Alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften.

Mittwoch, 1. November 2017

Techno ist die Musik der Zukunft! (1994)


Don't stop raving! Und noch viel wichtiger: don't stop writing about Techno-Musik... ES IST DIE MUSIK DER ZUKUNFT! Ich sag's ja nur.

Samstag, 28. Oktober 2017

Ein Satansbraten kommt selten allein: Nachbesprechung

Liebe Freunde des kultivierten Fotoroman-Konsums: Das Konzept der Nachbesprechung hat sich mehrfach bewährt und wird deshalb fortgeführt. Zur Bewältigung und Verarbeitung des Erlebten ist es wichtig, darüber zu sprechen. Miteinander. Füreinander. Auf!



Es gibt diesmal nicht so viele Punkte zu besprechen wie bei vergangenen Fotoromanen. Das liegt in erster Linie daran, dass «Ein Satansbraten kommt selten allein – Im Bann des Teufels» in sich sehr stimmig, logisch und – was die Handlung betrifft – auch relativ kurz ist. Es gibt fast nichts zu bemängeln, derart felsenfest hält die Geschichte jeglicher Kritik stand. Die zwei, drei Punkte, die noch angesprochen werden sollten, folgen jetzt. Und wir schauen, was aus Cai geworden ist.

Los geht's!




Samstag, 21. Oktober 2017

Ein Satansbraten kommt selten allein (Im Bann des Teufels, 1994)



Halli, hallo, liebe Freunde des gepflegten Fotoromans. Angeschnallt, gleich geht's los. Noch ein paar organisatorische Dinge im Voraus: Wer schon immer ein wenig mit dem Einstieg in die Satanskultur liebäugelte, sollte an dieser Stelle vorzeitig abbrechen. Aus, vorbei, kommt's gut nach Hause. Grund: Dieser Fotoroman strahlt eine umstrittene Anziehungskraft auf die junge Leserschaft aus. Besonders junge Mädchen, die noch orientierungslos herumirren im Leben, noch nicht wissen, ob sie einst Pferdepflegerin, Frisörin oder Sekretärin werden wollen. Da scheint ein Flirt mit dem Teufel verlockend... und ebenso gefährlich.

Wenig überraschend also, dass dieser Fotoroman damals fast auf dem Index (D) gelandet wäre. Laut Wikipedia scheiterte die Indizierung «knapp».

Gut, hätten wir das. Das war übrigens auch der Fotorman, der über die Jahre am häufigsten gewünscht wurde. Er ist nicht halb so gut, wie man aufgrund dieses Wirbels denken könnte – umso besser, wenn wir ihn mal hinter uns bringen. Zusammen schaffen wir das! Das Ende ist nah – nur ca. 350 Bilder müssen besprochen werden. Und bitte wundert euch nicht, wenn es nicht ununterbrochen ein Kommentar-Feuerwerk ist – die Geschichte ist im Grunde genommen ziemliche Grütze.

Ich musste leider auch im Nachhinein verschiedenste Scherze rauslöschen, weil ich beim zweiten Mal lesen merkte, dass sie rein objektiv gesehen gar nicht funktionieren (Dinge übersehen, Namen überlesen, Sachen vergessen). Am Ende bin ich so semi-glücklich mit der Geschichte – mit der Tendenz zu sehr glücklich. Und ebenfalls sehr glücklich, dass dieses großartige Stück Kulturgeschichte endlich im Internet frei verfügbar ist.

Das Problem, dass man in der Mobile-Ansicht mit einer falschen Fingerbewegung aus dem Artikel fliegt, habe ich leider (noch) nicht lösen können. Ziemlich dumm. Ihr könnt aber die Mobile-Ansicht ganz unten bei den Artikeln ausschalten und die normale Darstellung wählen, falls das besser geht. Und nicht vergessen: Traditionell ist der Fotoroman groß, was das Datenvolumen betrifft. Wenn Ihr also keine Flatrate habt, unterwegs und nicht steinreich seid, wartet vielleicht besser, bis ihr wieder zuhause in Muttis WLAn seid.


Freitag, 6. Oktober 2017

Die «FÜR SIE»-Kalorientabelle – Ihr guter Begleiter in jeder Lebenslage (1975)

Halli hallo! Gute Nachricht für alle Damen: Hier kommt euer guter Begleiter in jeder Lebenslage – die neue FÜR SIE-Kalorientabelle. Wegen den Pfunden und Diverses.

Schlechte Nachricht für alle Damen: Die Kalorientabelle fehlt leider. Vermutlich hat sie die Original-Käuferin des mir vorliegenden Heftes vorsichtig herausgelöst und in ihrer Tasche verstaut.

Dennoch: Das Thema ist nicht vom Tisch. Denn die versteckten Kalorien (seit dem 1. Januar 1978 spricht man offiziell nur noch von Joule) machen den Braten feiß: So hat zum Beispiel 100g Räucheraal 337 Kalorien! Aber nicht unser Räucheraal? Das hätten wir jetzt nicht von ihm gedacht. DAS nicht! Hätt' ich das gewusst, hätt' ich heute nicht 1,2 kg Räucheraal satt zu Mittag gegessen (aka 120'245 Kalorien). Je suis Räucheraal!

Es wird Zeit, dass wir den Blick für die versteckten Dickmacher schärfen! Aal zum Beispiel ist raus. Aus, finito, vorbei, fertig! Kein Pardon!

Zumindest die Bildstrecke unten verrät einiges über die Kalorien und ihre Freunde. So lernen wir beispielsweise, dass Salat nicht nur für Kaninchen gut ist. Und auch abschmecken gefährlich ist. Und: Praline? Vorsicht – 210 Joule! Und: Das Kantinenessen zählt auch! Gut zu wissen – bisher gingen wir ja davon aus, dass das Kantinenessen einen Sonderstatus genießt und vom Stoffwechsel ignoriert wird.

Darum: «Für Sie» füllt Wissenslücken. Sogar ohne Kalorientabelle.









Donnerstag, 28. September 2017

Gut geölt ist halb gebraten (1979)


Käpt'n Iglo wusste noch, was das Geheimnis guter Fischstäbchen ist: Viel Öl in der Pfanne. Und das Ganze verdoppeln. Auch wenn diese Exemplare hier eher aussehen, als hätte man sie über Nacht in ein Altölbad eingelegt, um sie richtig durchziehen zu lassen.




Mit der Pfannengröße hatte es der gute Käpt'n aber nicht so. Wie genau diese drei Fischstäbchen auf der spärlichen Bratfläche, die ihnen die Tomate noch ließ, Platz gefunden haben sollen, bleibt wohl für immer eines der größten Geheimnisse der Werbe- und Fischgeschichte.

Und wenn man bedenkt, wie sorglos damals mit dem Deppen-Apostroph im öffentlichen Raum umgegangen wurde, verwundert es auch nicht, dass Susi's Hundeschule und Willy's Wurstbude heute noch so verbreitet sind – und vom Duden sogar supportet werden («Der Apostroph wird gelegentlich zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens gebraucht»). Es ist wie mit den den Echtfellkragen (aka Deppenkragen): Wenn genug dumme Menschen etwas lange genug tun, geht die unbeteiligte Mehrheit irgendwann davon aus, dass es OK, normal und gut sei.

Jemand, der zu lange an der Universität herumgedümpelt ist, könnte dieses Phänomen mit dem sogenannten Mere Exposure Effekt erklären: Je öfter man etwas, zu dem man anfangs eine neutrale Meinung hatte, sieht, desto besser findet man es am Schluss. Beziehungsweise, wenn man sich entscheiden kann/muss, entscheidet man sich dafür. Da man sich angenehm vertraut damit fühlt. Das erklärt im gleichen Atemzug auch die halbe Werbewirkungsforschung. Deshalb müssen wir uns in Zukunft wieder vermehrt mit dem Deppen-Apostroph herumschlagen und ihn ertragen.

Zurück zu den Deppen-Fischstäbchen: Vielleicht waren damals antihaftbeschichtete Pfannen noch nicht so verbreitet wie heute. Auch wenn die französische Firma Tefal bereits 1956 eine auf den Markt brachte. Aber diese echten Gusseisenpfannen waren sicherlich noch verbreiteter – vielleicht musste man darin einfach eine gute Million Liter Öl heiss werden lassen, damit das Bratgut nicht anbrannte. Denn wie sagt eine alte, chinesische Bauernweisheit: Schweineschmalz ist das Teflon des armen Mannes. Und des Profikochs, der weiß: Nur mit gut Butter schmeckt's wie bei Mutter.





Montag, 28. August 2017

Frisur des Tages (1983)

Zum Wochenanfang ein irre starker Frisurentipp: Schrill und schockig – was will man mehr? Das war wirklich sehr, sehr gut; damals.


Falls Ihr schon sehr alt seid und die Sehkraft eines ausgewachsenen Maulwurfs habt, hier die kleingedruckte Färb-Anleitung:

Besonders gut kommen die lustigen Strähnen zur Geltung, wenn Ihr stufig geschnittene Haare habt. Die neuen Haarfarben gibt es in vielen knalligen Tönen für ca. DM 4 in Kaufhäusern und Drogerien. Das Auftragen ist ganz einfach: Mit einem kleinen Bürstchen (wie bei der Wimperntusche) wird die Farbe in die Haare gestrichen. Danach müßt Ihr sie ca. fünf Minuten trocknen lassen. Wem die Farbe zu intensiv ist, der kann die Strähnen vorsichtig etwas auskämmen. Nach dem Trocknen könnt Ihr die Haare auch noch mit anderen Farben übermalen. Daniela hat sich die Haare auf einer Seite grün eingefärbt und die Spitzen mit gelber Farbe etwas aufgehellt. Probiert selber mal aus, was Euch am besten gefällt. Wenn es schiefgeht, dann braucht Ihr die Haare nur mit Wasser durchzuspülen, und schon ist die Farbe wieder raus....

Alles klar? Dann mal ran an die Farbtöpfe, jetzt wird aufgeknallt!


Quelle: BRAVO, 1983


Freitag, 25. August 2017

Flatrate like it's 1979 (1979)



Ich nehme zwei! Ein irre starker Wecker, der einem sagt, dass es Zeit ist, «Adieu» zu sagen. Kann man an die Wand hängen. Erhältlich in den Farben Beige, Moosgrün oder Or... Moment... Adieu!

Quelle: «Für Sie»,  Nr. 1, 20.12.1979



Donnerstag, 24. August 2017

Neu: Super Look. Ein Slip, der sich nicht abzeichnet! (1977)


Die Firma Playtex gibt's heute noch: Playtex-onlineshop.com. Das Modell «Super Look» führt sie aber nicht mehr im Sortiment. Eigentlich schade, denn... Super Look sieht super aus!

Mittwoch, 23. August 2017

Montag, 21. August 2017

Pop Swatch (1989)



Die Pop Swatch wurde 2016 neu aufgelegt mit angepasstem Design und neuen Materialien (Silikon- statt Textilarmband). Geblieben ist die Funktion, mit der man die Uhr vom Arband ablösen und irgendwo hinclippen kann. In den 80ern und frühen 90ern gab es einen regelrechten Hype um die Pop Swatch – die (meist weiblichen) jungen Leute wollten nicht nur eine, sondern möglichst viele davon besitzen. Swatch-Uhren sammeln war damals im Allgemeinen ein verbreitetes (und nicht ganz günstiges) Hobby.

Freitag, 18. August 2017

Xavier und die Autogramme (1999)



Willkommen zurück! Sommerpause beendet. Heute geht es um Xavier Naidoo, der in den letzten Monaten nicht zu knapp Teil der öffentlichen Diskussion war. Das war er aber schon immer, wenn auch mit etwas harmloseren Themen. Zum Beispiel, als er 1999 beschloss, keine Autogramme mehr zu geben. Schriftliche Autogrammwünsche blieben zuerst eine halbe Ewigkeit unbeantwortet, ehe sich Naidoos damaliges Label 3p von Entdecker Moses P (der vor Kurzem übrigens ein ziemlich hörenswertes Album veröffentlicht hat) schriftlich meldete. Um zu retten, was zu retten war. Denn aus Sicht des Label-Managers war das ganze Theater wohl nicht unbedingt die ideale Basis für nachhaltige Fanliebe. BRAVO griff den Skandal auf und druckte den Brief in Hessisch-Englisch-Deutsch ab:


Sonntag, 2. Juli 2017

Die Reality ist da draußen, Wondergirl! (1999)



So ist es. Im Netz trifft man tolle Leute. Zum Beispiel euch alle. Aber nie vergessen: Die Reality ist da draußen! Sie trägt ein sehr schönes Top und ebenso schöne Hosen.

Das waren übrigens die beiden sehr, sehr guten Szenen aus dem Fotoroman «love@error.de». Der Rest ist langweiliger Offline-Quatsch. Der nächste kommentierte Fotoroman wird deshalb das ominöse Satan-Schmankerl, aufgrund dessen BRAVO auf dem Index landete, sein. Oder beinahe, bin nicht mehr sicher. Das wird schon! Kussi!

Mittwoch, 28. Juni 2017

Oh nein!!! Das hat mir gerade noch gefehlt! (1999)

Wer kennt es nicht: Da kommt 'ne Nachricht. Das dauert natürlich den einen oder anderen Moment, ja? Aber im dümmsten Moment fängt der Computer zu rauchen an! Oh nein!!! Zu hülf! Wenn der elektronische Postbote zweimal klingelt...

Diese alltägliche Situation wurde 1999 im Fotoroman «LOVE@error.de» (was für ein Name!) feinfühlig und detailverliebt nachgestellt.





Es wird dieses Jahr übrigens defintiv noch einen ganzen Fotoroman geben. Ich bin aktuell nur noch nicht ganz sicher, welcher der nächste sein soll. Vielleicht sogar zwei. Double it!

Samstag, 17. Juni 2017

Der programmierte Wahnsinn: Sega (1989)



Das Sega Master System war die 8-bit-Antwort auf das Nintendo Entertainment System (NES) und wurde in Europa 1987 auf den Markt gebracht. Die Konsole soll zwar technisch in vielerlei Hinsicht besser gewesen sein als die Konkurrenz aus dem Hause Nintendo, konnte sich aber dennoch nie richtig durchsetzen. Nintendo hatte unter anderem in den entscheidenden Anfangsjahren Verträge mit den wichtigsten Spieleentwicklern, welche diesen untersagten, ihre Games auch auf anderen Konsolen zu veröffentlichen.

Dienstag, 13. Juni 2017

Tu es nicht, unbekannte BRAVO-Vorbesitzerin! (1989)



Feinsäuberlich hat die unbekannte BRAVO-Vorbesitzerin den Stimmzettel zur BRAVO-Otto-Wahl 89 ausgefüllt. Aber leider nie abgeschickt. Glück im Unglück für Simply «Simpel» Red: Seine Stimme wäre ohnehin durchgestrichen und somit nischtisch gewesen. Mit einem blauen Auge davongekommen ist Den «Don't break my Heart» Harrow: Sein schriftlicher Todesstoß verschwand im Nirwana des Altpapiers.

Die unbekannte Vorbesitzerin hat – nebst des Nichtabsendens – aber noch einen zweiten kapitalen Fehler gemacht: Sie hat sich entschieden, lieber zu ihrer Lieblingsgruppe (aka Jason Donovan) zu reisen, als einen der irre starken Preise abzuräumen! Wer würde denn freiwillig die Chance auf 10 starke BRAVO-Jogging-Outfits in die Wüste schicken? Komplett mit Bermudas, langer Hose und Jacke für den Herrn – und 1 x Shorts für die Dame (das muss bei ihr reichen zum Joggen).





Montag, 12. Juni 2017

Vorgefertigtes Haus zum Selberbauen (1964)



Ein Haus für 12'000 Mark Sechzig – geht ja noch. Ich nehme zwei! Und könnte monatlich100 Mark Fuffzig aufbringen (x). Einfach ankreuzen. Ein Fertighaus ist auch heute noch eine günstige Art und Weise, um an ein Eigenheim zu kommen. Besonders wenn man es selber zusammenbaut. Soll ja in Deutschland ein weitverbreitetes Vorgehen sein – glaubt man diversen irre starken Dokus auf RTL2 und Kabel1. Und wenn Schwiegervati und Schwiegermutti mithelfen, wird man sogar irgendwann fertig damit.

Dienstag, 16. Mai 2017

Könnte das vielleicht der Satan gewesen sein? (1999)



Zumindest hatte Jaqueline (13) einen gesunden Respekt vor dem Satan. Und wahrte folglich die nötige Distanz (wenn er ihr nicht gerade abends als Schatten folgte). Ganz anders die 2 Mädchen, 14, ohne Ort, aus dem legendären Dr. Sommer-Klassiker von 1991. Zwei waschechte Neo-Fangirls des Satans. Auch wenn sie sich über ein paar Details noch nicht so im Klaren waren. Zumindest der Wille war aber vorhanden. Seit das bereits seit geschlagenen drei Wochen!





Samstag, 13. Mai 2017

Wow, ein E-Mail (1999)

...und zwar direkt in Microsoft Word '97. It's magic, Baby!


Was ebenfalls Magic ist: Dass man damals scheinbar auch in Deutschland noch das E-Mail sagte. In der Schweiz bis heute die richtige und bewährte Form. Never change a winning Genus. Und wie ich auf Wikipeda lese, auch in Österreich. Es steht also 2:1. Ich hoffe, ich konnte hier etwas Klarheit schaffen.

Wobei... Moment... auch in Süddeutschland scheint die Neutrumform Freunde zu haben. Somit steht es 3:1 – die Entscheidung. Aus, finito, vorbei – kommt gut nach Hause! Auf meiner Lieblingsseite Korrekturen.de wird das spannende Phänomen noch ausgedeutscht: «Wie bei vielen schwankenden Genera ist auch bei E-Mail ein Nord-Süd-Gefälle zu beobachten: Je weit südlicher man kommt, desto verbreiteter scheint die Neutrumform zu sein – in Österreich und in der Schweiz sagt man fast nur: das E-Mail

Das würde auch erklären, wieso der Münchner Fotoroman-Autor hier Restdeutschland die «das»-Form aufzwingen wollte. Ein Dirty-South-Ding.

Zur Familie der schwankenden Genera (irre starker Ausdruck für den Alltag!) gehören vermutlich auch SMS und verschiedene Zeitschriftentitel (die vs. das BRAVO). Ich gebe aber gerne zu: Wäre ich mit die E-Mail sozialisiert worden, hörte sich das E-Mail wohl unglaublich komisch und falsch an. Da müssen wir jetzt alle durch. Stark sein! Ein schwankendes, erholsames Genus zusammen!




Freitag, 12. Mai 2017

Mehr von sexy Andy! (1999)


Ja aber echt jetzt, rückt langsam raus mit dem legendären Ibiza-Shooting von sexy Andy! Es hat sich in Fan-Kreisen nämlich längst herumgesprochen. Laut Wikipedia hält er übrigens auch ein Album namens «Wishful Thinking», das ca. 2002 hätte erscheinen sollen, bis heute erfolgreich unter Verschluss. Der Rest ist eine lange, unschöne Geschichte, die irgendwo auf Kabel 1 endet. Und Türck hat 2016 ein Unternehmen zur Automatisierung von Influencer Marketing gegründet – wenn das nicht mal eine irre starke Idee ist, die den Zeitgeist ins Mark trifft! Mehr dazu auf Buzzbird.de.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Das Mädchen und der Song-Contest (1999)

Netter Versuch, liebe BRAVO-Psycho-Test-Redaktion. Uns Maja als Mädchen zu verkaufen, das «sich für einen Song-Contest mächtig ins Zeug» legt. Und genießen soll sie es auch noch – das wissen wir aber besser. Unerhört. Wir alle, die den Fotoroman «Prinz Pit und der Liebes-Rap» gelesen haben, fühlen uns etwas hinters Licht geführt.



Übrigens: Interessanter Charakter, der Vorbesitzer dieses Heftes (ich weiß, dass es ein Vorbesitzer war, denn seine Adresse steht auf dem Heft aufgedruckt). Einer, der scheu ist, aber wüsste, wie es geht. Siehe Fragen 7 und 8. Was er bei Frage 4 genau meinte, ist unklar. Frage 3 verrät: Er wäre eigentlich bereit für den Durchbruch. An alle Nerds: Achtung, Frage 6 ist eine Fangfrage! NICHT Computer ankreuzen!

Freitag, 21. April 2017

Prinz Pit und der Liebes-Rap


Yo, Bitches und Homies, alles klar? Heute gibt es eine fette, fette Party. Grund: Ich habe eine echte Perle der Fotoroman-Geschichte ausgegraben. Es ist die Geschichte, die bisher am wenigstens kommentiert hätte werden müssen. Denn sie trieft nur so von Fremdscham-Momenten. Ein Selbstläufer. Das Problem: Die Geschichte ist unfassbar komplex und komplizert. Ich habe mich folglich schweren Herzens dazu durchgerungen, trotzdem ab und zu erklärende Kommentare zu machen (aber diesmal nur unter jedes Bild und nicht wie sonst unter jedes Bild). Nur so ist  gewährleistet, dass ihr der Story folgen könnt.

Die Geschichte heisst im Original «Beats, Babes & Zärtlichkeit» und ist 1999 erschienen. 


Zur Ausnahme ist alles Deutschland-freundlich mit ß verfasst. Da ca. 85 Prozent aller Leserinnen und Leser aus Deutschland kommen und die Schweizer ß-freie Version – wie ich mir im Vertrauen und in keinem Zusammenhang mit vongestern.com habe sagen lassen – wesentlich falscher aussieht, als ich bisher dachte. Ich bin zwar ein Fan unserer kleinen Schweizer Eigenheiten, aber gleichzeitig auch ein Fan von Sprache – die so korrekt wie möglich sein sollte. Wenn man unnötigerweise über Wörter stolpert, ist das schade um den Inhalt. Und Eigenheiten haben wir auch mit ß noch genug.

Übrigens: Bei der Mehrzahl von Buffalo habe ich mich auf «Buffalos» geeinigt, da es sich um eine Marke und nicht um ein Tier handelt. Sehr wichtige Anmerkung! Kussi! 



Montag, 10. April 2017

Tu es nicht, Kettenbrief-Kai! (1989)



Zwei Dinge haben sich in den letzten 30 Jahren nicht verändert: Die Dummheit von Kettenbriefen und die Dummheit derer, die sie am Leben erhalten. Der Kettenbrief per Briefpost gilt heute aber – sehr zum Ärger der Post – als nahezu ausgestorben. Liegt wohl unter anderem daran, dass die meisten jungen Leute heute gar nicht mehr wüssten, wie man einen Real-Life-Brief verschickt. Vong Briefmarke her und so. Besser via WhatsApp. An zehn, zwölf Mitmenschen weitergeleitet und zack, sich selbst vor unfassbar viel Pech bewahrt. Ich nehme 20!

Montag, 27. März 2017

Spritzz statt ffft: Bac Spritz Deo (1989)


Viel findet man heute nicht mehr auf Google über die grossartige Innovation Bac Spritzz Deo. Liegt vermutlich daran, dass die Innovation am Ende wohl doch nicht so grossartig war.

Mittwoch, 15. März 2017

Tu es nicht, Mutti! (1983)




Immer diese streng erzogenen Katholiken – gönnen einem auch gar nichts! Dabei wollte Renates Mutter den jungen Mann nur in aller erdenklichen Offenheit empfangen. Halli hallo, hereinspaziert, ich bin die hemmungslose Mutti von Renate! Schamgefühl kennen wir hier nicht, ja? Hier hat's Kaffee, da Kuchen!

Das war dann wohl doch etwas zuviel des Guten für den armen Rüdiger (16). Ab zur Beichte, Augen mit Weihwasser ausgewaschen und danach Renate fallengelassen wie eine lauwarme Kartoffel.

Dienstag, 14. März 2017

Schnäppchen des Tages: Nena Europtour '84





80 Mark für einen Videofilm – geht ja noch. Dafür konnte man auch zwischen den drei Systemen VHS, Beta und Video 2000 wählen. Damals tobte ja noch der berühmte Formatkrieg in der Videoindustrie, befand sich aber in der Endphase. 1986 war VHS bereits so verbreitet, dass die beiden anderen verbleibenden (Video 2000 und Betamax) auf nicht mal mehr 5 Prozent Marktanteil kamen.

Zum Glück stand auf dem Bestellschein noch die Bemerkung «Ja, Euer Angebot ist Spitze» – sonst hätte der Video Direkt Service womöglich noch gedacht, die Nena-Fans bezahlen zum Spass 80 Mark für den Film.




Dienstag, 7. März 2017

Montag, 6. März 2017

Sonntag, 5. März 2017

Amiga 500 New Art Limited Edition (1989)


Der absolute Hit: Den Amiga 500 gab es 1989 in einer limitierten New-Art-Edition, die sich durch «starke Farben» und «flippiges Design» auszeichnete. Designed by Stefanie Tücking. Das war die Dame, welche damals die ARD-Musiksendung «Formel Eins» moderierte. Danach war sie unter anderem im SWR-Automagazin «Startklar» zu sehen. Und sie moderiert seit 1998 auf SWR3. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie – im Gegensatz zu mir – vielen Menschen auch ohne Googlen ein Begriff ist, ist also relativ gross.

Interessanterweise ist im Wikipedia-Artikel auch das Amiga-500-Design-Abenteuer erwähnt: Für den Computer Amiga 500 entwarf sie 1989 zwei Designs (Ball-Design & Leoparden-Design), in denen die Computer in limitierter Auflage (10'000 Stück) vertrieben wurden. Im Amiga-500-Artikel steht zudem, der Computer sei durch die Tückigng-Aktion zum Urahn aller Case-Moddings geworden. 

Interessant. Ebenfalls interessant: Die Anzeige oben existierte mit verschiedenen Texten. Diese wurden vermutlich auf das jeweilige Werbeumfeld abgestimmt. Oben die BRAVO-Version mit Adjektiven wie «stark» und «flippig». Auf Amigau.com findet man die selbe Werbung mit einem Text, der mit Argumenten wie «Lifestyle», «nichts für Konformisten oder Mitläufer» oder «Funktionalität verbunden mit Lifestyle» auffährt.





Samstag, 4. März 2017

Busen des Tages: Der Bomberbusen (1989)


Ist ja unerhört! Dem Mädchen mit dem Bomberbusen (nicht zu verwechseln mit dem Jungen mit der Mundharmonika) reicht es nicht, dass ihr – Bomberbusen sei Dank – die ganze männliche Schülerschaft zu Füssen liegt. Nein, sie geht auch noch aktiv gegen ihre Geschlechtsgenossinnen vor und gönnt ihnen nicht mal die kümmerlichen Reste, die übrig bleiben.

Interessant wäre natürlich, die Sicht des Mädchen mit dem Bomberbusen zu hören. Eine Gegendarstellung drängt sich auf. Kann immer noch nachgereicht werden: Gingst du 1989 in Osnabrück zur Schule, hast ca. Jahrgang 1975, verdrehtest mit deinem Bomberbusen der halben Schule den Kopf und gingst aktiv gegen fünf Mädchen (14) aus deiner Klasse vor? Dann melde dich! Wir haben viele Fragen.

Machtest du dich gezielt an die Jungs ran, in die sich die fünf Mädchen (14) verknallt hatten? Versuchtest du vorsätzlich, sie ihnen auszuspannen, um sie eifersüchtig zu machen? Verbreitest du Lügen über deine Mitschülerinnen? Hast du irgendwann gecheckt, dass du mit deinem Verhalten nicht weiter als bis zu einer gewissen Oberfläche kamst – und das dich ziemlich einsam machte? War es vielleicht doch nicht der Busen allein, der die Jungs so anzog? War da vielleicht von der Gegenseite auch ein wenig Neid im Spiel? Wie selbstbewusst waren deine Mitschülerinnen? Gaben dir deine vermeintlichen Konkurrentinnen durch ihr Verhalten sehr viel Macht? War das Leben mit dem Bomberbusen vielleicht auch nicht so einfach, wie es die fünf Mädchen (14) vorstellten?



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