Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Nationalelf intern (1992)

Vorsicht Fotobombe, Brudi! Aber: nette Schuhe!
Heute beantworten die deutschen Nationalspieler Fragen. Zum Beispiel «Welches Instrument würden Sie in einer Band spielen?» Besonderheit: Es handelt sich um die Nationalelf von 1992. Damals war man als amtierender Weltmeister der Meinung, man könne sich die anstehende Europameisterschaft zum Frühstück unter den Nagel reissen. Den Titel musste man dann aber im Final den Dänen überlassen. Diese hatten sich zwar nicht einmal für die EM qualifiziert, rückten aber für die kriegsführenden Jugoslawen ins Turnier nach.

Die extrem tiefgründigen Fragebögen stammen aus dem Heft «TOOR – Die junge Fussball-Illustrierte» (5/92). Das Magazin lebte ganz unter dem Motto «live fast, die young» und ging nach drei Jahren wieder ein (1994, Angabe ohne Gewähr). Wieso auch immer, eigentlich war es ganz unterhaltsam.

Apropos ganz unterhaltsam: Heute der Schweiz die Daumen drücken nicht vergessen. Dann versorgen wir Euch weiterhin mit unserem erfrischenden Spass-Fussball, der an der bisherigen WM so positiv aufgefallen ist und die Leute bis an den hintersten Arsch der Welt verzückt hat! Versprochen!


Montag, 23. Juni 2014

Unser Klinsi (1998)


Beziehungsweise Euer Klinsi. Beziehungsweise Amerikas Klinsi. Beziehungsweise unser aller Klinsi! Diese wunderbare Grafik-Explosion stammt aus dem Magazin «Playstation Games» (2/98). Review: FIFA 98 – Die WM-Qualifikation. Gute Nachricht für die Deutschen: ALLE aktuellen Nationalspieler sind wählbar. Also auch Olaf Marschall und Jens Jeremies. Weltmeister wurde später Frankreich. Das war hart, aber vertretbar. Wer nachträglich noch etwas Franzosen-Luft schnuppern möchte, findet im Post unten eine entsprechende Schmink-Anleitung.

Schminken wie eine französische Göttin (1982)

Hat gut lachen: Frau, geschminkt.
Endlich wieder einmal eine Schmink-Anleitung! Und was für eine. Die 80er Jahre zeigen sich wieder von ihrer bescheidenen Seite: Man nehme ein Kilo Rouge und pinsle es grosszügig ins Gesicht, bis sich die Farbe zentimeterdick auftürmt. Kurz: Ein ideales, leichtes Sommer-Make-Up. Direkt aus Paris! Paris, hört ihr? Die wissen wie's geht. Wenn er nicht gerade auf dem Fussballplatz die Schweiz demontiert, beschäftigt sich der Franzose gerne mit solchen Themen. Mode, Schminke, Rotwein. Dazu spielt er Akkordeon, isst Baguette, Schnecken und Teile des Frosches. An einer köstlichen Rotweinsauce. Formidable!

Nach diesem kurzen Werbespott für unsere geschätzten westlichen Nachbarn wollt Ihr, liebe Leserinnen, sicher so schnell wie möglich wie eine waschechte Französin aussehen! Es sei euch gegönnt. Hier die Anleitung. Und nicht vergessen: Im Zweifelsfall besser etwas zu viel.


Sonntag, 22. Juni 2014

Telefunken: Irre stark!


Irre stark ist auch, dass es hier endlich wieder weitergeht! Regelmässige und langjährige LeserInnen wissen: 22-tägige Unterbrüche sind selten – sie kommen aber vor. Zum Beispiel, wenn alles zusammenkommt und gleichzeitig auch noch Fussball-WM ist. Die reinste Zeitverschwendung eigentlich, aber gönnt sich ja sonst nichts. Also: Ab nun wird hier wieder flott gepostet.

Sonntag, 1. Juni 2014

Tu es nicht, Frank! (1994)

Ein weiteres Kapitel in der «Tu es nicht!»-Reihe (wie z.B. Hoden-Chris oder Null-Bock-Rosalie): Frank the Tank will sich einen Anker oder einen Schwalben-Penis auf sein primäres Geschlechtsorgan tätowieren lassen. Wieder einmal kommt der Input von der besseren Hälfte (wie z.B. bei Vorhaut-Sybille). Ob ihm Dr. Sommer wirklich zu dieser weisen Entscheidung rät?

Antwort:


Freitag, 30. Mai 2014

Brasilian-Boy sucht Sambatänzerinnen (1994)

Apropos WM: Eine Leserin war der Meinung, es handle sich hierbei um einen spätereren Latin-Sänger, DSDS-Finalisten und Dschungelcamp-Bewohner. Scheinbar schrieb er sich damals noch mit Z. Oder die BRAVO-Redaktion «korrigierte» die portugiesische/brasilianische Schreibweise. Hoffen wir, dass sich auf die Anzeige die eine oder andere Sambatänzerin gemeldet hat! Bildquelle: BRAVO 36/1994


Donnerstag, 29. Mai 2014

Meet the Parents (1980)

Und ob, gnä' Herr!
Nur weil ein Fotoroman nicht vollständig vorhanden ist, braucht er nicht im Archiv zu versauern. Das schreibt die Europäische Charta zur Erhaltung seltener Fotoromane (ECESF) in den sehr ausführlich ausgeführten Paragrafen 2 bis 7 vor. Ich halte mich grundsätzlich alles, was von einer offiziellen Stelle niedergeschrieben wurde – erst recht, wenn es aus Europa kommt.

Jugendmagazine aus den frühen 80ern sind grundsätzlich rar. BRAVOs werden inzwischen von irgendwelchen Schwachmaten gesammelt, als wären es Erstauflagen seltener Superhelden-Comics aus den 50ern. Oder sie werden von Händlern in grossen Mengen aufgekauft, um sie danach einzeln auf Ebay zu stellen – zu absurden Preisen, die ohnehin niemand zahlt (und das ist auch gut so).

Noch seltener sind die Hefte der BRAVO-Konkurrenz. Die Chance, die Zeit zu überdauern und nicht im Altpapier einen vorzeitigen Abgang zu machen, war aufgrund der geringeren Auflagezahl logischerweise kleiner. Zudem stehen sie noch heute im Schatten der (mittlerweile leider auch nicht mehr so übermächtigen) Kult-Konkurrenz. Beispiel: «Rocky – Das Freizeit Magazin». Anfang der 80er Jahre fusionierte das Burda-Blatt mit dem Schweizer Jugendheft «Pop» aus dem Hause Marquard. Das daraus entstandenene Magazin «Pop/Rocky» wurde 1998 durch die erneute Fusion mit anderen BRAVO-Konkurrenten zu «Popcorn», das man noch heute am Kiosk des Vertrauens findet. Im Gegensatz zu «Popcorn», welches einen eher zurückhaltenden, seriösen Kurs fuhr, griffen Rocky und besonders «Pop/Rocky» BRAVO frontal an, zeigte im Zweifelsfall lieber eine Brust mehr als weniger und drängte vor allem in den Fotoroman-Markt.

Womit wir beim heutigen Thema wären. Der Ausschnitt, den ich euch aus pädagogischen Gründen zeigen möchte, stammt nämlich für einmal nicht aus der/dem BRAVO, sondern aus «Rocky» (2/1980). Darin stellt eine Gymnasiastin ihren Aufriss aus dem Rocker-Aufriss aus dem Freizeitheim ihren Eltern vor. Ob das gut geht??


Dienstag, 27. Mai 2014

Das beweist seine Unschuld! Leserbriefe 1994

Unschuldig!
Heute drei schöne Beispiele zur Leserbriefkultur der 90er Jahre. Egal ob positiv oder negativ – im nächsten Heft erhielt die Redaktion die Quittung. Nicht selten hat man das Gefühl, die Leserinnen und Leser (vor allem die Leserinnen) hätten damals grundsätzlich alles Gedruckte als unantastbare objektive Wahrheit angesehen. (Nachtrag: Es gibt allerdings auch die nachvollziehbare Theorie, dass ohnehin alle Leserbriefe von der Redaktion geschrieben wurden). Dabei konnten Redaktionen in Zeiten vor der Informationstransparenz (= dieses Internet) sich noch viel freier irgendwas aus den Fingern saugen, wenn ihnen danach war. Überprüfen konnte es ja ohnehin niemand. Und die Stars waren den Medien viel stärker ausgeliefert, da sie keinen direkten Kommunikationskanal zu den Fans hatten wie heute (= diese sozialen Medien). Die wenigen Stars, die aktiv Krieg gegen die Medien führten (wie zum Beispiel Axl Rose) überliessen die Informationshoheit komplett irgendwelchen Journalisten. Gewehrt wurde sich allenfalls mit Fäusten oder mit musikalischen Abrechnungen («Get in the Ring»). Aber das ist eine andere Geschichte, vielleicht ein andermal. Jetzt zu Prince Ital Joe am Telefon:


Montag, 26. Mai 2014

Disco-Besuch for Dummies (1984)

Briefmarkensammlung 2.0
«Mädchen», Teil 2: Besagte Zeitschrift startete 1984 eine reizende Serie «Psycho-Tips als Fotostory». Hinter diesem geheimnisvollen Titel versteckt sich folgende Idee: Eine kurze Fotostory wird erzählt, danach erklärt ein Doktor der Psychologie – nennen wir ihr Dr. Dirks (so wird er übrigens auch nachher genannt – was die unfähigen Protagonisten alles falsch gemacht haben. Die Tipps und Tricks behalten ihre Gültigkeit auch noch Jahre nach Erscheinen (1984). Denkt daran, wenn ihr nächsten Samstag in die Dorf- (oder Grossraum-) Disco geht. Die Serie macht Lust auf mehr (auf weitere Folgen, nicht auf Petting). Mal schauen, ob ich noch weitere Folgen finde.

Der Ratgeber stammt übrigens aus dem selben Heft wie gestern die Videospiel-Umfrage. Da seht ihr mal, wie gehaltvoll damalige Jugendliteratur war. Als wäre das nicht genug faszinierend, folgt bald noch ein weiterer Artikel aus diesem Heft (Thema: Garçon-Mode).


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