute Idee. Die Dame in der Mitte verursachte mit ihren Mustern Kopfweh (oder zumindest Halluzinationen) - also Augen weg!

«Szenehopper stehen auf die scharzen Samtschlaghosen». Wir sollten das 90er-Mode-Revival nicht zu laut heraufbeschwören.

Zum Abraven! Und die Schuhe sind zum Hindurchgucken. Was aber auffällt: Das meiste Zeugs, das BRAVO damals zur Schau stellte, war gepfeffert teuer. Oder bezahlt heute jemand 169 Mark Fuffzig für ein läppisches T-Shirt?

Hohoho...

Pardon, gnä' Frau, Sie haben da etwas im Gesicht.

Dieses Outfit repräsentiert das Grauen der 90er Jahre. Als würde hier Ästhetik im wahrsten Sinne des Wortes mit Füssen getreten!

Dieses Buffalo-Modell war das Schlimmste. Glücklich schätzt sich im Nachhinein, wer von Natur aus mit ausreichend Körpergrösse ausgestattet war und der Versuchung deshalb erfolgreich widerstehen konnte/musste.

Der rechts hat was von Super Mario! Den Jeans-Rock links möchten wir bitte nie wieder in freier Wildbahn sehen.

Die durchsichtigen Schuhe kennen wir doch! (siehe weiter oben)

Rave on, Teil 2. Riesenhit!

Stopp, oder meine geradegeschnittenen Wollpants schiessen!

Wer hat meinen Duschvorhang gesehen?

Groovy meets süss.

Küss mich, ich bin ein verzauberter Kaminsims aus Marmor.

Gegen das Vergessen: Plateauschuhe von Bartu.

Der Energy-Drink «Die blaue Sau» war eine Anlehnung an Red Bull und wird heute scheinbar nicht mehr hergestellt.




Kommentare:

  1. ichhatte auch so Plateauclocks. die hatten oben auf der Lasche ein bullauge in dem Plastikfische schwammen...hach die waren toll!

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    1. Plastikfische... ich kanns mir genau vorstellen!

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    2. Pff,das doch gar nix. In den 70er schwammen wenigstens noch echte Fische drinn ;) .

      http://www.flickr.com/photos/wolfmanchu/6734546863/

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  2. "Plastikjacke" wäre jetzt auch keine Auszeichung mehr für ein besonders cooles Kleidungsstück... Aber scheinen da ja ganz groß gewesen zu sein. Schwitzt man da drin so viel wie ich denke? ;)

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  3. Oh mein Gott,
    so schlimm hatte ich die Endneunziger modemäßig gar nicht in Erinnerung.
    Übrigens: Wahnsinnsblog!!! Weiter so und danke für die amüsanten Stunden.

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  4. Die Preise sind im nachhinen gesehen echt happig - sogar in € umgerechnet...aber wir haben nach genau diesem Ideal gestrebt: lange Polyesterkleider mit wildem Muster, Plateau-Buffalos, Blaue Strähnchen (und passender Lippenstift!)
    Ein langarmiges Netz-Shirt mit 2 strategisch platzierten Sternen vorne habe ich letztens beim Ausmisten gefunden - fand ich 1992 ganz großartig!

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  5. Und da sage mal noch einer, in den 80ern hätten wir sche..e ausgesehen...

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  6. Super buffalo-plateau!
    Have you more photos/magazines of them to post??!!
    History of fashion!

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  7. An das Einfärben von Strähnchen erinnere ich mich noch. Ich selbst bin diesem Trend zwar nie verfallen, aber Freundinnen von mir hatten Haarfarbe, die wie ein Mascara funktionierte. Ein kleines Bürstchen in einer Flasche, mit dem man knallbunte Farbe in die armen Haarsträhnchen strich :D.

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  8. CK be und die Baby-G! Ha! Ja, da war man (leider, leider) mittendrin! Habe eben richtig in Erinnerungen geschwelgt! Danke dafür!^^

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  9. Was bitte soll denn ein "Computermuster" sein??!

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  10. Ach du meine Güte! Bauchfreie Tops, Polyesterhüfthosen, pinker bläulich-schimmer Plastikrock mit passendem Gilet, neongrüner Satinrock mit schwarzem T-Shirt (natürlich mit neongrünem Aufdruck),.... und an was für mich noch sehr 90er ist: weite, kastenförmige Pullover mit grossen Aufdruck hinten (zB Blue System).
    Ich habe das Zeug immer in Girl, Mädchen und den ganzen Zeitungen angehimmelt, denn es war weit und breit kein H&M oder sonstiger Laden mit günstigen Klamotten in Reichweite. Ja, der Flip in München wäre mein Traumziel gewesen... Aber wehe man hat mich mal in einer Großstadt los gelassen. Wow. Heaven.
    Aber ich muss schon sagen: die Klamotten waren damals ganz schön teuer!
    Danke dass du die ganzen Artikel eingescannt hast - eine tolle Erinnerung!!!!

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  11. Wenn ich daran denke, dass ich damals für lilafarbene Buffalo Schuhe 149 DM meines Konfirmationsgeldes zum Fenster raus geschmissen habe...
    Gerne getragen in Kombination mit einer Levis 501 (in Innennaht am unteren Ende etwas aufgetrennt, damit die Hose besser über die klobigen Schuhe fällt) und einer Starter- oder Helly Hansen Jacke!

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  12. Ohhhh....wunderschön (ich bin Grufti da darf ich das; )) Schade dass in dieser Zeit noch meine Mama die Klamotten gekauft hat

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  13. Stimmt - das war ja auch die Zeit der furchtbaren Helly Hansen-Jacken (und -Riesenpullies) :D hatte ich schon völlig vergessen. Aber das schlimmste waren wirklich die Buffalos.

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  14. "Der ganze 70's-Hype gipfelte in der schlimmsten Sünde des Jahrzehnts: Den Buffalos. "
    Also ich find die Plastejacken und Plasteröcke in Psychomustern um Längen grässlicher als buffalos.

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  15. Was ich fast bemerkenswerter finde als die Buffalos (die ich noch in Erinnerung hatte), ist der unmäßige Gebrauch von Plastik als Kleidungsmaterial, was mir nicht aufgefallen ist damals, da ich noch knapp vor den Teeniejahren war, dementsprechend nicht Zielgruppe.
    Liebe Teenies von damals, sagt mir: Wie stark hat es gestunken im Sommer, wenn der Schweit am "Plastik-Bustier" entlanggeronnen ist?

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    1. Ich war zu der Zeit 17! Ganz im ernst, die Bekleidung die damals in der Zeitschrift abgebildet war ist meiner Meinung nach schon sehr Szenemäßig (Loveparade?) gewesen. Das hat man,zumindest in dem Landkreis in dem ich damals wohnte, im Alltag nicht getragen (außer Buffalos und Baby-G) Alltafskleidung war teilweise zwar Bunt, aber ich und auch alle die ich kannte hatten nichts aus Plastik.

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  16. mal abgesehen von der Hässlichkeit der teile: was sind denn das für PREISE?!?! das hätte ich mir mit meinem Taschengeld nicht leisten können und meine Eltern hätten es mir auch nicht gekauft!!

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  17. Das ging auch den meisten so. Die Modeseiten der Bravo hatten halt auch immer den Flair von reichen Münchnern Vorstadtgören.

    Mit nem kleinen Taschengeld konnte man sich vielleicht noch ein Diesel T-Shirt zusammensparen, die 501 für 140 Mark war nur durch gutes Argumentieren ("aber die haben auch ne gute Qualität!") zu bekommen.

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  18. Haha, geil!! Einige Fotos erkenne ich wieder aus meiner Bravo-Zeit. Ich fand die Sachen immer so toll, aber viiiiiiel zu teuer. Ich frage mich, ob es diesen "Flip" noch gibt. :D :D :D

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  19. Deine Kommentare drunter sollen wahrscheinlich lustig sein - kommen aber irgendwie nicht wirklich an ;) - die Outfits um so mehr! Absoluter Knaller - ich erinnere mich an so einiges :)

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    1. Ja, die hätten extrem lustig sein sollen! Na ja, zumindest haben Dir die Bilder gefallen – beehren Sie uns bald wieder! :-)

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  20. Hihi den flip kenn ich noch. Sündteuer,aber ein paar Teile hab ich trotzdem von meinem bisschen Lehrgeld gekauft. Und ich hatte keine buffalos, dafür Schöne plateuschuhe vom flip ...... Hilfe die 90 er waren echt schlimm 😂

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  21. Ts ts. Die Kommentare zu den Bildern sind lustig.

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