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Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Rauchen im Neckermann-Katalog 1973

Er hat gut lachen: Damals war ALLES erlaubt.
Nach einer kurzen Pause steigen wir wieder ein. Ein freundlicher Leser hat mich darauf hingewiesen, dass in früheren Neckermann-Katalogen geraucht wurde, bis der Arzt kam. Das war mir auch neu - die beigelegten Bildbelege sprachen jedoch eine deutliche Sprache. In Schweizer Versand- und Modekatalogen aus dieser Zeit fiel mir noch nie Vergleichbares auf. Der bisherige Forschungsstand sagt also: Ein rein deutsches Phänomen. Bei insgesamt zwei untersuchten Ländern besitzt diese Aussage allerdings die statistische Aussagekraft einer verfaulten Salatgurke.

Dass man es früher sehr unkompliziert sah mit der Raucherei, ist ein alter Zopf. Ende der 40er Jahre warb Camel damit, dass besonders viele Ärzte Camel rauchten (Youtube-Link). Als meine Eltern jung waren, rauchte man in den Kinos ganz selbstverständlich. Noch in den 80er Jahren wurde auf Flügen geraucht (die Fluggesellschaften weisen ja heute noch bei aller Selbstverständlichkeit darauf hin, dass dies ein Nichtraucherflug sei und die Nichtraucherlampe leuchtet auf). In der Schweiz wurde das Rauchen in Zügen erst vor wenigen Jahren verboten und vor noch etwas weniger Jahren in Restaurants. Die logische Folgerung dieser Entwicklung: Früher oder später wird überhaupt nirgends mehr geraucht. Der ganzen Verbieterei haftet immer auch etwas Unsympathisches an - im Nachhinein hatte es schlussendlich aber meistens schon seine Richtigkeit.

Im Neckermann-Katalog rauchten übrigens konsequent nur die Männer - Frauen war der Glimmstengel verwehrt. Dafür durften die Herren der Schöpfung sogar im Schlafanzug rauchen. Hier die Bilder:


Mittwoch, 1. Mai 2013

Was man(n) 1991 sexy fand

Her mit der Jacke!
Passend zum gestrigen Fotoroman heute noch ein Nachtrag aus der selben Zeit. Im Inhaltsverzeichnis von BRAVO Girl! war der Beitrag unter dem harmlosen Titel «Boys kleiden Girls» angekündigt. Damals dachte man übrigens, Englisch sei «cooler» als Deutsch. Ein Irrtum, wie sich später herausstellte. Zurück zum Artikel: Im Heftinneren wurde der Titel dann etwas deutlicher: «Alles, was Jungs sexy finden!» Ein Wunder, steht da nicht «Alles, was Boys hot finden!»

David (18), Michael (19) und Adrian (17) erklären in dem pädagogisch wertvollen Artikel, worauf es ankommt im Leben. «Uns kommt es beim anderen Geschlecht in erster Linie auf die Optik an». Da sexy aber nicht heisse, «wie eine Edelnutte» auzusehen, geben sie unter anderem diesen tiefsinnigen, fast schon philosophischen Ratschlag: «Ein Girl soll nicht von Kopf bis Fuss eine geile Puppe sein.» Write that down, Puppen, pardon Girls!


Dienstag, 30. April 2013

Zum Tag der Arbeit: Ferienliebe (1993)

Und ich mag Spaghetti al Pesto (selbstgemacht).
So mit ein bis zwei Foto Love Storys pro Monat kann - und muss! - hier gerechnet werden. Schliesslich muss dieses wunderbare Kulturgut erhalten werden. Und wenns sonst niemand macht... bleibt es wieder an Onkel Vongestern hängen. Es wird in nächster Zeit aber wieder abwechslungsreicher. Beispielsweise möchte ich mich wieder mehr mit Autos beschäftigen - und mit klassischen vongestern-Rubriken (Brieffreundschaft zum Beispiel). Und mit diesem und jenem (z.B. DDR). Übrigens: Dieses Video, auf das mich der Macher via Facebook aufmerksam gemacht hat, ist nicht unlustig. Lasst euch nicht vom Intro die Stimmung verderben - der junge Mann scheint auch ein BRAVO-Experte zu sein und macht auf einige äusserst interessante Punkte aufmerksam: Rassistische Witze, falsch übersetzte Songtexte, erfundene Zitate etc (und ein paar Lacher, die man nicht wegdiskutierten kann).

Also, los jetzt, heute gehts um zwei Damen. Laura ist etwas mollig (aber wirklich nur etwas) und deshalb etwas unsicher. Ihre Kollegin Sylvia ist schön und weiss es auch. Sie legt «ab und an ein extrem überhebliches Gehabe an den Tag» liest man in der Einführung. Damit dürften die Sympathien hier ja eindeutig verteilt sein.


Sonntag, 28. April 2013

Werbung des Tages: Simplicol (1993)

Ja, früher machte man sich ab und zu den einen oder anderen Gedanken weniger. Wrong in so many ways - würde diese Werbung 20 Jahre später so veröffentlicht, gäbs Schelten aus verschiedenen Lagern.



Mittwoch, 24. April 2013

Werbung des Tages: Pennypacker (1977)

Echte Männer trinken Bourbon und fahren BMW 3.5 CSL.



Samstag, 13. April 2013

An den Herd gekettet (1963)

Metall Zug Elektroherd (1963): Echte weibliche Identifkation mit dem heimischen Herd. Heute ist Metall Zug ein Konzern, welchem unter anderem V-Zug angehört. V-Zug ist laut der Studie «Reader's Digest Trusted Brands 2013» die Küchengeräte-Marke, welcher in der Schweiz am meisten vertraut wird - die bedingungslose Identifikation ist also geblieben. In Deutschland, Belgien, Portugal und Finland vertraut man übrigens am liebsten Miele. Wer den Werbetext nicht lesen kann, aber möchte, klickt «weiterlesen».



Freitag, 12. April 2013

Der Unsympath und seine Kamera (1994)

Jetzt hab dich nicht so, Mädchen!
Die heutige Foto-Love-Story ist wieder unglaublich lehrreich und pädagogisch wertvoll. Augen auf bei vermeintlich harmlosen Fotoshootings! Die Zunft der Fotografen war in den 90ern deckungsgleich mit der Zunft der Lüstlingen. Zwei, drei Eisbrecher-Fotos und dann runter mit den Klamotten, Baby! So lief das früher. Man konnte man als Jugendmedium nicht genug oft davor warnen. Das Schreckensgespenst des Schmuddel-Shootings wurde folglich geradezu inflationär in die Handlungsstränge der Fotoroman geprügelt. Recht so, das sollte diesem Fotografenpack eine Lehre sein!

Aber man lernte auch andere wichtige Dinge fürs Leben. Nur um einige Beispiele zu nennen: Wenn der Keilriemen reisst, kann man ihn gelegentlich bei der nächstbesten Tankstelle von der Tankwärterin auswechseln lassen und nebenbei ein nettes Gespräch führen. Danach läuft der Wagen wieder - und wie! Oder: Es gibt nicht nur Fotografen, sondern auch anständige Männer. Undsoweiter - lasst euch überraschen. Dieses Meisterwerk der Fotoroman-Kultur entstand im Januar 1994 und erschien in BRAVO Girl. Apropos BRAVO Girl: Danke, dass ein Teil der Romane in der Heftmitte auf die Rückseite eines Schmuddel-Posters gerduckt war. Da die Vorbesitzerin meiner Sammlung offensichtlich ihr Zimmer mit diesen Postern tapezierte, fehlt bei der Hälfte der Hefte ein Teil des abgeschlossenen Romans. Ist aber egal, wir lassen uns hier nicht unterkriegen. Und jetzt Film ab!


Mittwoch, 10. April 2013

Bild des Tages: Gemeinsames Hobby (1971)

Das Bild stammt aus der Zeitschrift Hobby(1971). Schön, wie die Ehefrau am Hobby des Mannes teilhat. Solange sie nur mit den Augen schaut: Völlig in Ordnung!


Dienstag, 9. April 2013

Ohne Zwicken und Zwacken: h.i.s. for her (1984)

H.I.S. war der erste Jeans-Hersteller, der alle Modelle in unterschiedlichen Längen und Bundweiten anbot. Das Passformkonzept machte die Marke in den 80ern zu einem der erfolgreichsten Anbieter von Damen-Jeans. Ohne Zwicken und Zwacken.



Montag, 8. April 2013

Disco-Mäuse fängt man mit einem BERU-Autoradio (1980)

«Disco-Mäuse wollen eben Männerhände, die nicht dauernd am Autoradio fummeln müssen.» Zielgruppenorientierte Werbung für BERU Autoradios, hier: Modell BERU-GL 1630.



Sonntag, 7. April 2013

Modeknüller der 90er Jahre (1997)

Solange die 90er Jahre noch richtig geschmacksverstaucht sind, sollte man sie geniessen. Die 80er schüttelten ihr Image als Jahrzehnt der Hässlichkeit nämlich vor Jahren ab und gelten heute als kultig, trendsetzend, vorbildlich undsoweiter. Viele sind sich noch nicht bewusst, dass die 90er die neuen 80er Jahre sind (darum betone ich es gerne ab und zu wieder). Und man darf sich sicher sein: Selbst einige der hier gezeigten, sich nahe an der Schmerzgrenze bewegenden Modelle werden wir eines Tages wieder in der Öffentlichkeit antreffen. Bis es soweit ist, schauen wir uns an, wie sich die Jugend vor 15 Jahren kleidete. Damals dachte man, das sei schön - heute mutet das Meiste etwas seltsam an.


Mittwoch, 3. April 2013

Werbung des Tages: Fisher PCD-100 (1987)


Da man den Text nicht besonders gut lesen kann: «Mit dem PCD-100 hat man einen der kleinsten CD-Player der Welt in der Hand. Doch nur das Format ist mini. Die Technik ist maximal. Und die Ausstattung ebenfalls. Mit 16-Titel-Programmierung und einem Display, das über Titelnummer, Programmierung, Einzel-, Gesamt- und programmierter Spielzeit informiert. Auch in puncto Flexibilität zeigt der PCD-100 seine wahre Grösse: Mit der wiederaufladbaren Batterie und Kopfhörer gibt's volle 5 Stunden perfekte Unterhaltung im Grünen. Mit 12 Volt-Adapter macht derPCD-100 im Auto mobil. Und mit Netzanschluss steht dieser Mini-CD auch im Schatten einer HiFi-Anlage wie ein Grosser da. Beim FISHER Fachhändler geht dieser Mini-CD jetzt zum Golden Jubilee-Preis mit.
Und dieses Zubehör ist im Preis enthalten: Wiederaufladbarer Akku, Netz-Ladeadapter, dynamischer Stereo-Ohrhörer, Anschlusskabel zur HiFi-Anlage und eine elegante Tragetasche. Sonderzubehör: 12 V-Anschlusskabel fürs Auto.»



Dienstag, 2. April 2013

Guitarion-Apparat (1932)

Der Guitarion-Apparat war ein Gerät, das mit zwei Spezialgummis auf dem Griffbrett einer Gitarre oder Laute befestigt wurde. Durch ein ausgeklügeltes mechanisches System konnten komplizierte Griffe gespielt werden - ohne gross Ahnung von Technik, Noten und Instrument zu haben. Laut Vintageaudioberlin.de wurde das Gerät von Marma Mainz entwickelt und bis in die 60er Jahre in der DDR hergestellt. Wer den Link klickt, sieht auch Fotos davon.

Montag, 1. April 2013

Werbung des Tages: Afri-Cola (1968)


Die Anzeige stammt aus der Afri-Cola-Kampagne des Düsseldorfer Fotografen Charles Wilp. Mit der Werbeoffensive gelang es, Ende der 60er Jahre den Niedergang der Marke noch einmal erfolgreich abzuwenden. Die Kampagne beinhaltete unter anderem (ziemlich abgefahrene) Glasscheiben-Spots, in denen auch Nonnen im Rauschzustand zu sehen waren. Die Nonnen erschienen zudem als eigenes Print-Sujet. Das gefiel der katholischen Kirche überhaupt nicht. Der Skandal verhalf dem Getränk plangemäss zum Kultstatus. Unter den Hauben der Nonnen verbargen sich übrigens Mick Jaggers damalige Freundin Marianne Faithfull, die Schauspielerin und Sängerin Petula Clark sowie das Modell Alice Vatters.



Samstag, 30. März 2013

Werbung des Tages: Schiesser (1984)

Die (mehr oder weniger - zumindest früher mal) Schweizer Firma Schiesser stellt seit 1875 Unterwäsche (und andere Textilien) her. Gegründet wurde das Unternehmen zumindest von einem Schweizer Ehepaar. Deren Haushaltshilfe empfahl jedoch Radolfzell als Produktionsstandort. Dort ist Schiesser heute noch ansässig und wird ab und zu an neue Investoren weiterverkauft.
Geschichte von Schiesser



Freitag, 29. März 2013

Alles nur geklaut! Fotoroman (1994)

Genau, Sandra hat ein neues Kleid. Geklaut.
Jetzt wo pünktlich auf Ostern die Tage wieder kürzer werden und es draussen herbstlich kalt ist, macht man es sich abends gerne mit einem guten Buch vor dem Kaminfeuer gemütlich. Oder mit einem Fotoroman. Heute geht es um Sandra. Weil sie für eine Party (Motto: «Hyper, hyper!») ein schickes Kleid braucht, klaut sie es. Ob das wohl gut geht, Freunde? Man weiss es nicht so recht - wird es aber herausfinden.

Die Geschichte stammt - wie schon die Entenfütterin - aus BRAVO Girl (November 1994). Titel: «Diebin aus Liebe».


Montag, 25. März 2013

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