Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Fotoroman: Die Reifeprüfung (1997) Teil 1/2

Nicht nur der Sound ist echt spitze - der ganze Roman ist es.
So, neuer BRAVO-Fotoroman. Und zwar in zwei Teilen. Die Seite muss nun nicht mehr ein halbes Jahr laden, der Leser nicht einen Kilometer nach unten scrollen. Neu: Nur noch je die Hälfte. Die Fortsetzung gibts morgen.

Die Geschichte handelt von einem klassischen 90er-Jahre-Aufreisser, der sich in die neue Lehrerin verliebt. Bzw. er verliebt sich, bevor er weiss, dass es seine neue Lehrerin ist. Eigentlich hat er ja eine Freundin. Später gehen alle zusammen ins Skilager. Das sollten wohl Gründe genug sein, sich das Drama anzutun. Wer noch mehr braucht: Die Lehrerin sieht man nackt! Oder sah man nackt, bevor ich sie Google-freundlich zensiert habe.


Sonntag, 3. Februar 2013

Mehrbusen: Wunder- und Hilfsmittel (1958-1968)

Faszinieren leicht gemacht: Busenfreunde
Thema heute: Busen im Wandel der 60er-Jahre. Das klingt auf den ersten Blick unerhört tiefsinnig - ist es aber nicht. Im Grunde genommen sind es Inserate für Busen-Wundermittel - angefangen 1958, aufgehört 1968. Damals waren die Frauenzeitschriften voll davon - heute wird die Zielgruppe wohl etwas subtiler auf die Schönheitsideale der Industrie getrimmt.
Die Sammlung wird im Laufe der Zeit erweitert und vervollständigt werden - vongestern.com nimmt den selbst erteilten Bildungsauftrag ernst.


Samstag, 2. Februar 2013

Andreas Türck Reloaded (1998)

Andreas Türck, goldenes Zeitalter der Talkshow
Andreas Türck ist bekanntlich (?) zurück. Seit Dezember 2012 moderiert er auf Kabel 1 «Abenteuer Leben». 1998 startete Türck auf Pro7 die Talkshow mit dem originellen Namen «Andreas Türck». Damals gab es ungefähr eine Million Talkshows (mindestens!). Wenn man wollte, konnte man ab Mittag bis in den tiefsten Frühabend zuschauen, wie sich Menschen zum Affen machten. Die Teilnehmer wiesen nicht nur eine erfrischende Bildungsferne, sondern nicht selten auch eine gewisse Authentizität auf. Was man vom heutigen Trash-Nachmittagsprogramm nicht mehr behaupten kann: Entweder werden idiotische Gerichts-, Privatermittler- oder Politessen-Storys mit lausigen Drehbüchern von lausigen Laiendarstellern nachgespielt. Oder Hartz IV-Empfänger müssen für ein paar Euro und etwas temporäre Aufmerksamkeit so tun, als wäre der neue Freund der arbeitslosen Tochter das Schlimmste, was hätte passieren können - nebst eigener Arbeitslosigkeit, Übergewicht, Raucherhusten und Antriebslosigkeit.


Dienstag, 15. Januar 2013

Montag, 14. Januar 2013

Samstag, 12. Januar 2013

Schuhkatalog J. Kurth (Winter 1934/1935)

«Feines Chevreauleder, hübsches Modell»
Heute verschlägts uns wieder mal in ein Jahrzehnt, das nicht zu unrecht in den Top 10 «Düsterste Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts» auftaucht: Die 30er-Jahre. Aber keine Angst, alles friedlich: Neutrale Schweizer Winterschuhmode. Gutes Schuhwerk bildet das Fundament jeder gefestigten Neutralität. Die Rede ist vom Schuhversandkatalog J. Kurth mit verschiedenen Niederlassungen in der Westschweiz (und einer in Aarburg). Der Katalog deckte drei der vier Schweizer Landessprachen ab. Weniger vielfältig die Schuhmode von damals: Aus heutiger Sicht sah alles ähnlich aus. Kann allerdings auch an der monotonen braunen Darstellungsweise liegen. Damenabsätze bewegten sich im übersichtlichen 5cm-Gesundheitsbereich und  Männerschuhe waren so stabil konstruiert, dass sie auch noch die nächsten zwei, drei Weltkriege überlebten. «WICHTIG: Wegen Preiserhöhungen in Rohmaterialien Preise unverbindlich» (Seite 2) - das könnte man sich heute auch nicht mehr erlauben. Kein Wunder wurde die Firma Chaussures J. Kurth SA 1986 von Dosenbach geschluckt (oder so ähnlich). Ein nüchterner Beitrag zur zeitgenössischen Schuhforschung.


Freitag, 11. Januar 2013

Donnerstag, 10. Januar 2013

Das grosse ALF-Quiz (1988)

Früher, alf alles noch besser war.
Wer kennt ALF? Wahrscheinlich wird die Serie noch heute gezeigt - irgendein Super-RTLiger Käsesender findet sich immer, wenn es darum geht, alten Käse aufzuwärmen. 1988 - in jenem Jahr begann das ZDF, die Serie auszustrahlen - rief BRAVO zum grossen ALF Super-Quiz auf. Beim genaueren Hinschauen wird klar: So super war das Quiz auch wieder nicht. Lausige fünf Fragen! Wer sich ALF-Fan schimpft, darf sie gerne im Stillen für sich beantworten. Aber ohne Wikipedia und Google. Zu gewinnen gabe es zum Beispiel ein Sweatshirt, das aussah wie ein Pyjama (siehe Teaserbild links). Oder Jogging-Anzüge, die aussahen wie Pyjamas (siehe Bilder unten).
In Amerika lief die Serie übrigens bereits 1986 an, ehe man vier Staffeln später einsah, dass man sie auch gut wieder absetzen konnte. So, ran an die Stifte, Super-Quiz lösen, Preise absahnen (können bei der Kleidersammlung eures Vertrauens abgeholt werden).


Dienstag, 8. Januar 2013

Werbung des Tages: Vespa (1985)




Samstag, 1. Dezember 2012

Deutsch-Rap Geheimtipp! (1992)

Fantastisch! Besonders Michi Becks Frisur!
1992 berichtete BRAVO über eine seltsame Band, die noch im selben Jahr den Echo Nachwuchspreis gewann. Rein gefühlsmässig der erste grössere Artikel über die Fantastischen Vier in unser aller Lieblinszeitschrift. Und für die breite Öffentlichkeit der erste Kontakt mit deutschsprachigem Hip Hop. Torch rappte zwar schon ein gefühltes halbes Jahrhundert auf deutsch, aber so richtig mehrheitsfähig waren seine sozialkritischen und ernsten Texte nie. Besser kamen da die lyrischen Ergüsse der vier lustigen Stuttgarter an: «Wir sind die Fantastischen Vier, wir sind hier, mit jeder Menge Bier». Über 20 Jahre später sind sie immer noch da - und im Gegensatz zum Grossteil ihrer nachfolgenden Konkurrenz wurden sie je länger, je besser. Heute geben sie Unplugged-Konzerte in Tropfsteinhöhlen und treten auf Festivals als Headliner auf. Und sie prägten einen Musikstil, zu dem sie eigentlich nie so richtig dazugehören durften, nachhaltig. Wahrscheinlich, weil es ihnen immer demonstrativ gleichgültig schien, was die «Szene» von ihnen hielt. Wohl im Wissen darum, dass besagte Kreise wenig später ohnehin wieder von der breiten Bildfläche verschwanden und neue Köpfe vorgaben, wer gerade dazugehört und wer nicht. Da sie ohnehin nie den Anspruch stellten, Teil der aktuellen Szene zu sein, boten sie auch nie eine dankbare Angriffsfläche (wie wenig später z.B. Fettes Brot). Viele spätere Aggressoren waren ohnehin mit «Jetzt geht's ab» und «Vier gewinnt» aufgewachsen und mochten nicht auf ihren eigenen Wurzeln herumhacken.

Im selben Jahr, also 1992, wurde übrigens «Die da!?» veröffentlicht und der Durchbruch im deutschsprachigen Raum war vollbracht. Zwei Jahre nach der Produktion des Songs «Golf GTI» für den Soundtrack des Kultfilms «Manta - Der Film». Dieser Titel ist mir allerdings noch nie aufgefallen - die nächste Ausstrahlung auf Kabel 1 oder Super RTL wird Klarheit schaffen.


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