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Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Sonntag, 25. September 2016

Smartwatches by Quelle (1983)



Erkennen Sie Ihre täglichen «Hochs» und «Tiefs». Aber nur bis 31.12.1999 – danach Millenium-Bug. Trost: Der Funktionisbereich startete bereits am 1. Januar 1900 und kann sich so mit stolzen 100 Jahren doch sehen lassen. So im Nachhinein.

Für 189 Mark Fuffzig gab es bei Quelle das Modell mit dem elektronischen Wörterbuch. 2723 englische Wörter sollten reichen. Aber nur 2913 deutsche? Wenn man bedenkt, dass allein schon der Berliner fast 500 Wörter für «Schnee» kennt. Und überhaupt: «Speicherkapazität für...» – musste man die Wörter selbst eingeben? Machte sicher irre Spass auf der praktischen 6-Tasten-Tastatur.


Freitag, 23. September 2016

Die komplizierten Probleme von geschlechtlichen Beziehungen zwischen Familienangehörigen (1973)




Keine Ahnung wie das heute läuft. Hoffentlich konkreter – und speditiver.  Etwas verstörend, wie hier «geholfen» wird. Aber don't hate Dr. Sommer, hate the Game: Früher lief das wohl so. Und auf den Fall «Vater in Haft, Mutter ohne Einkommen, Kinder im Heim» war scheinbar auch niemand so richtig vorbereitet. Darum lautete hier die Devise: Bloss den Vater nicht an die Behörden ausliefern, sonst ist der Rest verloren – und die Nachbarn könnten ja auch noch sonst was denken. Ein cleveres System. Und irgendwann hörte man dann sogar auf, bei sexuellem Missbrauch von «geschlechtlichen Beziehungen zwischen Familienangehörigen» zu sprechen. Hut ab!

Donnerstag, 15. September 2016

Komponieren in der eigenen Bude (1992)



Was geht ab, Rapper, Home-Recorder und Spiele-Freaks? Hier gibt es die neusten Trends aus dem Producer-Bereich (PB). Das Rap-Geschäft braucht Ihr in Zukunft nicht mehr Hammer (MC Hammer, Anmerkung der Redaktion, Kussi!), Vanilla Iceoder der 2 Live Crew allein zu überlassen. Traut euch und kauft die witzige kleine Maschine «Rapman» von Casio. 199 Mark Fuffzig und Ihr seid gross im Geschäft. Damit ersetzt Ihr ein ganzes Scratch-Orchester.

Aber Obacht: Mit dem zierlichen, von 7,5-Batterie-Volt angetriebenen Rapman könnt Ihr keine Strassenzüge beschallen. Das versteht sich zwar von selbst, aber einfach, dass es danach kein böses Blut gibt. Ist zur Sicherheit im Artikel nochmals explizit erwähnt. Durch den Anschluss an einen Ghetto-Blaster o.ä. lässt sich phontechnisch natürlich gewaltig Land gutmachen, ok?

Und falls Ihr GANZ GROSS raus wollt, könnt Ihr den Atari 1040 STE mit sagenhaften 1 MB RAM holen! Arbeitsspeicher kann man schliesslich nie genug haben – da darfs im Zweifelsfalls auch mal etwas mehr sein.

Besonders erwähnenswert scheint noch dieser heisse und zeitlose Producer-Tipp: «Trotzdem empfielt es sich aber grundsätzlich, das Mikro möglichst nahe an die Lippen zu halten und volle Kanne hineinzuröhren, damit Euer Rap sich gegen den Hintergrund auch voll durchsetzt».

Das macht z.B. Fler schon lange so und deshalb spielen seine Alben phontechnisch auch in einer anderen Liga. Real Talk!

Am Ende des Artikels sind noch zwei mehr oder weniger zufällig ausgewählte Casio-Rapman-Videos eingebettet. Nur für den Fall, falls Ihr noch unschlüssig seid.



Montag, 12. September 2016

Sonntag, 11. September 2016

Foto Love Story – Faktencheck



Halli, hallo, wie angekündigt wird reiner Tisch gemacht. Erst aber noch kurz (aka lang) zu den jüngsten Vorgängen: In den vergangenen Tagen gab es viel Verwirrung, weil die Seite down war. Ich habe die Domain transferiert und die Supports hatten – obwohl der von Google sehr nett und freundlich war – nicht halb so viel Ahnung wie der Youtube-Inder, der am Ende die Lösung lieferte. Bzw. den Lösungsansatz, denn das Problem war wirklich etwas doof. Es bleibt die Erkenntnis: Google interessiert sich für Fragen wie: «Auf welche Roboter-Technik oder Energie-Gewinnungs-Methode wird die Menschheit bald angewiesen sein und was kostet sie?»

Aber Google interessiert sich weniger für Fragen wie: «Halli, hallo, ich bin ein Blogger aus der Schweiz. Ich habe 2010 über Google eine Domain gekauft. Weil ich sie scheinbar gar nicht bei Google gekauft habe, und sie nun sechs Jahre lang so halb-komisch über eine andere Firma namens Enom abgewickelt wurde, habe ich sie nun auf eine andere Registrar-Kacke namens Godaddy übertragen. Damit ich wenigstens die volle Kontrolle habe. Leider funktioniert nun plötzlich nichts mehr».

Dann kamen sehr viele, lange Telefongespräche mit verschiedenen beteiligten Firmen und das Fazit war eigentlich überall: «Viel Glück bei der Lösung Ihres Problems – leider können wir Ihnen nicht helfen, da wir die Lösung nicht wissen. Wir vertrösten Sie deshalb mit der Erklärung, dass es nicht in unseren Kompetenzbereich passt oder dass die andere Firma für das Problem zuständig ist. Tschüssi!»

Ich hab's dann doch noch irgendwie geschafft – fragt mich nicht wie. Vielleicht nehme ich nächstens mal das Projekt in Angriff, den Blog von Google Blogger weg auf Wordpress zu transferieren. Irgendwo auf einen gemütlichen Server in den Schweizer Alpen. Wo der Server-Wart abends vor knisterndem Kaminfeuer ein Fondue isst und den Tag Revue passieren lässt. Ich freue mich schon wie ein kleines Kind darauf. Wird sicher lustig.


Foto-Love-Story: Der Faktencheck 2016

Zurück zum Thema: Es gab im Internet derart viel Verwirrung, Wut, Trauer und Tränen, dass es an der Zeit ist, Licht ins Dunkeln zu bringen. Leute klauten Bilder und merkten nicht, dass es plumpe Fälschungen waren. Die Ärmsten. Das soll natürlich nicht mehr vorkommen. Deshalb hier alle Bilder, die in den bisherigen kommentierten Fotoromanen abgeändert erschienen. Für alle, die sich die Mühe gemacht haben, die Romane stundenlang zu lesen, ist es ein entspannter Rückblick. Für alle anderen ein neuartiger Einblick in eine geheimnisvolle Welt, in der nicht automatisch alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Zum Beispiel kann ein Pferd vielleicht gar nicht sprechen, obwohl es eine Sprechblase hat.







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