Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.
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Freitag, 15. August 2014

Fotos aus dem Taschencomputer (1980)




Dass man Anfang der 80er Jahre schon ziemlich gut wusste, in welche Richtung sich die Fotografie entwickeln würde, zeigte bereit dieser Beitrag von 1982. Zwei Jahre früher ahnte man bei Agfa zumindest, dass man im Jahr 2000 auf «Bildtafeln» sehen wird, was man soeben aufgenommen hat. Das Bild selbst wird «auf einem auswechselbaren Modul konseviert» – rischtisch! «Zu Hause kommt dieser Speicher-Baustein in den Bildrecorder des Fernsehens, und über die Mattscheibe können die Ergebnisse der neuesten Fotopirsch betrachtet werden.» Ja genau, so mehr oder weniger. In der Zwischenzeit hat man sogar eine Antwort auf die Frage gefunden, wie «vom elektronisch konservierten Bild ein Foto für die Brieftasche werden kann». Und trotzdem wünscht man sich manchmal die analoge Fotografie zurück.

Quelle: Stern, 27/1980

Mittwoch, 7. Mai 2014

Happy Birthday, Max Grundig (1958)


Heute würde Max Grundig seinen 106. Geburtstag feiern, wenn er nicht 1989 verstorben wäre. Zumindest musste er die Insolvenz 2003 und die anschliessende Verschacherung seines Lebenswerkes an das türkische Unternehmen Arçelik nicht mehr mitansehen. Auch 1958 feierte Grundig – grosse Überraschung – am 7. Mai Geburtstag. Und dieser war, man rechne, runder, als viele, die danach noch folgen sollten. Grund genug für die «Revue», den Hauszeichner Karl Winkler zu einer elektronischen Zukunftsvision anzustacheln. «Ein Grundig, lustig zu sein» – zum Beispiel mit dem Programmumwandler mit eingebautem Sexografen. Und dem vollautomatischen Hausaufgabenerlediger. Und dem automatische Quiz-Löser. Und dem Grossbildfernseher mit Porno-Garantie. Eigentlich dank Internet alles eingetroffen. Nur der im TV eingebaute Hähnchengrill ist durch die Flachbild-Revolution in weite Ferne gerückt.


Freitag, 21. März 2014

Im Jahre 2000... (1957)

Millenium-Bug für Anfänger.
Immer wieder lustig: Wie sich die Menschen früher die Zukunft vorstellten. Vermutlich genau so lustig: Wie wir uns heute die Zukunft vorstellen. Bedenklich: Wenn sich die abgefahrenen Vorstellungen früherer Visionäre eines Tages bewahrheiten. Man kann den Hype um 1984 aber auch übertreiben.

Heute geht's nicht um 1984, sondern um das Jahr 2000. Die Zahl 2000 galt für die meisten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts als Synonym für Zukunft, Moderne und Fortschritt. Hiess beispielsweise ein Rasenmäher «Rasenmäher 2000», konnte man sicher sein, dass man den State of the Rasenschnitt kaufte. Womöglich packte der Produzent sogar noch die zweckentfremdete Bezeichnung «Turbo» drauf, aber dazu ein ander mal.

Heute steht das Jahr 2000 schon bald wieder für retro und kalten Kaffee. Mittlerweile gibt es sogar Mitmenschen mit Jahrgang 2000 – sie können bereits erste Worte sprechen und ein paar Schritte gehen, man mag es kaum glauben. Eben noch haben wir uns an den Gedanken gewöhnt, dass die neuen Jungen einen 90er-Jahrgang haben. Wir werden reicher, intelligenter, erfahrener und schöner – nicht aber jünger. 

Der Zeichner Emerich Huber wagte für die Zeitschrift «Revue» (ein guter Name für eine Zeitschrift!) 1957 einen nicht ganz ernst gemeinten Blick in die ferne Zukunft.

Hier die Bilder in gross:


Sonntag, 23. September 2012

Der Mercedes der Zukunft (1979)

Der Bundesministerium für Forschung und Technologie (BFT) initiierte und förderte 1979 ein Projekt, welches in die automobile Zukunft blicken sollte. Zukunft, das bedeutete 1979 das Jahr 2000. 110 Millionen Mark wurden bereitgestellt und an verschiedene Hersteller vergeben. VW und BMW entschieden sich für die kleinste Klasse, Audi und Porsche (!) nahmen sich der Mittelklasse an. Die Daimler-Benz-Forscher hingegen beschäftigten sich mit der Oberklasse und zeigten das Resultat in der Zeitschrift «Auto Motor und Sport» (Nr. 17, August '79). Besonders schön war die Zukunftsvision nicht und mit Gasturbine liefen Autos 20 Jahre später ebenfalls selten. Bemerkenswert hingegen beispielsweise, dass schon 1979 von Benzinmotoren mit abschaltbaren Zylindern die Rede war. Und von einem «Routenrechner», der «als elektronischer Atlas das Auffinden der kürzesten Verbindung zwischen Star- und Zielort» ermöglicht. Dr. Bernd Strackerjan, Leiter des Damiler-Benz-Projekts «Forschungswagen», warnte aber vor zuviel Elektronik im Auto: «Wir wollen dabei keinen Bordcomputer, wie er aus Amerika bekannt ist. Das würde doch nur dem Spieltrieb nützen und den Fahrer von seiner eigentlichen Aufgabe ablenken.»


Sonntag, 29. April 2012

Ach was! Hirngespinste japanischer Ingenieure, 1982

"Löst eine winzige Bildplatte den Film ab? Japanische Ingenieure behaupten dies". Soso, behaupten sie. 1982 kündigte ein Artikel in der Schweizer Illustrierten den Untergang des Films in der Fototechnik an. Sony hatte damals mit der "Mavica" die erste Fotokamera entwickelt, welche die Bilder "auf eine tonbandartige Magnetplatte" aufnahm.
Und die Erde ist wohl eine Scheibe, meine Herren Ingenieure?



Donnerstag, 31. März 2011

Das Auto der Zukunft, 1972

Gestern war heute die Zukunft. Und heute ist die Zukunft von gestern die Vergangenheit, oder ähnlich. In die Glaskugel schauen war hingegen schon immer ein Hobby der Menschheit, besonders bei leichtverdaulichen Themen wie Automobiltechnik. Die Zeitschrift "auto, motor und sport" spürte 1972 die aktuellen- und künftigen Trends auf und zeigte den Lesern, wie man 1992 mit Opel, Ford, Audi und BMW von A nach B kommen wird. Ein Fall für vongestern.com - mit unkommentierten Originalzitaten zum mit- und nachdenken. Und tollen Bildern - in Farbe! Viel Spass!


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