SUBSCRIBE & FOLLOW



  

Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Sonntag, 6. November 2016

Nimm das, Britney! (1999)


Vivi und Sindy, zwei Mädels vom Dorf (D), wollten sich mal eben ganz kräftig über Britney (aka Britnay) Spears lustig machen. Toll!

Wichtigste Frage: Sindy... heisst sie wirklich so? «Eingedeutschte Form von Cindy, vor allem in der damaligen DDR gebräuchlich; Kurzform von Cynthia, einem Beinamen der Artemis, der griechischen Göttin des Mondes und der Jagd» sagt Vorname.com. Man lernt nie aus. Shindy!

Dass Britney Spears im Frühjahr 1999 plötzlich grössere Brüste hatte, kam bei vielen Fans nicht gut an. Bei den Medien schon. Denn das war ein 1A-Thema für jung und alt. Grund: Der Shooting Star schlechthin war erst 17 Jahre alt. Mal abgesehen davon, dass operative Brust-Vergrösserungen in den meisten Fällen grundsätzlich eine fragwürdige Sache sind, ist der Eingriff bei Minderjährigen, die sich in diesem Alter oft noch mehrere Jahre im Wachstum befinden, besonders zweifelhaft.




Das wurde damals schon in besagtem BRAVO-Artikel kritisiert. Sehr guter Titel: «Wie echt ist Britneys neuer Busen?»




Ganz falsch lag die ganze Empörungsmaschinerie damals nicht. Das zeigen umfassende Google-Recherchen, die auf das Qualitätsmedium Amica.de führen:

Dem amerikanischen Rolling Stone verriet ein mutmasslicher Insider bereits vor Längerem: «Britney bereute ihre Brust-OP schon bald, teilweise auch, da ihre Brust noch immer am Wachsen war. Als ihre Brüste grösser wurden, liess sie die Implantate entfernen.» Die Sängerin selbst äusserste sich nie öffentlich zu den brisanten Spekulationen. Viel Erklärung ist beim Anblick alter Bilder der Popdiva auch gar nicht nötig: Britney Spears' Brüste vollzogen eine wundersame Wandlung von normal, zu pralleren Ausmassen und wirkten plötzlich doch wieder auf magische Weise geschrumpft.

Endlich wieder mal guter Journalismus!  Mit anderen Worten: Bewiesen ist eigentlich nichts, aber gut, dass wir darüber gesprochen haben.







Freitag, 4. November 2016

Turbomat de luxe (1991)



Was für ein Name, was für ein Design: Der Turbomat de luxe von Koenig grillte die Konkurrenz bei lebendigem Leib. Besonders das futuristische Computer-Netz deutete an: Hier wird Next-Level-Shit gebraten!

Und ja, in der Schweiz heisst es «grillieren». Die TV-Sendung würde also «Grillier' den Henssler» heissen. Ein grosser Detailhändler musste vor wenigen Jahren deswegen eine ganze Werbekampagne umtexten – gezwungen vom aufgebrachten Volk, das sich erneut vor einer Invasion – diesmal auf sprachlicher Ebene – aus dem hohen Norden fürchtete. Seither wird akribisch darauf geachtet, dass auf jedem noch so kleinen Inserat nur noch von «grillieren» die Rede ist.

Tatsächlich braucht es manchmal etwas Gegenwehr, um Schweizerdeutsch vor zu vielen sprachlichen Neophyten zu schützen. Beispielsweise spricht heute schon die halbe Schweiz von «Pommes», was einem Tritt in die Magengegend der französischen Sprachästhetik gleichkommt. Im Gegensatz zu Deutschland sollte die Schweiz eigentlich eine Art Beisshemmung gegenüber dem Französischen haben – immerhin ist es eine Landessprache. Vor zehn Jahren existierte hier ausschliesslich die Original-Bezeichnung «Pommes Frites». DAS sind noch Probleme.

Zurück zum Turbomat: Der hatte und konnte scheinbar alles. Zum Beispiel sich selbst reinigen. Vermutlich konnte das Gerät nach Gebrauch Roboter-Arme ausfahren, die alles in Grund und Boden reinigten. Mit Laser und Disco-Nebel. Ausserdem verfügte der Turbomat de luxe über einen Supergrillrost. Im Grunde genommen ein normaler Grillrost, nur 100 x besser. Mit Laser!

Alle Preise in Schweizerfranken. Ein Franken entsprach damals ungefähr einer Mark Fuffzig. Beziehungsweise einer Mark Achtzig.






Donnerstag, 3. November 2016

Sehr schöne Mode (1991)

Es herbstet und wintert langsam. Das bedeutet nicht zwingend, dass man Pelzbesatz-Jacken – den Indikator für Ignoranz schlechthin – anziehen muss. Ganz normale Gardinen tun es auch. Früher hatte man noch mehr Herz für Gardinen. Diese wurden nach jahrelangem Küchen-Einsatz noch zu schmucken Kleidungsstücken verwurstet. Das galt übrigens auch für Duschvorhänge und Bettwäsche.

Hier wunderbare Modelle aus dem Katalog «VAC – Das freundliche Versandhaus für die ganze Familie – Winter 91/92». Das in der Westschweiz (La Chaux de Fonds) beheimatete Versandhaus – von dem ich dank Katalog heute zum ersten mal höre – gibt es übrigens scheinbar heute noch: www.vac.ch.




Dienstag, 1. November 2016

Martini – Die nasse Versuchung (1970)


Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Apropos darüber gesprochen haben: Vongestern.com gibt es jetzt auch auf Instagram (Link). Habe bereits einen Abonnenten und suche nun einen zweiten. Oder vielleicht auch mal eine Abonnentin? Stichwort: Frauenquote.

Das Profil habe ich 2012 eröffnet – in weiser Voraussicht, dass das The Next Big Thing werden könnte. Viele heutige Heavy-Userinnen und -User waren damals noch gar nicht geboren. Instagram wurde tatsächlich The Next Big Thing. Mein Profil hingegen geriet leider in The Next Big Vergessenheit. Mit sagenhaften null Postings in viereinhalb Jahren. Aber das ändert sich nun.

Kussi!

Instagram

Samstag, 29. Oktober 2016

Diss des Tages (1999)



Gib es ihnen, Steffi! Ein Rundumschlag gegen alle Pseudo- und Möchtegern-Rapper jener Zeit. Fettes Brot natürlich ausgenommen. Fette Props, ohne Ortsangabe. Interessant ist, dass BRAVO falschgeschriebene Bandnamen (3/5) nicht korrigierte. Aus welchen Gründen auch immer: Unwissenheit, Desinteresse oder Schadenfreude. Egal: Am besten ist und bleibt ohnehin der US-Hip Hop! Da haben die Texte wenigstens etwas mit der Realität zu tun!

Gut, dass wir darüber gesprochen haben.



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...